Untersuchung

Bergedorf-West: Wie sicher sind die Schulwege?

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Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule - Wie sicher sind die Schulwege in Bergedorf-West?

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule - Wie sicher sind die Schulwege in Bergedorf-West?

Foto: dpa

Das Bezirksamt hat eine Untersuchung von Schulwegen in Auftrag gegeben. Mögliche Gefahrenstellen sollen ermittelt und beseitigt werden.

Hamburg. Das Bezirksamt Bergedorf hat eine Untersuchung von Schulwegen in Bergedorf-West in Auftrag gegeben, um mögliche Gefahrenstellen zu ermitteln und diese beseitigen zu können. Grüne und SPD hatten bereits im Januar 2019 einen Antrag beschlossen und das Bezirksamt aufgefordert, mit drei Schulen im Bezirk Schulwegpläne zu entwickeln. Die Wahl fiel nun auf Bergedorf-West, weil die Untersuchung dort in das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (Rise) eingebettet werden soll.

Der ursprüngliche Antrag von Grünen und SPD sah vor, dass das Bezirksamt ein Büro mit der Erstellung der Schulwegpläne beauftragt. Dabei sollten die Schulwege auf Basis der Erfahrungen von Schülern, Eltern sowie von Expertenwissen der Polizei betrachtet und die vorhandenen Gefahrenpunkte und Engpässe identifiziert werden. Auf dieser Grundlage könnten dann Pläne für bauliche Veränderungen entwickelt sowie Vorschläge für Alternativrouten gemacht werden.

Grundschule und eineweiterführende Schule beteiligt

Nachdem zwei Jahre ins Land gezogen waren, hakte die CDU nach und erfuhr vom Bezirksamt, dass die Untersuchung nun in diesem Jahr in dem Rise-Gebiet durchgeführt werden soll. Die erforderliche Ausschreibung fand demnach im 2. und 3. Quartal 2020 statt. Der Auftrag wurde im 4. Quartal an die Hamburger Büros Tollerort entwickeln & beteiligen und SBI Ingenieure vergeben.

Statt drei sollen an der Untersuchung zwei Schulen beteiligt werden: eine Grundschule sowie eine weiterführende Schule innerhalb des Projektgebietes Bergedorf-West. Dabei könnten verschiedene Formate wie Wegtagebücher der Schüler im Fuß- und Radverkehr, Rundgänge sowie Befragungen des Elternrates oder der Lehrer einfließen. Die Rückmeldungen sowie Hinweise aus weiteren Vorortveranstaltungen sollen im Anschluss ausgewertet und in einen Maßnahmenkatalog aufgenommen werden.

Jörg Froh (CDU) vermisst beim Vorgehen die Beteiligung der Polizei

Der Zeitraum für die Fußwegeuntersuchung wird voraussichtlich bis Ende des 3. Quartals 2021 andauern. Die Ergebnisse sollen auch im Verkehrsausschuss vorgestellt werden. Das Bezirksamt möchte die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um gemäß der Beschlusslage aus dem Januar 2019 dann mit einer weiteren Schule im Bezirk Bergedorf zum Thema Schulwegsicherheit zu kooperieren.

Jörg Froh (CDU) vermisst in dem Vorgehen bislang die Beteiligung der Polizei: „Die Verkehrserziehung ist sehr gut geregelt in Hamburg, da wird tolle Arbeit geleistet. Das sollte man unbedingt einbeziehen“, betont Froh.

( ld )