Tag des Baumes

Bergedorfs Bezirksamtsleiterin ist nun auch Baum-Patin

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Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann nimmt am Tag des Baumes von Rolf Wobbe vom Grünen Zirkel die Patenschaftsurkunde für die Rotbuche entgegen.

Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann nimmt am Tag des Baumes von Rolf Wobbe vom Grünen Zirkel die Patenschaftsurkunde für die Rotbuche entgegen.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Cornelia Schmidt-Hoffmann pflanzt Rotbuche am Eichbaumsee. Nabu fordert am Tag des Baums, Fällungen auf privaten Grund zu erfassen.

Hamburg. Sie wird bis zu 30 Meter groß und auch ebenso breit, trägt grüne Blätter, mag das Klima gern überwiegend feucht und kühl und kann ein stattliches Alter von bis zu 300 Jahren erreichen: Die Rotbuche ist in 2022 zum Baum des Jahres auserkoren worden. Ein etwa 16 Jahre altes Exemplar des Baumes soll nun am Eichbaumsee anwachsen. Bezirksamtsleiterin Cornelia Schmidt-Hoffmann hat dort die Patenschaft für eine junge Rotbuche übernommen und half am Tag des Baumes fleißig dabei, mit einem Spaten wieder die Erde auf den Ballen zu bringen. „Es ist meine erste Baumpatenschaft und ich hoffe, dass er nun richtig gut gedeihen wird“, sagt Cornelia Schmidt-Hoffmann.

Pflanzaktion am Tag des Baumes soll Zeichen setzen

Am Tag des Baumes hatte der Grüne Zirkel Vier- und Marschlande die Pflanzaktion zum sechsten Mal organisiert. „Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen für die Wertschätzung von Bäumen“, sagte Rolf Wobbe vom Grünen Zirkel, der der Bezirksamtsleiterin eine offizielle Patenschaftsurkunde überreichte.

„Ab heute erfüllt dieser Baum seinen Zweck, Sauerstoff zu spenden und Kohlenstoffdioxid zu absorbieren“, sagt Rolf Wobbe. Zudem wird der Baum irgendwann Schatten spenden, der Naherholung dienen und zahlreichen Tierarten Lebensraum bieten. Wegen ihrer bodenerneuernden Eigenschaft werde die Rotbuche im Volksmund auch Mutter des Waldes genannt, erklärte Rolf Wobbe.

Nabu fordert mehr Transparenz bei privaten Baumfällungen

Der Nabu Hamburg nahm den Tag des Baumes zum Anlass, um von den Hamburger Bezirksämtern eine jährliche Statistik über Fällungen auf privatem Grund zu fordern. Während es für Straßenbäume bereits ein etabliertes und transparentes System gebe, blieben für Baumverluste auf privaten Flächen nur grobe Schätzungen.

„Baumfällungen und Grünverluste werden in der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt und sehr emotional begleitet. Daher muss Klarheit über die tatsächlichen jährlichen Baumverluste geschaffen werden, über die bisher in der Öffentlichkeit nur spekuliert wird“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender des Nabu Hamburg.

Der Bezirk Altona gehe mit gutem Bespiel voran, wo Fällungen auf Privatgrund monatlich sowie pro Jahr bilanziert werden. „Damit kann jede Fällung, der Fällgrund und deren Ersatz nachvollzogen werden“, stellt der Nabu fest. Cornelia Schmidt-Hoffmann betont, dass im Bezirk Bergedorf kein Baum ohne triftigen Grund gefällt werden dürfe: „Die Regeln sind da sehr restriktiv.“

( ld )

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