Eimsbüttel

So soll die Osterstraße nach der Umgestaltung aussehen

Neuer Entwurf zeigt: Die Hälfte der Parkplätze fällt weg, Fußgänger bekommen Sprunginseln, der Radverkehr wird auf die Straße verlegt. Der Bezirk lädt Anwohner zur Info-Veranstaltung.

Hamburg. Radwege auf der Straße, weniger Platz für Autos - und dafür mehr für Fußgänger, dazu „Sprunginseln“ für Passanten auf den Mittelstreifen und viel Straßengrün.

Das sind die wesentlichen Elemente für den geplanten Umbau der Osterstraße. Erstmals hat der Bezirk in diesen Tagen einen Entwurf veröffentlicht, der zeigt, wie sich die Hauptschlagader Eimsbüttels verändern soll. Auch die Wünsche der Anwohner sind die Planungen eingeflossen.

Mit der Neugestaltung sollen die jetzt vorhandenen Engpässe behoben werden. Zu häufig sind sich die Verkehrsteilnehmer an Eimsbüttels belebtester Straße in die Quere kommen. Zudem ist die Osterstraße an vielen Stellen veraltet, Fuß- und Gehwege sind uneben - das Straßenbild nach Ansicht vieler schlicht nicht mehr zeitgemäß.

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Sanierung Osterstraße: Die wichtigsten Punkte

- Der Radverkehr soll auf Schutzstreifen auf der Fahrbahn verlegt werden. So soll mehr Platz auf dem Gehweg gewonnen werden.

- Enger wird es für Autofahrer: Etwa die Hälfte aller jetzt vorhandenen Parkplätze fällt weg. Die Parkplätze sollen künftig so angelegt werden, dass sie durch Schilder zu bestimmten Zeiten auch als Anlieferzonen für die Geschäfte dienen können. Zahlreiche Kurzzeitparkplätze sollen für Kunden entstehen.

- Straßenquerungen für Fußgänger: Gepflasterte niveaugleiche Mittelstreifen sollen beim Überqueren der Straße helfen, weil man nicht beide Seiten gleichzeitig abwarten muss, bis die Straße frei is, sondern in der Mitte warten kann. Ampeln sollen nur an den größeren Kreuzungen bestehen bleiben.

- Fast alle Bäume sollen erhalten bleiben. Durch Neupflanzungen soll die Osterstraße sogar grüner werden als vorher.

- Die Metrobuslinie 4 soll weiterhin durch die Straße fahren, allerdings nicht mehr an Haltbuchten sondern auf der Straße halten.

- Die Stadtradstation, die sich bisher an der an der Ecke Heußweg/Eichenstraße befindet, könnte künftig direkt an die Osterstraße verlegt werden. Prüfung läuft!

- Mehr Fahrradstellplätze: Rund 400 neue Fahrradbügel sollen künftig aufgestellt werden. Insgesamt würde es dann an der Osterstraße 670 Stellplätze für Radfahrer geben.

Im kommenden Sommer soll es losgehen

Der Vorentwurf ist jedoch noch nicht endgültig fertig. Derzeit werde der Entwurf mit verschiedenen Dienststellen der Stadt abgestimmt. Rückmeldungen werden bis Anfang 2015 erwartet. Sollte kein erheblicher Änderungsbedarf bestehen, könnten die Arbeiten im Frühsommer 2015 beginnen.

Der Bezirk lädt zudem interessierte Eimsbütteler zu einer Info-Veranstaltung am 28. Oktober um 19 Uhr ins Hamburg-Haus (Doormannsweg 12) ein.