Hamburg. Sie sollen katastrophale Überschwemmungen in den Vier- und Marschlanden verhindern. Doch die Realisierung der Anlagen ist schwierig.

Sie sind schon seit mehr als zehn Jahren geplant, doch noch immer stockt die Realisierung: Drei Schöpfwerke sollen an der Elbe gebaut werden, um die Vier- und Marschlande selbst bei Starkregen und Sturmflut entwässern zu können. Wie wichtig das ist, zeigte sich besonders im Februar 2022, als Dove-Elbe und Gose-Elbe bei einem Binnenhochwasser drohten über die Ufer zu treten und das Landgebiet zu überfluten.

Der Regionalausschuss der Bergedorfer Bezirksversammlung versucht seit Beginn der Planungen, das Projekt voranzutreiben und über den Stand der Dinge informiert zu sein. Mehrfach waren Vertreter der Umweltbehörde (Bukea) in dem Ausschuss zu Gast, aber noch häufiger erntete der Ausschuss eine Absage, wenn wieder einmal ein Behördenvertreter eingeladen war. Nun aber hat sich die Bukea für den nächsten Regionalausschuss angekündigt.

Schöpfwerke: Wie geht es weiter beim Schutz vor Binnenhochwasser?

Die Sitzung am Dienstag, 13. Februar, beginnt um 18 Uhr nicht am gewohnten Ort in der Aula der Schule Fünfhausen-Warwisch, sondern dieses Mal im Großen Sitzungssaal im Bergedorfer Rathaus an der Wentorfer Straße 38. Dabei wird ein Referent der Bukea zum Stand der Dinge referieren. Die Abgeordneten im Ausschuss wird vor allem interessieren, ob und wie es mit dem Grunderwerb in Neuengamme vorangegangen ist.

Dort soll das leistungsstärkste der drei geplanten Schöpfwerke entstehen. Doch ausgerechnet dort stockt seit Jahren der Ankauf von Grundstücken, die für das Bauwerk gebraucht werden. Die Planung der Bukea und des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) sehe vor, bis Ende dieses Jahres die Untersuchungen und den Grunderwerb so weit abgeschlossen zu haben, dass der Planfeststellungsantrag in angepasster Form eingereicht werden könne, erklärte Bukea-Sprecherin Renate Pinzke im vergangenen November.

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Ob dieser Zeitplan noch aktuell ist, soll der Bukea-Referent am Dienstag beantworten. Bürgerinnen und Bürger können bei der öffentlichen Sitzung dabei sein und zu Beginn in der Fragestunde auch Fragen direkt an die Vertreter aus Politik und Verwaltung richten. Zur besseren Vorbereitung sollten die Fragen vorab geschickt werden per E-Mail an ausschussdienst@bergedorf.hamburg.de. Als weiteres Thema steht die Instandhaltung und Pflege von Gehwegen auf der Tagesordnung.