Serie Anstoß

TSV Reinbek: Die Euphorie beim Aufsteiger ist riesengroß

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Maurice Herzog
Das Team der TSV Reinbek für die Saison 2022/2023.

Das Team der TSV Reinbek für die Saison 2022/2023.

Foto: Maurice Herzog

Der Bezirksligist aus Stormarn setzt auf einen großen Kader und auf seinen 45-Tore-Sturm. Von was Trainer Rüdiger Neuhaus träumt.

Reinbek.  Die TSV Reinbek ist zurück in der Bezirksliga. Die Begeisterung darüber ist am Mühlenredder riesengroß. „Das war sehr wichtig für den Verein“, ist sich Trainer Rainer Kucera bewusst. „Im Fußballvorstand herrscht eine richtige Euphorie. Das belebt hier alles und macht Spaß: Die Zuschauer kommen und füllen die Anlage an den Spieltagen – das ist schon richtig geil!“ Dennoch bemühen sich Kucera und sein gleichwertiger Trainer-Partner Rüdiger Neuhaus unisono, die Erwartungen nicht zu groß werden zu lassen. „Wir wollen als Aufsteiger kleine Brötchen backen und peilen den Klassenerhalt an“, stellt Neuhaus klar. „Wir müssen in der Staffel erstmal ankommen. Ein einstelliger Platz wäre ein Traum.“

Otremba und Jakubowski, das neue Traum-Duo im Sturm

Prominentester Neuzugang ist Daniel „Taka“ Otremba, der zuletzt für die TuS Dassendorf II stürmte und satte 22 Mal traf. „Das gibt einen Push für die Mannschaft“, ist Kucera überzeugt. Acht Wochen lang habe er an dem Transfercoup gearbeitet. „Dass ,Taka’ bei uns spielt, gibt vielleicht auch das Signal an den einen oder anderen unentschlossenen Spieler, mal bei uns anzufragen.“

Neben Otremba hat die TSV auch weiterhin den besten Torschützen der vergangenen Saison an Bord: Adam Jakubowski. Der Stürmer traf 23 Mal. „Mit Adam fällt und steigt das Niveau“, sagt Neuhaus. „Aber die Qualität einer Mannschaft nur an einem Spieler festmachen zu wollen, ist in der Bezirksliga zu wenig. Alle müssen die berühmten PS auf den Platz bringen, dann haben wir eine schlagkräftige Truppe.“ Um den 45-Tore-Sturm Otremba/Jakubowski dürfte die Stormarner so mancher Konkurrent beneiden.

Zum Saisonstart geht es für die Reinbeker zum Mitaufsteiger Atlantik 97

Der Kader ist nun 27 Mann stark, viel Personal für nur elf Startplätze. „Er ist aber nicht zu groß“, ist Kucera überzeugt. „Wir benötigen jeden dieser Spieler. Der Kader war vergangene Saison ähnlich groß, und es gab Spiele, bei denen wir nur 13 oder 14 Akteure zur Verfügung hatten.“ Lächelnd führt er weiter aus: „Wir zahlen hier nichts an Geldern. Wenn etwas Wichtigeres als Fußball anliegt, gehen die Spieler lieber dorthin. Die Oma hat hier dreimal im Jahr Geburtstag.“

Jeder werde daher in der Saison seine Chance bekommen. „Wir haben etwa fünf Plätze fix in der Startelf“, rechnet Kucera vor. „Drumherum tobt der Konkurrenzkampf.“ Zum Saisonstart geht es für die Reinbeker am Freitag, 29. Juli, zum Mitaufsteiger Atlantik 97 (20 Uhr, Marie-Henning-Weg). Eine Woche später folgt das erste Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger Barmbek-Uhlenhorst II (5. August). Eine neue Liga und ein neues Niveau sind gefordert. „Die Stimmung ist gut, alle ziehen mit“, freut sich Neuhaus. „Wenn das so bleibt und alle ihren Teil beitragen, können wir langfristig in ruhigen Tabellenregionen sein.“

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