Vier- und Marschlande

Führt die Zunahme parkender Pkw zu mehr Unfällen?

Ein vertrautes Bild: Der Süderquerweg ist zugeparkt. Was für Anwohner häufig ein Ärgernis ist, kann für unachtsame Kinder bei der Straßenquerung richtig gefährlich werden.

Ein vertrautes Bild: Der Süderquerweg ist zugeparkt. Was für Anwohner häufig ein Ärgernis ist, kann für unachtsame Kinder bei der Straßenquerung richtig gefährlich werden.

Foto: Thomas Heyen

FDP-Anfrage gibt Aufschluss: Weniger Unfälle als befürchtet, aber Politik warnt vor hohem Gefahrenpotenzial.

Kirchwerder. Um zu erfahren, wie sich die Unfallzahlen im Zusammenhang mit geparkten Autos im Landgebiet entwickelt haben, stellte die Bergedorfer FDP-Fraktion ein Auskunftsersuchen. Die Liberalen befürchteten, dass die Zunahme der Bewohner- und Besucherzahlen einen Einfluss auf die Zahl der Unfälle haben könnte, da Autos vielfach am Straßenrand geparkt werden. Neben einer deutlichen Hemmung des Verkehrsflusses komme es an unübersichtlichen Stellen zu Situationen, die durch Verkehrsteilnehmer als gefährlich empfunden werden, so die Liberalen.

Exemplarisch sei eine wichtige Verkehrsachse wie der Süderquerweg. Dort erlebe er „haarsträubende Situationen“, wenn er seine Kinder morgens zum Bus begleite, berichtet Stephan Meyns (FDP).

Verkehrspolizeichef Axel Kleeberg: „Wir werden weiter nachschärfen“

Die Auswertung der Unfallzahlen ergab, dass sich im Jahr 2019 in­­ allen Stadtteilen des Landgebiets 216 Unfälle ereigneten, darunter 16 mit Personenschaden. Seit 2015 ist diese Zahl nicht signifikant gestiegen. Somit seien es zwar weniger Unfälle als befürchtet, stellt Stephan Meyns fest: „Doch jeder Unfall ist einer zu viel.“

Am Süderquerweg wurden bereits Halteverbote eingerichtet. Bergedorfs Verkehrspolizeichef Axel Kleeberg teilt die Meinung, dass das Problem mit steigenden Bevölkerungszahlen zunehmen werde. „Wir werden weiter nachschärfen“, so Kleeberg.

( (ld) )

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