Hamburg

Neubauwohnungen in Bergedorf kaum noch zu bezahlen

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Thomas Voigt
Quadratmeterpreise um 5000 Euro: Entwurf für Wohnneubauten an der Bleichertwiete in Bergedorf

Quadratmeterpreise um 5000 Euro: Entwurf für Wohnneubauten an der Bleichertwiete in Bergedorf

Foto: Thomas Voigt

Laut ImmoScout24 steigen in Bergedorf die Quadratmeterpreise auf 5000 Euro. In Lohbrügge liegt der Preis knapp darunter.

Hamburg. Der Kauf einer Neubau-Eigentumswohnung in Bergedorf und Lohbrügge wird immer schwerer bezahlbar. Die dafür aufgerufenen Preise sind im vergangenen Jahr in Bergedorf um 5,9 Prozent, in Lohbrügge um 6,9 Prozent gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Preisanalyse des Internet-Portals ImmoScout24 hervor. Nach diesen Ergebnissen haben Anbieter im vierten Quartal 2020 für eine neu errichtete Wohnung mit 80 Quadratmetern in Bergedorf einen durchschnittlich Kaufpreis von 408.827 Euro verlangt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 385.948 Euro. In Lohbrügge stieg der Wert im selben Zeitraum von 360.092 auf 384.984 Euro.

Neubau-Eigentumswohnungen werden in Bergedorf immer teurer

Hamburgweit liegen Bergedorf und Lohbrügge dabei noch immer im günstigen Drittel der erwähnten 94 Stadtteile, nämlich auf Platz 67 und 74. Teuerster Stadtteil bleibt unangefochten Harvestehude, wo der Preis noch einmal um 6,6 Prozent von 819.647 auf 873.978 Euro kletterte. Damit ist eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Harvestehude stolze 630.000 Euro teurer als im günstigsten Stadtteil Altengamme. Übrigens gab es nur dort einen leichten Preisrückgang um 0,6 Prozent von 242.692 auf 241.286 Euro, was jedoch aufgrund des schmalen Angebots nicht sehr aussagekräftig sein dürfte. Die größte Preissteigerung notierte ImmoScout24 im Stadtteil Billwerder, nämlich um 12,3 Prozent von 346.806 auf 389.600 Euro.

„Es gab bei vielen Marktbeobachtern die Erwartung, dass die Preissteigerungen von Immobilien mit der Corona-Krise ein Ende finden“, sagt Kristian Kehlert, Marktanalyst bei ImmoScout24. „Doch gerade bei Neubau-Eigentumswohnungen ist das Gegenteil der Fall.“ Die fortgesetzten Preissteigerungen seien ein Indiz für die nach wie vor hohe Nachfrage und belegen nach seiner Einschätzung, dass die Märkte noch nicht ausgereizt sind. Denn ob als Anlageobjekt oder zur Selbstnutzung: „Sein Geld in Betongold zu investieren, ist für viele Menschen gerade auch in unsicheren Zeiten sehr attraktiv.“

Auch in den Vier- und Marschlanden wurde es teurer

Stadtteile der Vier- und Marschlande liegen überwiegend im günstigsten Preisbereich der Erhebung. So schließt sich auf Platz 93 Kirchwerder gleich vor Schlusslicht Altengamme mit 272.828 Euro für eine neu gebaute 80-Quadratmeter-Wohnung an. Aber auch hier wurde es teurer: um 4,4 Prozent von 262.126 Euro im Vorjahr. Ochsenwerder liegt mit 319.131 Euro (plus 6,4 Prozent) auf Platz 87, Spadenland mit 332.844 Euro (plus 9,4 Prozent auf Platz 85, Curslack (350.949 Euro, plus 5,7 Prozent) und Neuengamme (352.309 Euro, plus 8,2 Prozent) landeten auf Platz 78 und 77 der Hamburger Stadtteile. Allermöhe mit 485.928 Euro (plus 7,1 Prozent) ist nach diesen Angaben das teuerste Pflaster im Bezirk Bergedorf.

Im Hamburger Schnitt stiegen die Preise um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Durchschnittlich 490.000 Euro wurden zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 2020 für eine 80-Quadratmeter-Wohnung in der Hansestadt verlangt.

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