Unfall in Neuallermöhe

Radfahrerin schwer verletzt – Pöbler stören Rettungseinsatz

Eine 18-Jährige ist in Neuallermöhe von einem Auto erfasst worden. Gaffer behinderten den Einsatz. Polizei rief Verstärkung.

Hamburg. Bei einem Verkehrsunfall in Hamburg-Neuallermöhe ist am Donnerstagabend eine 18-jährige Fahrradfahrerin schwer verletzt worden. Eine 64-jährige Autofahrerin war mit ihrem Seat Leon gegen 20 Uhr auf dem Rahel-Varnhagen-Weg in Richtung Nettelnburger Landweg unterwegs, als sie mit der 18-Jährigen in Höhe des Edith-Stein-Platzes zusammenstieß. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte die Radfahrerin dort eine rote Ampel überfahren.

Bei der Kollision mit dem Fahrzeug prallte die junge Frau mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Seat und verletzte sich schwer. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt am Unfallort wurde die 18-Jährige mit einem Schädel-Hirntrauma und einer Schädelfraktur in ein Krankenhaus eingeliefert und dort stationär aufgenommen, teilte die Polizei am Freitag mit. Lebensgefahr bestehe nicht. Die 64-jährige Seat-Fahrerin erlitt einen Schock.

Aggressive Männer stören Einsatz

Am Rande der Unfallaufnahme kam es allerdings zu erschreckenden Szenen: Eine Gruppe von etwa 10 bis 15 Personen störte den Polizei- und Rettungseinsatz massiv. Sie bedrängten und bepöbelten die Einsatzkräfte und legten laut Polizei "verbal aggressives Verhalten" an den Tag. Die Polizei musste Verstärkung rufen, um die Situation in den Griff zu bekommen.

Ein bereits polizeibekannter 21-Jähriger wurde wegen des Störens von Amtshandlungen zwischenzeitlich sogar in Gewahrsam genommen. Der Rahel-Varnhagen-Weg war während des Einsatzes für etwa eine Stunde voll gesperrt. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes Süd dauern an.

( HA )

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