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Neue Fahrrad-Reparaturstationen im Bezirk Begredorf

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Bezirksamtsleiter Arne Dornquast testet die Fahrrad-Station auf dem Lohbrügger Markt.

Bezirksamtsleiter Arne Dornquast testet die Fahrrad-Station auf dem Lohbrügger Markt.

Foto: Ulf-Peter Busse

Das Bezirksamt übernimmt die Kosten von 14.000 Euro. Wartungsarbeiten übernimmt eine Firma aus Hamburg-Altona.

Hamburg. Sie sind königsblau und mit allem ausgestattet, was im Fall einer Panne unverzichtbar ist: Drei neue Fahrrad-Reparaturstationen stehen jetzt im Bezirk Bergedorf – auf dem Lohbrügger Markt, am Herzog-Carl-Friedrich-Platz und im Gleisdreieck in Billwerder. Die vierte königsblaue Säule kommt kurzfristig noch an die Südseite des S-Bahnhofs Nettelnburg.

Bezirksamt Bergedorf stellt neue Fahrrad-Reparaturstationen auf

Aufgestellt werden sie auf Anregung der Bezirksversammlung und finanziert mit 14.000 Euro vom Bezirksamt. Das hat aus den schlechten Erfahrungen des BID Alte Holstenstraße gelernt, dessen rote Stationen zwei Jahre nach der Eröffnung durch Vandalismus völlig zerstört sind: „Wir haben mit der Firma Velofit aus Altona einen Wartungsvertrag abgeschlossen. Was defekt ist, wird regelmäßig erneuert“, sagte Bezirksamtsleiter Arne Dornquast, der bei der Einweihung die Fahrrad-Reparaturstation auf dem Lohbrügger Markt gleich an seinem E-Bike testete. Der Service kostet 3060 Euro pro Jahr.

Tatsächlich bietet die blaue Säule bei Plattfuß nicht nur Druckluft samt Adapter für alle gängigen Ventile. Auch Reifenheber, Schraubenschlüssel und sogar Imbus- und Torx-Schlüssel sind vorhanden. Hinzu kommt ein QR-Code, über den diverse Reparaturanleitungen auf das Handy geladen werden können. Eine Aufhänge-Vorrichtung für das defekte Fahrrad komplettiert die Station.

Möglicherweise wird bald ein Schlauchautomat aufgestellt

„Ich bin gespannt, wie die Stationen angenommen und behandelt werden. Bergedorf ist der erste Bezirk, der sowas hat“, sagt Joachim Maack von Velofit. Er könne sich vorstellen, sie mittelfristig um einen Schlauchautomaten zu ergänzen.

Aber längst nicht jeder findet diesen Service gut: „Es ist empörend, dass die Stadt dafür Geld ausgibt. Das ist doch keine staatliche Aufgabe“, meint der Lohbrügger CDU-Politiker Fridtjof Kelber. Der 82-Jährige spricht von einer „völlig falschen Fürsorge“, denn wer ein Fahrrad besitze, „der kann verflixt noch mal selbst dafür sorgen, dass es funktioniert“.

( upb/stri )

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