Hamburg. Geschäftsleute und Bergedorfer Verwaltung vereinbaren eine Baustellen-Pause. Wann es los geht und warum Arbeiten im Rückstand sind.

Damit das Einkaufserlebnis in der Bergedorfer Innenstadt auch in der Vorweihnachtszeit möglichst unbeschwert wird, haben sich Geschäftsleute und Verwaltung darauf verständigt, die derzeitigen Bauarbeiten an der Chrysanderstraße vom ersten Adventswochenende an zu unterbrechen. Genauer gesagt packen die Bauarbeiter ab dem 1. Dezember zusammen und präparieren die halb fertige Straße so, dass Besucher des Weihnachtsmarkts und alle anderen die Stelle problemlos passieren und nach Parkplätzen suchen können. Weiter gearbeitet werden soll dann im Januar.

Wie bei einigen anderen Bauprojekten in der Region wie dem Bergedorfer Tor oder der Brückenerneuerung in Boberg auf der B5 bleibt auch das Tiefbauamt nicht von Verzögerungen verschont. Schon der Start der fahrradfreundlichen Umgestaltung war wegen ausbleibender Materiallieferungen etwas nach hinten gewandert. Am 17. Juli 2023 ging es los. Ein Sprecher des Bezirksamts frohlockte: „Der Abschluss der Arbeiten beziehungsweise die Erreichbarkeit der Innenstadt wird vor dem Weihnachtsgeschäft erreicht.“

Bergedorf: Warum die Bauarbeiten an der Chrysanderstraße ruhen

So wird es definitiv nicht eintreffen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Gleich zu Beginn der Arbeiten im Eingang zur Fußgängerzone am Mohnhof wurde ein Hohlraum in der Erde entdeckt, was verzögernd auf die Bauarbeiten auswirkte. Auch ein Bodenaustausch und Probleme mit Leitungen der Versorgungsunternehmen an mehreren Stellen stoppten den Arbeitsfluss.

Deshalb kamen Bezirksamt, Wirtschaftliche Vereinigung WSB und Grundeigentümerinitiative BID Bergedorf schnell überein. Es soll für die Pause eine durchgehende Fahrbahn sowie ein Fußweg auf der Seite zum Gebäude der Bergedorfer Zeitung offen sein. BID-Sprecher Michael Solscher wünscht sich diese „provisorische Zugänglichkeit bis einschließlich Abschluss der Weihnachtsferien am 5. Januar 2024“ – so wie es aussieht, wird diesem Wunsch auch entsprochen.

Statt des bisherigen Kopfsteinpflasters wird Bergedorfer Pflaster verlegt

Die Verantwortlichen im Bezirksamt planen, in der zweiten Januar-Woche die Arbeit an der Chrysanderstraße wieder aufzunehmen und dann auch wieder die Umleitungsstrecke über den Gräpelweg zu reaktivieren. Als neuen Fertigstellungstermin wird nun das erste Quartal 2024 genannt.

Bis zum Adventsurlaub soll bis auf wenige Restarbeiten das Entrée der Fußgängerzone am Mohnhof fertig sein, sodass in den Folgemonaten der Mittelsektor zwischen Fußgängerzone und Feuerwehr fahrradgerecht umgestaltet werden kann. Statt des bisherigen Kopfsteinpflasters wird dann das Bergedorfer Pflaster verlegt sein, das die Räder schont.

Chrysanderstraße wird für 880.000 Euro zur Einbahnstraße

Hintergrund ist, diesen Teil der Chrysanderstraße für Radfahrer beidseitig befahrbar zu machen. Bedeutet: Die Chrysanderstraße wird für 880.000 Euro zur Einbahnstraße mit gegenläufigem Radverkehr. Dafür müssen einige Parkplätze wegfallen.

Auch interessant

Wer Nachfragen oder Hinweise zum Umbau der Chrysanderstraße haben sollte, hat eine Anlaufmöglichkeit. Einfach eine Mai an umbau_chrysanderstraße@bergedorf.hamburg.de schreiben.