Hamburg

Grüner Zirkel will Kirchwerder Gutshaus vor Verfall retten

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Die Nordansicht: Das Haus hatte mehrere Vorgänger, die allesamt bei Bränden zerstört wurden.

Die Nordansicht: Das Haus hatte mehrere Vorgänger, die allesamt bei Bränden zerstört wurden.

Foto: Gerhard Deutschmann

Initiative stellt Denkmalschutzersuchen für das fast 170 Jahre alte Gebäude der „Domäne Riepenburg“. Es gibt Pläne für das Gutshaus.

Hamburg.  Das Kirchwerder Gutshaus steht bereits seit fast 170 Jahren am Kraueler Hauptdeich 17. Der Hamburger Stadtbaumeister Johann Hermann Maak, der auch die Lombardsbrücke oder die viertelkreisförmige Wassertreppe vor dem Hamburger Rathaus geplant hat, entwickelte gemeinsam mit Ratszimmermeister Franz Friedrich Fetterlein das im Jahr 1853 gebaute Haus, das zur „Domäne Riepenburg“ gehört.

Dieser Ort gilt als Keimzelle der Besiedlung der Vier- und Marschlande , stand dort einst die mittelalterliche Festung Riepenburg. Davon sind heute nur noch Teile des ehemaligen Ringwalls und Burghügels geblieben – und eben das Gutshaus. Auch wenn es später entstanden ist, ist es doch das einzige noch erhaltene seiner Art im Landgebiet, mahnt der Grüne Zirkel fest.

Sorge um Zukunft des Gutshauses in Kirchwerder

Doch die unabhängige Interessengemeinschaft aus Vierländer Bürgern ist in Sorge um die Zukunft des Gutshauses, das seit zwei Jahren leer steht und zu verfallen droht. Das will der Grüne Zirkel, der sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kulturlandschaft Vier- und Marschlande einsetzt, unbedingt verhindern. Daher haben nun Georg Eggers und Rolf Wobbe im Namen des Grünen Zirkels ein Denkmalschutzersuchen für das Gutshaus an das Denkmalschutzamt gestellt.

„Es erscheint dringend geboten, das Guthaus der ‘Domäne Riepenburg’, um es vor dem Verfall zu retten, zeitnah unter Denkmalschutz zu stellen, damit die Möglichkeit zu behalten, es einer neuen sinnvollen Nutzung zuzuführen“, schreibt der Grüne Zirkel, der darin einen perfekten Ort für eine Informations- und Begegnungsstätte für Jung und Alt erkennt.

Die Domäne Riepenburg ist auch Thema in der Sitzung des Hauptausschusses, der am Donnerstag anstelle der Bezirksversammlung tagt, Die CDU stellte erneut eine Anfrage, um zu erfahren, wer im Besitz der Hoffläche ist. Daraus geht hervor, dass sich die Domäne nach wie vor im Allgemeinen Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg befindet.

Zuständigkeit beim Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen

In der Antwort auf eine CDU-Anfrage im Oktober war angegeben worden, die Hoffläche befinde sich in Privateigentum. Diese Angabe sei durch einen Bürofehler zustande gekommen, gibt das Bezirksamt nun an. Die Zuständigkeit liegt somit beim Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Um zu erfahren, welche Maßnahmen und finanziellen Mittel zur Erhaltung der Domäne in den vergangenen Jahren investiert wurde, müsste daher ein Auskunftsersuchen an die Finanzbehörde gestellt werden.

( ld )

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