Investition

16,6 Millionen Euro für Bergedorfs Straßen

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Thomas Voigt und Ulf-Peter Busse
Die Kurt-A.-Körber-Chaussee wurde in diesem Jahr aufwendig umgebaut.

Die Kurt-A.-Körber-Chaussee wurde in diesem Jahr aufwendig umgebaut.

Foto: Ulf-Peter Busse

Bezirk Bergedorf plant 15 Projekte im nächsten Jahr. Dreimal freie Fahrt für Radfahrer. Serrahn-Ufer bekommt wieder Hafencharakter.

Hamburg. Die Summe beeindruckt: Knapp 16,6 Millionen Euro werden 2021 und teils 2022 in Bergedorfs Straßen investiert – obwohl der dafür vorgesehene Etat des Bezirksamts nur knapp 1,2 Millionen Euro klein ist. Doch dem Team um Tiefbauchef Lars Rosinski ist es gelungen, von gleich mehreren Hamburger Behörden umfangreiche Zuschüsse für insgesamt 15 Einzelprojekte im Bezirk einzuwerben. Dafür gab es viel Lob vom Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung – und einen einstimmigen Beschluss, genau so zu verfahren.

Wichtigste Maßnahmen sind dabei drei Projekte zur Verbesserung des Fahrradverkehrs und die für den Spätsommer 2021 geplante Umgestaltung der Serrahnstraße am Bergedorfer Hafen. Sobald dort das neue Woolworth-Gebäude mit Kaufhaus, Hotel und großzügiger Gastronomie fertig ist, soll die alte Kaistraße wieder ihren ursprünglichen Hafencharakter bekommen. Dazu wird unter anderem das
Pflaster aufgearbeitet, der Kran von 1902 technisch überholt. Wie berichtet werden dazu die 19 Platanen gefällt. Ziel ist es, das Areal zu einem attraktiven Treffpunkt zu machen. Die Kosten liegen bei 1,9 Millionen Euro, zu denen der Bezirk 700.000 Euro beisteuert.

In Bergedorfs Straßen werden knapp 16,6 Millionen Euro investiert

Die restlichen 450.000 Euro des Bergedorfer Tiefbauetats 2021 fließen in eine der drei großen Radverkehrsmaßnahmen. Mit dem Bezirksgeld werden die ersten 150 Meter der Chrysanderstraße umgestaltet. Sie soll zwischen Mohnhof und Bergedorfer Schlossstraße besser auf die Bedürfnisse der Radler zugeschnitten werden, die dort dann auch gegen die Einbahnstraßenrichtung fahren dürfen. Von Planern und Verkehrspolitikern favorisiert wird derzeit eine Tempo-20-Zone ohne Bordsteine, die in ihrer Pflasterung der angrenzenden Fußgängerzone Sachsentor angeglichen wird. Die Gesamtkosten werden auf 750.000 Euro geschätzt.

Bei den zwei weiteren Bauprojekten für Radler handelt es sich um Lückenschlüsse der Bergedorfer Velorouten 8 und 9. So wird nach den Sommerferien mit dem Bau von Fahrradstreifen begonnen, die den Lohbrügger Markt mit der ­Wilhelm-Bergner-Straße verbinden. Die 750.000 Euro teure Maßnahme sieht die Verkehrsbehörde als letztes Teilstück der Veloroute 8, die vom Bergedorfer Bahnhof über die Lohbrügger Landstraße bis in die Hamburger City führt.

Teilstück soll an die Veloroute 9 angeschlossen werden

Ebenfalls aus dem Etat der Behörde werden die 1,5 Millionen Euro finanziert, die nötig sind, um den Oberen Landweg zwischen Kurt-A.-Körber-Chaussee und Wehrdeich samt Bahnunterführung baulich zum Teilstück der Veloroute 9 zu machen. Nach dem vergleichbaren, gerade abgeschlossenen Umbau der Kurt-A.-Körber-Chaussee soll diese Maßnahme aber erst 2022 in Angriff genommen werden.

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