Asyl

Minderjährige Flüchtlinge beziehen Container in Bergedorf

Tobias Schmidt

Ab Anfang November erwartet Bergedorf 18 minderjährige Flüchtlinge aus den verschiedensten Ländern. Am kommenden Dienstag werden 13 Container neben dem „Bunten Haus“ aufgestellt.

Hamburg. Sie haben aus der Not heraus ihre Familien verlassen und hoffen in Hamburg auf ein besseres Leben. Bergedorf bereitet sich auf 18 minderjährige Flüchtlinge vor, die ab Anfang November vorerst neben dem „Bunten Haus“ am Ladenbeker Furtweg 13 untergebracht werden.

13 Container werden dafür am kommenden Dienstag aufgestellt: jeweils zwei Flüchtlinge schlafen in einem Container, die weiteren vier sind für Sanitäranlagen, Küche und die Betreuer vorgesehen. Die unbegleiteten Jugendliche sind aus den verschiedensten Ländern nach Hamburg geflüchtet. „Die meisten kommen aus Afghanistan oder Ägypten, aber auch aus Somalia, Marokko oder Syrien“, sagte Angela Braasch-Eggert, Bergedorfs Sozial- und Jugenddezernentin.

Der Landesbetrieb für Erziehung und Betreuung (LEB), der in diesem Jahr schon insgesamt 609 Flüchtlinge aufgenommen hat, kümmert sich um die Betreuung. Die durchschnittlich 16 Jahre alten Jugendlichen lebten bisher alle in einfachen und überwiegend schlechten Verhältnissen. Schulische Bildung haben nur wenige von ihnen genossen. In ihren Heimatländern hatten sie daher keinerlei Perspektiven. „Es wird geschaut, wie hoch der Hilfebedarf ist und welche Unterstützung sie benötigen“, sagte Braasch-Eggert.

Bei einigen Flüchtlingen werden durch Mittelhandknochen-Tests noch die Zweifel an der Minderjährigkeit ausgeräumt. Zudem wird geprüft, ob bereits Familienangehörige in Deutschland sind. Der LEB richtet bereits einen internen Sprachkurs ein, damit die Jugendlichen schnell die deutsche Sprache erlernen und zur Schule gehen können. „Die Flüchtlinge haben zudem überwiegend keine Kulturtechniken. Sie wissen nicht wie man wäscht oder einkaufen geht“, erklärt Braasch-Eggert.

Der Aufenthalt in den Containern ist für drei bis fünf Monate geplant, dann sollen die Flüchtlinge in anderen Einrichtungen untergebracht werden.

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