Quartiersentwicklung

Wie kann öffentlicher Raum in Oberbillwerder aussehen?

So könnte einer von elf "Mobility Hubs" im neuen Stadtteil Oberbillweder aussehen.

So könnte einer von elf "Mobility Hubs" im neuen Stadtteil Oberbillweder aussehen.

Foto: ADEPT mit Karres + Brands

Für den neuen Stadtteil werden elf "Mobility Hubs" geplant. Hier sollen nicht nur Autos abgestellt werden. Was dahinter steckt.

Hamburg. Die Mobilität soll neu gedacht werden: Dazu rückte jetzt die IBA Hamburg GmbH, Bauträger für den neuen Stadtteil Oberbillwerder, auf einer Fachtagung die sogenannten „Mobility Hubs“ in den Fokus. Online nahmen 350 Menschen aus Behörden, der Privatwirtschaft sowie aus Wissenschaft und Forschung teil.

Unten Platz für Treffpunkte und Läden, oben stapeln sich die Autos

Es geht um die Neugestaltung des öffentlichen Raums – sobald parkende Autos von den Straßen verschwinden. Denn für Oberbillwerder werden gleich elf solcher „Mobility Hubs“ geplant, die als „hybride Stadtbausteine“ an den ringförmig angelegten Straßen liegen. Hier sollen nicht nur die Autos abgestellt werden, betont die IBA: „Die Erdgeschosszonen sind für öffentliche oder gemeinschaftliche Nutzungen vorgesehen und sollen eine Basis-Infrastruktur mit vielfältigen Mobilitäts- und Serviceangeboten bieten.“ Hier ist also auch Platz für Läden (Supermarkt, Bäcker, Kiosk), Bücherhallen, Jugendzentren, Tagespflegeeinrichtungen oder Kulturtreffs.

IBA-Geschäftsführerin Karen Pein spricht gar von „Katalysatoren der Quartiersentwicklung“. Oberbaudirektor Franz-Josef Höing sieht hier „Einen Anlaufpunkt für das tägliche Leben“. Die Formulierung „Philosophie einer integrierten Quartiersentwicklung“ findet Dr. Peter Jakubowski, Abteilungsleiter „Raumordnung und Städtebau“ im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Neuer Stadtteil Oberbillwerder soll mehrere "Mobility Hubs" bekommen

Noch scheint alles Theorie, suggeriert dieser Satz der IBA: „Betrieblich-organisatorische Fragestellungen wurden ebenfalls betrachtet und themenbezogen aufgegriffen.“ In jedem Fall aber machten sich die Planer Gedanken über die architektonische und städtebauliche Umsetzung – mit Augenmerk auf die nachhaltige Gebäudenutzung. Ein ausgeschriebener Wettbewerb möge zu einem wirtschaftlich und sozial tragfähigen Konzept führen, damit der erste „Mobility Hub“ auf Wunsch „möglichst nach Herrichtung der Flächen direkt in den Bau gehen kann“.

( stri )

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