Bergedorfer Schifffahrtslinie

Flussreise: Eine entschleunigende Art des Reisens

| Lesedauer: 3 Minuten
Lena Diekmann
Wieder an Land: Birgit und Frank Bode aus Hannover bei der Rückkehr von ihrer Flussreise mit der „Serrahn Queen“.

Wieder an Land: Birgit und Frank Bode aus Hannover bei der Rückkehr von ihrer Flussreise mit der „Serrahn Queen“.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Das Ehepaar Bode fuhr mit der „Serrahn Queen“ vom Spreewald und von Amsterdam aus nach Bergedorf. Jetzt fehlt noch Prag.

Hamburg. Es war sein Wunsch, dreimal mit dem Schiff in seine Heimatstadt einzufahren. Zweimal ist es Frank Bode nun schon geglückt: Gemeinsam mit seiner Frau Birgit fuhr der gebürtige Hamburger, der mittlerweile seit neun Jahren in Hannover lebt, mit der „Serrahn Queen“ der Bergedorfer Schifffahrtslinie vom Spreewald sowie von Amsterdam aus bis nach Bergedorf. Und das innerhalb von nur vier Wochen: „Viel Zeit zu Hause blieb uns dazwischen nicht“, sagt Frank Bode.

Eigentlich hatte das Paar in diesem Sommer sogar drei Flussfahrten auf der „Serrahn Queen“ gebucht, doch die Reise nach Prag musste wegen des hohen Inzidenzwertes in der tschechischen Hauptstadt abgesagt werden. Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, denn die dritte Schiffseinfahrt nach Hamburg hat das Ehepaar schon fest im Blick: Da es für das kommende Jahr schon andere Pläne hat, soll es im Sommer 2023 so weit sein.

Maximal 50 Personen können bei den Flussfahrten dabei sein

Insgesamt 15 Tage verbrachte das Paar an Bord, geschlafen wird jeden Abend in einem Hotel. Es habe ihnen gut gefallen, in einer kleinen Gruppe mit dem Schiff unterwegs zu sein, berichtet der 72-Jährige, der die Bergedorfer Schifffahrtslinie vor etwa 15 Jahren bei einer Fahrt über die Dove-Elbe kennenlernte. Maximal 50 Personen können bei den Flussfahrten dabei sein. Trotzdem finde man an Deck immer jemanden zum Klönen, während die Landschaft an einem vorüberziehe, berichtet Frank Bode, der in Niendorf aufgewachsen ist und zuletzt am Hafen gewohnt hat. „Es ist eine unheimlich entschleunigende Art zu reisen“, schwärmt Frank Bode.

Besonders beeindruckt hätten ihn Großschleusen oder auch das Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck, wo es mit dem Schiff innerhalb von drei Minuten 38 Meter herunter – oder auch herauf geht. Ebenso habe ihn die Seenlandschaft rund um Berlin gefallen. „Ich hatte vorher gar keine Vorstellung davon, wie schön das ist“, sagt er.

Vom 16. bis zum 20. September geht es über den Kanal nach Berlin-Mitte

Im September wird die „Serrahn Queen“ noch zweimal zu einer mehrtägigen Flussfahrt ablegen, Start und Ziel ist jeweils die deutsche Hauptstadt. Vom 16. bis 20. September geht es von Bergedorf über den Kanal nach Berlin-Mitte und vom 19. bis 23. September aus der Hauptstadt zurück in den Serrahn. Die Fahrt kostet 999 Euro pro Person, inbegriffen sind unter anderem Hotelübernachtungen, Mittagessen und Bustransfers.

Wer Lust auf eine Flussfahrt mit der Bergedorfer Schifffahrtslinie hat, aber nicht gleich mehrere Tage an Bord verbringen möchte, kann bei einer Fahrt nach Lüneburg dabei sein. Auch das Schiffshebewerk in Scharnebeck liegt dabei auf der Route. Am Sonnabend, 11. September, 9 Uhr, geht es von Bergedorf nach Lüneburg. Statt 129 Euro zahlen Leser unserer Zeitung 99 Euro (inklusive Bustransfer zurück nach Bergedorf, Frühstück und Mittagessen).

Kontakt zur Bergedorfer Schifffahrtslinie: Telefon 040/73 67 56 90; E-Mail info@bergedorfer-schifffahrtslinie.de.

( ld )

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