Rotherbaum

Darum musste Tchibo Prozente an der Grindelallee schließen

Jahrelang war die Grindelallee 117 ein Paradies für Schnäppchenjäger. Nun musste Tchibo Prozente die Räume aufgeben.

Hamburg.  Statt Schnäppchenjäger junge Forscher: Seit dem vergangenen Freitag ist die Filiale von Tchibo Prozente im Univiertel geschlossen. Nach der Schließung in Rotherbaum gibt es nun nur noch Filialen im Nedderfeld Center in Lokstedt und im Luna Center in Wilhelmsburg.

Grund für die Veränderung ist offenbar nicht mangelndes Interesse der Kundschaft, sondern eine Planänderung des Eigentümers: Anstelle preisreduzierter Produkte des Kaffeerösters sollen in dem Gebäude, das der Universität Hamburg gehört, ab Anfang 2017 Schüler an einem außerschulischen Lernort ihrem Forscherdrang nachgehen. Zunächst hatten die Eimsbütteler Nachrichten darüber berichtet.

Das Schülerforschungszentrum, das nach dem Umbau in den ehemaligen Geschäftsräumen entstehen wird, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Universität, Stadt, Joachim-Herz-Stifung, Körberstiftung und Nordmetall. Ab 2017 sollen Jugendliche mit besonderer Begabung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in dem Zentrum gefördert werden. Die Bandbreite der Angebote reicht von Vormittags- und Nachmittagskursen für Schulklassen bis hin zu Projekten, die für einen längeren Zeitraum angelegt sind.