Erweiterung des Eidelstedt-Centers

Der Bürgerentscheid in Eimsbüttel steht

Foto: Roehrbein, Ingo (Hamburg, DEU) / Röhrbein

Kontroverse um Centererweiterung: Die Einwohner stimmen im Mai über die Erweiterung des Eidelstedt-Centers ab. Streit um Grünfläche.

Hamburg. Es war der letzte Versuch, einen Bürgerentscheid in Eimsbüttel zu verhindern. Doch nun endete auch das finale Schlichtungstreffen von Politik, Bürgerinitiative und Investor zur umstrittenen Erweiterung des Eidelstedt-Centers ergebnislos. Damit werden nun alle wahlberechtigten Eimsbüttler Ende Mai aufgerufen sein, über den geplanten Umbau des Einkaufscenters an der Ecke Kieler Straße/ Elbgaustraße abzustimmen. Laut Bezirksabstimmungsleiter Stephan Glunz wird dieser Urnengang etwa 220.000 Euro kosten.

Mit dem nun sicheren Bürgerentscheid soll ein Schlussstrich unter die anhaltende Kontroverse um die Centererweiterung gezogen werden. Ursprünglicher Plan der Verwaltung und der politischen Mehrheit war es, das 1986 erbaute und in die Jahre gekommene Center umfassend zu modernisieren, um für das Stadtteilzentrum rund um den Eidelstedter Platz Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Unter Opferung einer 2600 Quadratmeter großen Grünfläche an der Elbgaustraße sollte das Center erweitert werden, was die Bürgerinitiative Grünes Zentrum Eidelstedt auf den Plan rief. Die Initiatoren sammelten mehr als 10.000 Unterschriften gegen die geplante Erweiterung und setzten sich für den Erhalt der Grünfläche, die aus altem und neuem Baumbestand sowie einem Spielplatz und Sitzmöglichkeiten besteht, ein. Somit wurde ein Bürgerentscheid erwirkt, moderierte Gespräche von der Initiative abgelehnt.

+++ Bezirk will Streit um Eidelstedt-Center bis April schlichten +++

Dennoch trafen sich am Donnerstagabend die Fraktionsvorsitzenden der Bezirksversammlung, fünf Vertreter der Bürgerinitiative sowie drei Investorenvertreter zu einem letzten Kompromissversuch. "Leider konnten wir keine Einigung erzielen", sagte Mechthild Führbaum (SPD), Vorsitzende der Bezirksversammlung. "Immer nur dagegen zu sein ist zu wenig." Die Bürgerinitiative habe die vorgeschlagenen Kompromisse nicht anerkannt, rückte trotz angebotener Ausgleichsmaßnahmen (Spielplatz auf dem Dach, Baumpflanzungen in der Umgebung) nicht davon ab, die Grünfläche zu erhalten. Nun muss die Bezirksversammlung bis zum 30. März den Bürgerentscheid in die Wege leiten. Voraussichtlich Ende Mai wird abgestimmt.