Ehrenamt

Ab sofort besonderen Lesungen per Telefon lauschen

| Lesedauer: 2 Minuten
„Wir würden diese Lesungsreihe gern ausbauen und suchen dafür noch engagierte Vorleser und Ideengeber“, sagt Morten Jendryschik, Körber-Stiftung

„Wir würden diese Lesungsreihe gern ausbauen und suchen dafür noch engagierte Vorleser und Ideengeber“, sagt Morten Jendryschik, Körber-Stiftung

Foto: Anne Strickstrock / BGZ / Anne Strickstrock

Die Körber-Stiftung hat einen kreativen Weg gefunden, um Bergedorfern auch während der Pandemie Unterhaltung anzubieten.

Hamburg. Trotz Abstandsregeln und andauernder Einschränkungen Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, ist eine große Kunst zu Corona-Zeiten. Die Körber-Stiftung hat nun einen kreativen Weg gefunden, um für Bergedorfer auch während der Pandemie Unterhaltung anzubieten. Ehrenamtliche vom Haus im Park und von den Medienboten der Bücherhallen lesen jeden Dienstag um 16 Uhr Gedichte und Geschichten vor – am Telefon.

Die Zuhörer wählen sich dazu über ihren Telefonapparat in die Lesung ein und können etwa 30 Minuten lang den Texten lauschen. „Vergangenes Jahr mussten ja alle unsere geplanten Veranstaltungen abgesagt werden. Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam wieder etwas für die Menschen organisieren können“, meint dazu Morten Jendryschik, Programmmanager der Körber-Stiftung.

Ehrenamtliche vom Haus im Park lesen Gedichte und Geschichten vor

Das kostenlose Angebot besteht gegenwärtig für die Bewohner der Wohnanlagen der Wichern-Gemeinschaft Reinbek und der Georg-Behrmann-Stiftung, soll nun aber auch Außenstehende erreichen. Die ersten drei Vorlesungen, die bereits gehalten wurden, trafen auf gute Resonanz. Seit dem Auftakt am 23. Februar sind von Mal zu Mal mehr Zuhörer in der Telefonleitung gewesen – und haben die Ablenkung vom coronageprägten Alltag dankend angenommen.

„Unsere Bewohner schätzen die Initiative der Engagierten sehr“, hat Marita Pahl, Leiterin des Hauses Billtal der Wichern-Gemeinschaft Reinbek, nach der ersten Lesung vernommen. Auch die Leiterin der Wohnanlagen der Georg-Behrmann-Stiftung, Ute Loß, bekam positive Rückmeldung, unter anderem von einer Bewohnerin: „Ein purer Genuss, das Vorlesen, wenn man in dieser Zeit der Abgeschiedenheit allein wohnt. Der Dienstagnachmittag wird für mich ein Highlight, auf das ich mich freuen kann.“

Skurriles von Siegfried Lenzund Kindheitserinnerungen

Bei der kommenden Vorlesung am morgigen 16. März können die Zuhörer skurrile Werke von Siegfried Lenz erwarten, am 23. und 30. März geht es dann um die Themen „Frühlingserwachen“ und „Kindheitserinnerungen“. Die Vorlesungsreihe geht mindestens bis Ende des laufenden Monats.

Derzeit überlegt die Körber-Stiftung, wie sie das Angebot erweitern kann. „Wir würden diese Lesungsreihe gerne ausbauen und dauerhaft etablieren, sofern wir auch mehr Publikum erreichen und wir genügend engagierte Vorleser haben“, sagt Morten Jendryschik.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Interessierte Zuhörer, die außerhalb der Wohnanlagen leben und am Programm teilnehmen möchten, können sich unter der Telefonnummer 040/725 70 20 oder per E-Mail an hip@koerber-stifung.de melden. Die Stiftung freut sich zudem über neue Aktive, die sich im Rahmen dieses Projekts engagieren möchten, und ermuntert weitere Interessenten, sich mit neuen Ideen einzubringen.

( hpat )

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