Brückenhochzeit

Zweite „Brückenhochzeit“ an A7 in Stellingen gefeiert

Brückenhochzeit beim Westteil der Langenfelder Brücke in Stellingen

Brückenhochzeit beim Westteil der Langenfelder Brücke in Stellingen

Foto: Georg Wendt / dpa

Der Neubau der Langenfelder Brücke über 18 Gleise ist eine Herausforderung für Ingenieure. Eine wichtige Etappe ist geschafft.

Hamburg. An der A7 in Hamburg-Stellingen nimmt die neue Autobahnbrücke über die Bahnanlagen Gestalt an. Gut ein Jahr nach der Fertigstellung des Ostteils feierten Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) und Vertreter der Planungsgesellschaft Deges am Montag die sogenannten Brückenhochzeit für den Westteil. In den vergangenen Wochen seien die Stahlkonstruktionen von Norden und Süden aufeinander zugeschoben worden und hätten sich in der Mitte des fast 400 Meter langen Bauwerks getroffen, teilte ein Behördensprecher mit. Sie sollen nun auf ihre endgültige Position abgesenkt und zusammengeschweißt werden.

Horch sprach bei der Zeremonie von einer ingenieurtechnischen Meisterleistung. „Der Baufortschritt der Langenfelder Brücke zeigt, dass wir den Autobahnausbau in Hamburg trotz komplexer technischer Rahmenbedingungen zügig umsetzen“, sagte der Senator einer Mitteilung zufolge.

Brücke zählt zu den verkehrsreichsten Autobahnabschnitten Deutschlands

Die Bauarbeiten hatten im Sommer 2014 begonnen und werden bei laufendem Verkehr über den 18 Bahngleisen ausgeführt. Den Autofahrern stehen in Nord- und Südrichtung jeweils drei Fahrspuren zur Verfügung. Seit Dezember 2016 rollt der gesamte Autobahnverkehr über den bereits neugebauten Ostteil der Langenfelder Brücke. Bis Ende 2018 soll der Westteil fertiggestellt sein.

Mit rund 150 000 Fahrzeugen täglich gehört die Brücke zu den am stärksten befahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands. Sie musste erneuert werden, um Platz für die Erweiterung von sechs auf acht Fahrspuren zu schaffen. Sieben Meter hohe Lärmschutzwände sollen dafür sorgen, dass die Anwohner ruhiger schlafen können. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen nach Angaben der Verkehrsbehörde bei 115 Millionen Euro.