Fernsehsendung

Rosalie aus Kirchwerder bei „Klein gegen Groß“

Rosalie aus Kirchwerder (Mitte) tritt in der TV-Show „Klein gegen Groß“ mit Moderator Kai Pflaume (rechts) gegen Entertainer Jürgen von der Lippe (links)  im Dialekte-Duelll an.

Rosalie aus Kirchwerder (Mitte) tritt in der TV-Show „Klein gegen Groß“ mit Moderator Kai Pflaume (rechts) gegen Entertainer Jürgen von der Lippe (links) im Dialekte-Duelll an.

Foto: Thorsten Jander / NDR

Elfjährige misst sich am Sonnabend in der TV-Show mit Moderator Kai Pflaume mit Entertainer Jürgen von der Lippe im Dialekte-Duell.

Kirchwerder/Berlin. In ihrem Heimatdorf Kirchwerder wohnen gut 10.000 Menschen. Etwa 600-mal so viele Leute werden am morgigen Sonnabend vor dem Fernseher sitzen, wenn um um 20.15 Uhr die beliebte Familiensendung „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ mit Moderator Kai Pflaume im Ersten beginnt. Bei der letzten Sendung im Frühjahr schalteten etwa sechs Millionen Zuschauer ein. Sie alle werden dann Rosalie aus Vierlanden kennenlernen. Denn die elfjährige Schülerin vom Gymnasium Lohbrügge ist dann eine der Kinder-Kandidatinnen.

Dialekte-Duell mit Entertainer Jürgen von der Lippe

Zehn Mädchen und Jungs treten in der Sendung – getreu dem Titel „Klein gegen Groß“ – gegen prominente Erwachsene an. In Rosalies Fall ist es Jürgen von der Lippe. Der Moderator und Entertainer und die junge Vierländerin messen sich im Dialekte-Duell. Anhand eines Satzes soll erkannt werden, um welchen deutschen Dialekt es sich handelt: Oecher, Paderborner oder Märkisches Platt? Oder doch eher Hochalemannisch?

Rosalie stellt sich dieser Herausforderung und sagt: „Der Berliner Dialekt hat mir besonders gut gefallen.“ Aber auch das Platt ihrer Heimat hat die Elfjährige gern im Ohr. Den Plattdeutsch-Lesewettbewerb in ihrer Alsterklasse gewann sie im vergangenen Jahr nicht nur auf Schul- und Bezirks-Ebene, sondern landete auch im Finale im Ohnsorg-Theater auf dem ersten Platz. Das brachte sie schließlich zum Fernseh-Duell. Wer dort am Ende gewinnt, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Das Showtalent vom Onkel geerbt

Aufgeregt ist Rosalie vor der Ausstrahlung der Sendung nicht. Vor der Aufzeichnung im Berliner Fernsehstudio Anfang Oktober sah das schon ganz anders aus. „Da war ich sehr doll aufgeregt“, erinnert sich die Elfjährige. Ihre Mama Janina Schmidt, die Rosalie ebenso nach Berlin begleitete wie Papa Stefan und Bruder Aljoscha (7), habe da richtig mit ihrer Tochter mitgelitten, sagt sie.

Doch als es dann darauf ankam und die Kameras liefen, war von Aufregung plötzlich keine Spur mehr. „Das muss sie von ihrem Onkel haben“, sagt Mama Janina. Denn ihr Bruder und somit Rosalies Onkel ist Christopher Garbers, als Mitglied des Pop- und Schlagerduos „Die JunX“ schon seit Jahrzehnten auf der Bühne zu Hause.

Cooles Treffen mit Florian Silbereisen oder Jürgen Vogel

Er wird zu Beginn des Vorstellungsvideos von Rosalie, das Ende August in Kirchwerder gedreht wurde, sogar zu hören sein. Und auch Oma Erika Garbers ist darin zu sehen, wie sie mit ihrer Enkelin Pfannkuchen backt und schnackt – auf Platt versteht sich. Ebenso wird es von Vierlanden einiges zu entdecken geben.

Einziger Wermutstropfen: Ein Besuch von Kai Pflaume, wie er sonst bei den teilnehmenden Kindern üblich ist, musste coronabedingt ausfallen. Dafür habe er sich bei der Aufzeichnung in Berlin aber ausreichend Zeit für die Kinder genommen, sei sehr aufmerksam und nett gewesen, schwärmt Mutter Janina. Die Studioatmosphäre mit zig Kabeln und Kameras, das Treffen der weiteren prominenten Show-Gäste wie Moderatorin Palina Rojinski, Schlagerstar Florian Silbereisen oder Schauspieler Jürgen Vogel – „das war schon ziemlich cool“, sagt Rosalie.

TV-Abend mit den besten Freundinnen und ein paar Chips

Der Ausflug in die schillerende Fernsehwelt ist für die junge Vierländerin aber kein Grund, um abzuheben. Das hellblonde Mädchen mit den langen geflochtenen Zöpfen bleibt bescheiden. Nur ihren besten Freundinnen hat sie bisher von ihrem Auftritt in der Fernsehshow erzählt. Anstatt im großen Kreis mit der ganzen Familie möchte die Elfjährige die Sendung auch lieber ganz in Ruhe mit ihren Freundinnen verfolgen. Gemeinsam auf dem Sofa mit ein paar Chips.