Deutsch-Amerikanischer Freundschaftstag

US-Konsulin: "Auf Deutschland ist Verlass"

Inmi Patterson begrüßt Frauenklub zum Deutsch-Amerikanischen Freundschaftstag im Weißen Haus des US-Generalkonsulats.

Hamburg. Es ist eine schöne Tradition: Zum 58. Mal lud der Deutsch-Amerikanische Frauen-Club Hamburg zum deutsch-amerikanischen Freundschaftstag ins Weiße Haus des US-Generalkonsulats am Alsterufer, um sich bei Sponsoren und Förderern zu bedanken. 200 Gäste kamen, um das Wirken des Klubs zu würdigen und im direkten Austausch neue Pläne zu schmieden.

Inmi Patterson, Generalkonsulin der Vereinigten Staaten in Hamburg und Ehrenpräsidentin des Frauen-Clubs, sagte in ihrer Begrüßung: "Am 6. November wird der neue Präsident der USA gewählt. Präsidenten kommen und gehen. So ist das in unserer Demokratie. Was bleibt, ist die nahtlose Übergabe der Macht und ein funktionierendes System des Rechtsstaats. Und die Verbundenheit der USA zu ihren Partnern, die gewachsenen transatlantischen Beziehungen und insbesondere das Verhältnis zu Deutschland. Die USA können sich auf Deutschland verlassen, weil wir wissen, dass hier Freunde leben, wirkliche Freunde - so wie Sie."

+++ First Lady +++

Dann zog Ruth Naundorf, seit 2008 Präsidentin des Frauen-Clubs, die Bilanz der vergangenen zwölf Monate, in die auch die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Vereins fiel.

Seit 1951 gibt es den Deutsch-Amerikanischen Frauen-Club Hamburg, gegründet nach dem Vorbild der Charity-Vereine in den Vereinigten Staaten, um Gutes zu tun. Amerikanische Frauen, die nach dem Krieg nach Hamburg kamen, waren entsetzt darüber, dass Kinder hier in Kriegstrümmern spielen mussten. Sie wollten beschützte Räume zum Spielen bauen. Insgesamt zehn Spielplatzhäuser konnten in Hamburg zwischen 1953 und 1979 mithilfe von Wohltätigkeitsbasaren und Spendengeldern errichtet werden, sieben von ihnen unterstützt und betreut der Frauen-Club noch heute.

Die Stadt stellt die Erzieherinnen dort. Für die Eltern ist der Besuch ihrer Kinder in diesen Einrichtungen kostenlos, Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe werden angeboten. Ruth Naundorf verwies sehr dezent auf die befürchteten Kürzungen in der offenen Jugendarbeit - in der Hoffnung, der Senat möge diese Orte für Jugendliche in sozial schwachen Gebieten nicht gefährden. Auch der Studentenaustausch zwischen den USA und Hamburg profitiert seit 55 Jahren vom Engagement des Klubs. Davon berichteten Anja Seitz, Marianne Clemens (sie ist mit 99 Jahren das älteste Mitglied und schon seit 1957 dabei) und Barbara Rode, die als Austauschstudentin von Marianne Clemens betreut wurde und heute selbst den Austausch organisiert, und zwei amerikanische Studenten, die in Hamburg studieren.

Den vom Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs organisierten Studentenaustausch unterstützt der Hamburger Frauen-Club mit 7000 Euro jährlich und steht zwei amerikanischen Studenten in Hamburg mit Rat und Tat zur Seite; außerdem profitieren jeweils zwei Studenten aus Rostock vom Marianne-Cramer-Stipendium, gestiftet von Ernst Cramer.

Unter den Gästen: der Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Dressel, Manfred Strack, Amerika-Zentrum, Tashi Takang, Direktor des Park-Hyatt-Hotels Hamburg, Carolin Cords, Leiterin des Ronald-McDonald-Hauses, und Christa Wünsche.