Auszeichnung

Hamburger Wohnsiedlung gewinnt Bundeswettbewerb

Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Lohkamp e. V. packen regelmäßig gemeinsam an

Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft Lohkamp e. V. packen regelmäßig gemeinsam an

Foto: Ursula Striepe

Eine Siedlung im Hamburger Westen wurde für ihre Zukunftsfähigkeit ausgezeichnet. Darum hat sie das Rennen beim Wettbewerb gemacht.

Hamburg. Hier lässt es sich ausgezeichnet wohnen: Die Lohkamp-Siedlung in Eidelstedt ist bei einem bundesweiten Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden. Der vom Bundesverband Wohneigentum organisierte Wettbewerb prämiert unter dem Motto „Wohneigentum – heute für morgen“ Kleinsiedlungen, die sich durch nachhaltiges und ökologisches Handeln sowie soziales Engagement hervor getan haben. Die Siedlergemeinschaft Lohkamp e. V. überzeugte bereits im Landeswettbewerb 2014 und trat nun erfolgreich im Bundeswettbewerb an.

Überzeugen konnten die Hamburger, die sich den ersten Platz mit einer Berliner Siedlung teilen, mit der Zukunftsfähigkeit ihrer Siedlung. In den 50er-Jahren entstanden am westlichen Stadtrand von Hamburg 260 kleine, rot und weiß verputzte Häuser. Der Architekt Fritz Trautwein plante – in Anlehnung an die Gartendstadt-Idee – eine Wohnsiedlung in einer von Gärten und Grünflächen geprägten Umgebung. 1985 wurde das Ensemble aus aneinander gereihten Häusern unter Milieuschutz gestellt.

22 Siedlungen in Hamburg im Wettbewerb

Im diesjährigen Landeswettbewerb – Schirmherrin ist Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt – stellten sich 22 Hamburger Kleinsiedlungen vor. Als Landessieger ging die bereits mehrfach ausgezeichnete Siedlung August Woelken in Farmsen-Wandsbek hervor. Auch hier kommt den Gärten eine besondere Bedeutung zu, dabei verzichten die Bewohner weitgehend auf hohe Hecken und Zäune, alle Grünbereiche werden gemeinschaftlich gepflegt.

Den zweiten Platz in Hamburg teilt sich wieder die Lohkamp-Siedlung mit den Siedlungen Falkenberg (Neugraben), Am Radeland (Harburg), Rhenania (Neugraben) und Heidberg (Langenhorn). Außerdem dabei waren sechs Bergedorfer Kleinsiedlungen, jeweils zwei aus Wilhelmsburg, Horn-Billstedt, Farmsen-Wandsbek und Bramfeld-Poppenbüttel sowie jeweils eine aus Langenhorn und Langenhorn-Süd. Alle Bewerber erhalten bei einer Preisverleihung am kommenden Sonntag im Ohnsorg-Theater eine Urkunde und einen Geldpreis.

Anregungen für gemeinschaftliches Leben

Ziel des bundesweiten Wettbewerbs ist es, Hausbesitzern praxisnahe Beispiele für das Wohnen der Zukunft anzubieten und Anregungen für das gemeinschaftliche Leben in der Stadt und auf dem Land zu geben, damit beides attraktiv für Bewohner aller Altersgruppen bleibt. Dabei stehen barrierearme und energieeffiziente Wohnformen ebenso wie das soziale und bürgerschaftliche Engagement im Vordergrund.