Stunde der Wintervögel

Teilnehmerrekord: So viele Vogelzähler wie noch nie

Der Haussperling ist eine der Arten, die bei der „Stunde der Wintervögel“ am häufigsten gezählt wurde.

Der Haussperling ist eine der Arten, die bei der „Stunde der Wintervögel“ am häufigsten gezählt wurde.

Foto: Nabu

An der Nabu-Aktion haben sich bundesweit 144.000 Menschen beteiligt. Allerdings hatten die Vogelfreunde auffällig wenig zu zählen.

Hamburg. Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ vom Naturschutzbund (Nabu) haben sich so viele Menschen beteiligt wie noch nie. An bundesweit mehr als 100.000 Beobachtungsorten in Gärten und Parks – auch das ist ein neuer Rekord – notierten 144.000 Vogelfreunde am vergangenen Wochenende rund 3,5 Millionen Vögel.

Die Anzahl der gezählten Vögel ist allerdings niedrig: Mit 34,5 Vögeln pro Beobachtungsort sind die Ergebnisse nur noch knapp über dem Minusrekord von vor vier Jahren. Dies könnte zum einen an der großen Zahl von Erstteilnehmern liegen: Aus den Analysen ist bekannt, dass Anfänger im Schnitt weniger Vögel erkennen und notieren als Routiniers, erläutert der Nabu.

Vogelzählung erreicht so viele Teilnehmer wie noch nie

Hauptgrund für den scheinbaren Vogelmangel dürfte allerdings der milde Winter sein. Auch wenn vor allem in den Mittelgebirgen inzwischen einiges an Schnee liegt, finden die meisten Vögel in der freien Landschaft und in den Wäldern noch genügend Nahrung. Der Drang zu den Futterstellen in den Siedlungen halte sich in Grenzen, so der Nabu.

So seien vor allem die Beobachtungsrückgänge bei Meisen und Schwanzmeisen zu erklären. Ähnliches gilt für Kleiber, Kernbeißer, Eichelhäher und Gimpel. Haussperlinge und Rotkehlchen wurden aktuell deutlich häufiger gezählt. Auch Ringeltauben lassen sich vermehrt blicken, ihre Bestände nehmen zu.

Vogelzählungen können online weiter eingereicht werden

Die „Stunde der Wintervögel“ findet seit 2011 jeweils an einem Wochenende Anfang Januar statt. Dabei gilt es, an einem Ort im Siedlungsbereich eine Stunde lang alle seh- oder hörbaren Vögel aufzuschreiben und dann online oder per Post zu melden. Das Beobachtungswochenende ist zwar beendet, Meldungen können aber noch bis einschließlich 18. Januar eingereicht werden. Danach soll es auch die finalen Ergebnisse geben.