Hauptausschuss

Zukunftskonzept für Bergedorfer Innenstadt wird entwickelt

Bereits mehrfach wurde gegen die Karstadt-Schließung in Bergedorf protestiert.

Bereits mehrfach wurde gegen die Karstadt-Schließung in Bergedorf protestiert.

Foto: Ulf-Peter Busse

Sachsentor: Arbeit am Zukunftskonzept kann beginnen. Linke kritisiert fehlende Koalitionsoffensive für Erhalt der Karstadthäuser.

Hamburg.  Die Arbeit am Zukunftskonzept der Bergedorfer Innenstadt kann beginnen: Teils einstimmig, teils nur mit den Stimmen der Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Donnerstag grünes Licht gegeben für Gedankenspiele, wie sich Sachsentor und sein Umfeld nach dem Karstadt-Aus im Januar entwickeln sollen.

Einigkeit aller sechs Fraktionen herrschte darüber, dass sehr schnell Ideen entwickelt werden müssen, welche Zwischennutzungen gleich nach der Schließung möglich und erwünscht sind. Dass aber auch schon ein städtebaulicher Wettbewerb für die City ausgeschrieben, sogar Architekturwettbewerbe für mögliche Neubauten auf den Flächen der beiden Karstadt-Immobilien angeschoben werden sollen, traf bei CDU und Linken auf Widerspruch: „Müssen wir denn vom Abriss beider Häuser ausgehen?“, fragte Sven Noetzel (CDU).

Jobs vermisste Mitgefühl für vor der Entlassung stehende Karstadt-Mitarbeiter

Und Lutz Jobs (Linke) vermisste Mitgefühl für die vor der Entlassung stehenden 60 Karstadt-Mitarbeiter: „Wo ist die Koalitionsoffensive für den Erhalt der Häuser? Warum wird nicht gefragt, wieso Wandsbek erhalten bleibt, Bergedorf aber schließen muss?“ Sein Versuch, das Thema zur vertiefenden Diskussion in den Stadtentwicklungsausschuss zu überweisen, scheiterte allerdings an den Stimmen der Koalition.