Verfassungsschutz warnt

Anti-Drogen-Stand in Bergedorf gehört zu Scientology

Der Verfassungsschutz warnt vor Anti-Drogen-Flyern von Scientology

Der Verfassungsschutz warnt vor Anti-Drogen-Flyern von Scientology

Foto: Landesamt für Verfassungsschutz

Verein „Sag Nein zu Drogen“ meldet Infostand für Sonnabend an. Verfassungsschutz vermutet eine bestimmte Absicht von Scientology.

Hamburgs Verfassungsschutz hat erneut vor dem Besuch eines im Stadtteil Bergedorf angemeldeten Infostands des Vereins „Sag Nein zu Drogen – Sag Ja zum Leben“ gewarnt. Hinter dem Veranstalter stecke die verfassungsfeindliche Scientology-Organisation (SO), warnte der Verfassungsschutz am Mittwoch auf seiner Homepage. Der Stand sollte eigentlich schon am 23. Juli aufgebaut werden, wurde dann aber auf kommenden Sonnabend verschoben.

„Scientology versucht es noch einmal“, hieß es vom Verfassungsschutz. Der Infostand lasse auf den ersten Blick auf ein sinnvolles Engagement schließen. „Sag Nein zu Drogen“ sei allerdings eine von vielen Scientology-Tarnorganisationen. Scientology versuche so, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und letztendlich neue Anhänger zu gewinnen.

Erster Termin für Anti-Drogen-Stand abgesagt

Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass der Infostand infolge der öffentlichen Berichterstattung verschoben wurde. Laut Scientology hatte die für den Stand Verantwortliche am 23. Juli lediglich keine Zeit und deshalb um Verlegung gebeten.

Die Warnung des Verfassungsschutzes sei eine „Rufmordkampagne“, sagte Sprecher Frank Busch damals. Mitglieder der Hamburger Anti-Drogen-Gruppe engagierten sich seit Jahren für eine wirksame Drogenaufklärung - und nur um die gehe es bei der Aktion.