Stellingen

A 7 muss am Wochenende erneut voll gesperrt werden

Der Verkehr wird umgeleitet. Hintergrund ist der Ausfall eines Spezialkrans am vergangenen Wochenende.

Hamburg.  Der am frühen Sonntagmorgen abgebrochene Bau der Autobahnbrücke am Niendorfer Gehege wird am kommenden Wochenende fortgesetzt. Darauf hätten sich das Baukonsortium Via Solutions Nord und die Behörden Hamburgs sowie Schleswig-Holsteins geeinigt, sagte der Verkehrskoordinator der Hansestadt, Gerhard Fuchs, am Montag.

Dazu muss die viel befahrene A 7 erneut zwischen der Anschlussstelle Stellingen und dem Autobahnkreuz Nordwest für einen Zeitraum von elf Stunden gesperrt werden. Von Sonnabend, 22 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, ist die Trasse in beiden Fahrtrichtungen dicht. Der Verkehr wird über die Kieler Straße und die Holsteiner Chaussee umgeleitet.

Hintergrund ist der Ausfall eines Spezialkrans am vergangenen Wochenende. Weil die Hydraulik nicht funktionierte, konnte der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden. Die Brücke, die das Niendorfer Gehege mit Eidelstedt verbindet, wurde daher nur zum Teil fertig. Von den geplanten zwölf Betonfertigteilen wurden lediglich fünf eingesetzt.

Sperrung gilt als heikle Angelegenheit

Die neue Straßenüberführung ist aufgrund der Erneuerung der A 7 notwendig. Die viel befahrene Trasse wird an dieser Stelle von sechs auf acht Fahrspuren erweitert. Die neue Brücke wird rund 80 Meter lang sein.

Die Sperrung der A 7 gilt als eine heikle Angelegenheit. Täglich passieren im Durchschnitt 165.000 Fahrzeuge dieses Teilstück südlich des Nordwestkreuzes. Damit gehört der Autobahnabschnitt zu den meistbefahrenen in Deutschland.

Die Brückenbauer von Via Solutions Nord stehen unter Zeitdruck. Da die alte Brücke Anfang September abgerissen werden soll, muss die neue bis dahin fertig sein. Bei den aktuellen Brückenbauarbeiten werden Fertigteile auf vorbereitete Brückenpfeiler aufgesetzt. Danach müssen allerdings noch die verschiedenen Fahrbahnschichten aufgetragen und die Zufahrten zu der Brücke fertiggestellt werden.

Um sicher zu gehen, dass die Arbeiten am kommenden Wochenende abgeschlossen werden könnten, kämen erneut zwei Spezialkräne zum Einsatz, sagte Fuchs. Auch die erneute Vollsperrung solle den reibungslosen Ablauf der Brückenarbeiten sicherstellen.

Fuchs verwies darauf, dass man die negativen Auswirkungen der Bauarbeiten für die Autofahrer so gering wie möglich halten wolle. So würden während der Vollsperrung im September an einem Wochenende gleich zwei Brücken abgerissen.