Gärtnerei Sannmann

Wo Hobbygärtner eigene Parzellen mieten können

| Lesedauer: 4 Minuten
Lena Diekmann
Ob Möhren oder Mangold: In den Biogärten der Gärtnerei Sannmann in Nachbarschaft zur Kirche St. Pankratius gibt es noch reichlich zu ernten, wie Markus Walkusch-Eylandt (v.l.), Andrea Madadi und Cornelia Brühl zeigen.

Ob Möhren oder Mangold: In den Biogärten der Gärtnerei Sannmann in Nachbarschaft zur Kirche St. Pankratius gibt es noch reichlich zu ernten, wie Markus Walkusch-Eylandt (v.l.), Andrea Madadi und Cornelia Brühl zeigen.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Das siebte Jahr in den Biogärten geht zu Ende. Gärtner und Mieter sind zufrieden sind, doch es gibt 2022 einige Neuerungen.

Hamburg. Die Saison in den Biogärten der Gärtnerei Sannmann geht in den Endspurt: Am Sonnabend, 13. November, geht das siebte Jahr mit einem kleinen Abschlussfest der Parzellengärtner zu Ende.

Und noch immer gibt es auf dem Areal in Sichtweite zur Ochsenwerder Kirche einiges zu ernten: „Es stehen noch reichlich Mangold, Möhren und verschiedene Kohlsorten auf dem Acker“, sagt Cornelia Brühl und hofft, dass in drei Wochen die Parzellen vollständig geleert und die Gemüse gegessen, eingefroren oder eingemacht sind.

Beraterteam der Gärtnerei Sannmann ist mit der Saison 2021 zufrieden

Gemeinsam mit Andrea Madadi aus dem Beraterteam blickt sie zufrieden auf die Saison 2021 zurück: „Wir hatten ein sehr schönes Gemüsejahr mit zufriedenen Gärtnern, reicher Gemüseernte und einer wertschätzenden Atmosphäre auf dem Acker.“

An der Wetterschraube könne hingegen noch gedreht werden, weil zu viel Regen und Kühle vor allem den Tomaten und Kartoffeln nicht gefallen haben. Dafür wuchsen alle anderen Gemüsesorten über sich hinaus und bescherten volle Erntekörbe.

Vom 14. November an wird das Areal mit den 100 Parzellen bis zur nächsten Saison geschlossen. Dann dürfen die Gärten bis zum Frühjahr ruhen und den Bodenlebewesen einen reich gedeckten Tisch bieten.

Andrea Madadi verlässt das Team und orientiert sich beruflich um

„Unsere besten Mitarbeiter, die Regenwürmer, werden sich die Gemüsereste auf den Parzellen schmecken lassen“, sagt Andrea Madadi, die seit Beginn der Biogärten zum Beraterteam gehörte und die Hobbygärtner stets mit Tipps und Rezepten versorgte.

Doch die siebte Saison wird gleichzeitig ihre letzte in Sannmanns Biogärten gewesen sein: Andrea Madadi scheidet nach insgesamt dreizehn Jahren aus dem Team der Gärtnerei Sannmann aus und orientiert sich beruflich noch einmal um.

„Am schönsten war es zu erleben, wie die Leute ihr Verhalten und ihre Ernährung geändert ­haben, wie sie die Pflanzen viel bewusster wahrgenommen haben, wenn sie sie selber angebaut haben“, sagt die 63-Jährige, die sich nun vor allem auf viel Zeit mit ihrer Enkeltochter freut.

Planungen für das kommende Jahr laufen bereits

Nicht die einzige Neuerung, die es im kommenden Jahr in den Biogärten geben wird, denn die Planungen für den Gemüseanbau, die Jungpflanzenbestellung und die Umsetzung der Wünsche der Parzellenmieter laufen bereits auf Hochtouren.

Ein Trend sei dabei klar erkennbar: „Die Hobbygärtner wünschen mehr Selbstständigkeit und eigenen Anbau“, sagt Cornelia Brühl, die weiterhin zum Beraterteam gehören wird. Die 67-Jährige aus Neuengamme gehört ebenfalls seit der ersten Stunde zu den Biogärten: in den ersten Jahren auf Hof Eggers noch selbst als Parzellen-Gärtnerin und seit dem Umzug nach Ochsenwerder im Jahr 2018 auch als Beraterin.

Hobbygärtner können 2022 mehr Gemüsesorten auswählen

Den Wunsch der meisten Parzellenmieter nach mehr Eigenverantwortung und eigenem Anbau von besonderen Sorten wie Süßkartoffeln oder anderen Wunschgemüsen wird die Gärtnerei Sannmann im nächsten Jahr umsetzen.

„Wir werden 15 Gemüsesorten vorpflanzen und ein großes Areal zum Selbst­bepflanzen frei lassen. Für diese Wunschbeete stellen wir den Mietern zu Beginn der Saison ein breites Angebot an Jungpflanzen und Sämereien zur Verfügung. So können alle das pflanzen und säen, was sie am liebsten essen. Dies ist im Preis inbegriffen,“ sagt Markus Walkusch-Eylandt, leitender Gärtner der Gärtnerei Sannmann.

Preise für die Parzellenmiete bleiben 2022 stabil

Im April starten die Bodenvorbereitungen mit Kompostdüngung aus eigener Herstellung, Reparaturarbeiten und Aufstockung der Garten-Geräte. Die nächste Garten­saison startet am 14. Mai 2022 mit der Übergabe der Parzellen und endet am 19. November 2022 mit einem kleinen Abschlussfest in den Gärten.

Es stehen ganze Parzellen zu 45 Quadratmeter und halbe Parzellen zu 22,5 Quadratmeter zur Verfügung. Die Preise bleiben stabil mit 289 Euro für eine ganze Parzelle und 179 Euro für eine halbe Parzelle. Die bewährte Bewässerungs­anlage wird noch einmal optimiert, um das Gießen weiter zu erleichtern.

Buchung der Parzellen ab sofort über die Homepage

Im Geräteschuppen finden die Hobbygärtner alles, was man zum ackern braucht, wie Schubkarren, Gießkannen, Schaufeln, Hacken, Grubber und Spaten. Für die Eimer wird es ein Pfandsystem geben. Kleine Pflanzschaufeln sollte jeder selber im Gepäck haben.

Schon jetzt können Interessierte ihre Parzelle für 2022 über www.sannmanns-biogaerten.de buchen.