Online-Diskussion

Der wichtigste Tag für die Planer von Oberbillwerder

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Ulf-Peter Busse
Zwei der wichtigsten Planer des Zukunftsstadtteils Oberbillwerder: Karen Pein (li.) und Sabine de Buhr von der städtischen IBA. 

Zwei der wichtigsten Planer des Zukunftsstadtteils Oberbillwerder: Karen Pein (li.) und Sabine de Buhr von der städtischen IBA. 

Foto: Ulf-Peter Busse

Am Donnerstag, 8. April, stellen sich die Verantwortlichen für die Entwicklung des Zukunftsstadtteils der Kritik der Bürger.

Hamburg. Am kommenden Donnerstag, 8. April, wird der bisher wichtigste Tag für Bergedorfs Zukunfts­stadtteil Oberbillwerder sein: Ab 18.30 Uhr stellen sich Planer und Verwaltung dem Urteil der Bürger. Diese sind ausdrücklich aufgefordert, bei der „frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung“ jetzt ihre Meinung zu sagen.

Oberbillwerder: Zwei Stunden für Infos und Diskussion eingeplant

Zwei Stunden werden für den Diskussionsabend eingeplant, der wegen der Corona-Vorschriften online als Livestream läuft (hamburg.de/bergedorf). Fragen und Statements können vorab eingereicht und auch live gestellt werden. Umfangreiche Informationen zu Oberbillwerder gibt es seit dem 25. März und noch bis 15. April online unter bauleitplanung.hamburg.de.

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Schon in knapp zwei Jahren sollen auf den Wiesen nördlich vom ­S-Bahnhof Allermöhe, vis-á-vis von Neuallermöhe-West, die Arbeiten mit dem Aufschütten des Bodens beginnen. Baustart für die Häuser der später gut 15.000 Oberbillwerder ist voraussichtlich 2026. Zwei Jahre später sollen die ersten Bewohner einziehen, Teile der Einkaufsstraße und vielleicht auch erste Gebäude der 5000 Studenten großen, aus Lohbrügge umziehenden Hochschule zu erahnen sein.

5500 Wohnungen, 700 Reihen- und 200 Einfamilienhäuser sind geplant

Wie das alles aussieht, was Oberbillwerder zum grünen, autoarmen und klimafreundlichen Quartier macht und nicht zuletzt zum Prototyp der „Active City“ werden die Planer am 8. April erklären. Ebenso geht es um den vorgesehenen Mix aus rund 5500 Wohnungen in drei- bis siebenstöckigen Gebäuden, die etwa 700 geplanten Reihen- und Doppelhäuser sowie gut 200 Einfamilienhäuser, die sich vornehmlich am Rand des Stadtteils zur Kulturlandschaft von Billwerder befinden.

Was haben die Nachbarn von Oberbillwerders Infrastruktur?

„Ein solches Projekt kann nur gelingen, wenn es nicht allein Strahlkraft in der Metropole hat, sondern sich als Bereicherung und Gewinn auch für die benachbarten Stadtteile Bergedorf-West und Neuallermöhe in bestehende Strukturen einfügt“, rufen die acht Bergedorfer Bürgerschaftsabgeordneten von SPD und Grünen in einem gemeinsamen Statement zur Beteiligung und auch zu kritischen Nachfragen auf: „Was haben die Nachbarn von Oberbillwerders Infrastruktur? Gibt es so endlich den Lärmschutz für Neuallermöhe? Wie sieht die Verkehrsanbindung aus, wie wird Sand geliefert?“

Ein ungewöhnlicher Vorstoß, sind es doch genau diese beiden Fraktionen, die den neuen Stadtteil gegen heftige Kritik von CDU und Linken durchgesetzt haben. Tatsächlich wird am 8. April erstmals ein Kernproblem Oberbillwerders diskutiert: Seine drei Straßenanbindungen – hier vor allem die geplante Anschlussstelle vom Ladenbeker Furtweg an die Bergedorfer Straße (B 5). Zudem geht es um die erheblichen Eingriffe, die der Bau des neuen Stadtteils in die Kulturlandschaft Billwerder nötig macht.

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