Eimsbüttel

Flüchtlinge sollen auf Uni-Gelände ziehen

Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgemeisterin Katharina Fegebank (Die Grünen) hat alle Universitäten angeschrieben, um weitere Flächen für Notquartiere zu finden

Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgemeisterin Katharina Fegebank (Die Grünen) hat alle Universitäten angeschrieben, um weitere Flächen für Notquartiere zu finden

Foto: Marcelo Hernandez / HA

Bezirksamt prüft Eignung eines Areals an der Sedanstraße. Senatorin Fegebank wirbt bei den Hochschulen für weitere Notquartiere.

Hamburg. Angesichts des enormen Flüchtlingsansturms wird es in Hamburg vermutlich auch mindestens eine Not-Unterkunft auf dem Uni-Gelände in Eimsbüttel geben. Wie Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Mittwoch sagte, habe die Universität Hamburg der temporären Nutzung eines Areals an der Ecke Sedanstraße/Bundesstraße zugestimmt, da sich geplante Bauarbeiten in der Gegend verzögern. Damit kann der Bezirk Eimsbüttel nun mit der Prüfung beginnen, inwiefern die Fläche geeignet ist – ob dort zum Beispiel Strom- und Wasserleitungen vorhanden sind.

Fegebank sagte, dass sie in Anbetracht des enormen Drucks auf die Stadt, zusätzlich zu den gut 18.800 bestehenden Plätzen bis Jahresende weitere 7000 schaffen zu müssen, alle Hochschulen gebeten habe, eventuell geeignete Flächen oder Gebäude zu melden. Die Reaktionen der Unis seien positiv gewesen, das Verständnis für die zugespitzte Lage sei groß. Allein auf dem Uni-Gelände in Eimsbüttel habe man vier Flächen im Blick, deren Eignung nun geprüft werde.

Sollte tatsächlich eine Flüchtlingsunterkunft auf dem Hochschulgelände im bevorzugten Eimsbüttel entstehen, käme das dem rot-grünen Senat durchaus entgegen. Denn so könnte er den Vorwurf entkräften, solche Einrichtungen vor allem in ohnehin sozial stark belasteten Stadtteilen wie Billstedt oder Wilhelmsburg zu errichten. Daher wollen SPD und Grüne auch unter allen Umständen die Flüchtlingsunterkunft an der Sophienterrasse im feinen Harvestehude schaffen und ändern dafür jetzt sogar den Bebauungsplan.