Jugendclub

Ein neuer Treffpunkt für Bergedorfs Jugend entsteht

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Thomas Pöhlsen
Im einer Animation ist schon zu erkennen, wie der Neubau des Jugendclubs im Quartier an der Alten Brookwetterung einmal aussehen wird.

Im einer Animation ist schon zu erkennen, wie der Neubau des Jugendclubs im Quartier an der Alten Brookwetterung einmal aussehen wird.

Foto: Privat

Das 2,4 Millionen Euro teure Vorhaben war umstritten., doch nun haben die Bauarbeiten Am Hohen Stege begonnen. Eröffnung im Dezember?

Hamburg.  Nicht nur der Kran zeugt von den Bauarbeiten. Mittlerweile ist auch das Fundament geschüttet, und damit nimmt das Projekt erste Formen an. Ende des Jahres, kurz vor Weihnachten, soll der neue Jugendclub im Quartier mit einer ersten Aktion eröffnet werden, hofft Einrichtungsleiter Jan Posewang.

Mit dem neuen Jugendzentrum Am Hohen Stege wird der Ersatz für das Haus der Jugend (HdJ) im Lichtwarkhaus geschaffen, das dem neuen Körber-Haus weichen musste. Die Einrichtung hat ein vorübergehendes Asyl an der Stuhlrohrstraße gefunden. Die Jugendarbeit bleibt wie im Lichtwarkhaus beim Bezirk angesiedelt.

Baustart für Bergedorfs neuen Jugendtreff sollte schon 2019 sein

„Wir sind gut in den Planungen“, sagt Detlef Trute, Leiter des Fachamtes Sozialraummanagement, nachdem es im vergangenen Jahr noch einige Verzögerungen gab. Eigentlich war der Baubeginn für Sommer 2019 vorgesehen, doch mittlerweile zurückgezogene Proteste der Anwohner und eine Umplanung der Feuerwehrzufahrten ließen den Starttermin nach hinten rücken.

Mitte bis Ende Februar beginnen die Betonarbeiten, so Trute. Im März sollen die Holzrohbauarbeiten starten. Im April soll der Rohbau fertig werden und der Innenausbau beginnen. Wenn die Handwerker Ende September bis Anfang Oktober ihre Arbeit beendet haben, beginnt die große Stunde der zukünftigen Nutzer des Jugendclubs. Denn damit es zu ihrem Jugendzentrum wird, sollen sie sich intensiv in die Ausgestaltung einbringen können, erklärt der Erzieher.

Jugendliche wurden in die Planungen einbezogen

Das bedeutet zum einen aber auch, dass eine zeitliche Planung schwieriger ist, als einfach Aufträge an Handwerker zu vergeben. Zum anderen, so die Idee, gehen Jugendliche sorgsamer mit Bauten um, die sie eigenständig erschaffen haben.

Die zukünftigen Nutzer waren zu drei Beteiligungsverfahren eingeladen worden, in denen sie ihre Vorstellungen zur Einrichtung skizzieren konnten. Aktuell wird im Zwischenquartier an der Stuhlrohrstraße schon kräftig gewerkelt. Der gerade schwer angesagte Vintage-Style hat es auch der Bergedorfer Jugend angetan. So werden etwa ­Sitzmöbel aus Euro-Paletten gezimmert.

Zielgruppe beginnt bei zwölf Jahren und endet bei 21-Jährigen

Eine klassische offene Kinder- und Jugendarbeit will Posewang zusammen mit einem Kollegen anbieten. Die Zielgruppe beginnt bei zwölf Jahren und endet bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 21 Jahren. Ein paar Angebote für Jüngere soll es ebenfalls geben. Der Jugendtreff wird auch mit Blick auf zukünftige Nutzer an diesem Standort gebaut. In Bergedorf-Süd wird kräftig in den Wohnungsbau investiert, etwa mit den Glasbläserhöfen, dem Stuhlrohrquartier sowie am Weidensteg und dem Schilfpark.

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900 Quadratmeter Gesamtfläche und 769 Quadratmeter Nutzfläche wird der Treff haben. 2,4 Millionen Euro kostet das kleine Schatzkästchen für den Nachwuchs, wobei ein Teil aus der Integrierten Stadtteilentwicklung (Rise) kommt.

Über einen Steg können Kajaks zu Wasser gelassen werden

Die Außenfarbe des Gebäudes hat sich geändert. In einem Entwurf war noch ein gedecktes Blau vorgesehen. Jetzt soll es ein freundliches Weiß werden. Den Bedenken der Anwohner wurde Rechnung getragen, in dem die Angebote, mit denen Lärm produziert werden könnte, nun auf der von der Wohnbebauung abgewandten Seite platziert werden.

Dort, an der Alten Brookwetterung, wird das größte Pfund angesiedelt, mit dem das Jugendzentrum wuchern kann. Über einen Steg können Kajaks zu Wasser gelassen werden, mit denen Erlebnis- und Abenteuerfahrten angeboten werden sollen. Es kann über die Dove-Elbe bis auf die große Elbe gepaddelt werden. Ferner stehen mehrere Werkstätten, Arbeits- und Spielräume zur Verfügung.

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