Auszeichnung

Architektur Preis 2022 – Sie dürfen entscheiden!

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Ebenfalls nominiert: Der Jugendclub Bergedorf

Ebenfalls nominiert: Der Jugendclub Bergedorf

Foto: Sebastian Grundgeier

Gemeinsam mit dem BDA wählen die Leser des Hamburger Abendblatts die Bauten des Jahres. Diese Objekte stehen zur Auswahl.

Hamburg. Der BDA Hamburg Architektur Preis zeichnet alle zwei Jahre besondere Bauten aus, die in den zurückliegenden Monaten in der Stadt entstanden sind – auch nach Jahren entdeckt man unter den preisgekrönten Werken die Gebäude, die die Hansestadt prägen. Ausgezeichnet werden Bauten aus dem Raum Hamburg, „die im Sinne der Hebung der Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt vorbildlich sind“. Denn nur gute Bauten sind wirklich nachhaltig.

Seit Jahren wird zudem der Publikumsarchitektur-Preis vergeben, den Leserinnen und Leser des Hamburger Abendblatts küren. Dafür hat eine hochkarätige Jury des BDA eine Vorauswahl aus den Einreichungen getroffen. Bis Ende September können Sie auf abendblatt.de abstimmen. Die Preisverleihung soll am 24. November 2022, stattfinden.

Architektur Preis 2022 – Jetzt abstimmen

Vor zwei Jahren gewann die denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Pumpstation des Wasserwerks am Falkensteiner Ufer zu Eigentumswohnungen mit großem Abstand den ersten Preis. Mehr als ein Drittel der Stimmen entfiel auf die Waterworks Falkenstein des Architekturbüro Biwermau Dahinter folgte der „Großmarkt-Theater-Pavillon“ von Carmody Groarke und der „U- und S-Bahnhof Elbbrücken“ (Gerkan, Marg und Partner). Noch größer war der Abstand beim Publikumspreis 2018 – er ging mit großen Vorsprung an die Basler Architekten Herzog & de Meuron für die Elbphilharmonie.

Im laufenden Jahr ist das Bewerberfeld bunt gemischt – es finden sich Wohnbauten wie die Nachverdichtung in Hoheluft- West ebenso darunter wie das Pergolenviertel oder der Sportplatzring. Umnutzungen wie im Kolbenhof, beim Bunker in einem Ottenser Hinterhof oder beim Carlsen Verlag bewerben sich wie die Aufstockung einer früheren Sargfabrik in Altona. Öffentliche Neubauten runden das Teilnehmerfeld ab. Dazu zählen das neue Atelierhaus am Lerchenfeld, der Jugendclub Bergedorf oder die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule. Ebenfalls im Rennen ist die Revitalisierung des CCH und die Sanierung der U-Bahn-Station an den Landungsbrücken.

Architektur Preis 2022 – die Vorauswahl

  1. Der in einem Hinterhof in Ottensen gelegene Zivilschutzbunker wurde vom Büro Björn Liese in ein funktionales, flexibles und energieeffizientes Wohngebäude umgewandelt. Dabei wurden in die massiven Außenwände vertikale Fensterbänder eingeschnitten.
  2. Der sensible Umgang mit der historischen Bausubstanz der U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken stand im Fokus der Arbeiten des Büros Trapez Architektur. Mit neu geordneten Einbauten, originalgetreuen Fenstern und Decken erhielt sie wieder ihre offene, klare Struktur.
  3. Im südlichen Bereich des Sportplatzrings in Stellingen ist ein neues Wohnquartier für über 300 Bewohner entstanden. Der rund 190 Meter lange Gebäuderiegel von Gerber Architekten fügt sich harmonisch in die bestehende Struktur ein.
  4. Die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule mit dem „Haus der Jugend“ und der Bezirkssporthalle liegt am Glückstädter Weg. Der dreigeschossige Schulneubau des Stuttgarter Architekturbüros MGF Architekten ist in vier zueinander versetzte Baukörper gegliedert.
  5. Der vom Hamburger Architekturbüro Münch Architekten BDA geplante Jugendclub Bergedorf steht als Solitär am Wasser. Für das nutzungsoffene Low-Budget-Gebäude in Holzbauweise wurde ein einfaches und flexibles Grundriss- und Materialkonzept entwickelt.
  6. In einem historischen Industriegebäude in Altona ist die neue Bürowelt für den Carlsen Verlag entstanden. Das Architekturbüro de Winder Architekten in ARGE mit Stern Architekten wollte die alte Nutzung der Hallen ablesbar lassen und dabei gleichzeitig der neuen Arbeitsumgebung Raum geben.
  7. Das Hamburger Architekturbüro HS-Architekten Schmidt Limmroth Funck Klapsing wagte eine ungewöhnliche Nachverdichtung in Hoheluft-West. Der Wohnungsneubau als drei- bis fünfgeschossiger Riegel grenzt in Teilen direkt an das Nachbargebäude.
  8. Die markante kubische Aufstockung einer ehemaligen Sargfabrik des Berliner Architekturbüros dreigegeneinen besetzt die Ecke an der Schomburgstraße in Altona-Altstadt neu. Die Fassade aus karbonisierter Lärche steht im Kontrast zur hellen Putzfassade des Bestandes.
  9. Die Halle 7 von coido architects aus Hamburg bildet den gewerblichen Schwerpunkt des neuen Quartiers der Kolbenhöfe. Die Sheddachhalle wurde einer „Sanierung light” unterzogen und die altersgemäße Patina des Gebäudes so weit wie möglich erhalten.
  10. Das neue Atelierhaus der HFBK am Lerchenfeld von Winking Froh Architekten aus Hamburg ist als frei stehender Kubus neben dem Haupthaus von Fritz Schumacher konzipiert. Die unterschiedlichen Ausrichtungen erzeugen eine Spannung sowie größere Eigenständigkeit.
  11. Auf Grundlage des Masterplans der Zürcher Architekten E2A und Lichtenstein Landschaftsarchitekten aus Hamburg entsteht in Winterhude mit dem Pergolenviertel das größte Neubauquartier im Bezirk. Die Architektur, die durch den Backstein bestimmt wird, folgt einem Leitbild.
  12. Mit seiner Revitalisierung – gemeinschaftlich geplant von den Hamburger Architekturbüros agn Leusmann und Tim Hupe Architekten – wurde das CCH fit für die Zukunft gemacht. Ein neuer Mantelbau bildet eine Klammer für alle Veranstaltungsräume.

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( ike )

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