„Neustartempfang“

800 Gäste im Grand Elysée – und prominente Redner

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Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hielt ernste "Neujahrsansprache". Doch es gab auch fröhliche Momente.

Hamburg. Der traditionelle Blankeneser Neujahrsempfang, zu dem das Hamburger Stadtmagazin „Klönschnack“ einlädt, hat einen neuen Namen und auch den Veranstaltungsort gewechselt. Nach 19 Jahren im Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee, drei Jahren auf dem inzwischen geschlossenen Süllberg und einer pandemiebedingten Pause kamen am Freitagabend rund 800 Gäste aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft zum „Neustartempfang“ im Grand Elysée an der Rothenbaumchaussee zusammen.

„Wir wollten im Januar die kommunikative Geselligkeit des Blankeneser Neujahrsempfangs im dritten Corona-Jahr nicht in die Elbe fallen lassen und hielten daher eine Verschiebung für geboten, daher dieser Abend als Neustartempfang, denn ohne Optimismus kommen wir nun auch nicht weiter“, sagte Gastgeber Klaus Schümann, der Herausgeber und Chefredakteur des „Klönschnacks“ ist.

Blankeneser Neujahrsempfang heißt nun Neustartempfang

Tradition ist auch, dass prominente Gäste „Neujahrsansprachen“ halten. In diesem Jahr hatten Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sowie Publizist und Unternehmer Hans-Olaf Henkel, der über die Bedeutung der Globalisierung für Hamburg sprach, die Ehre.

FDP-Politiker Kubicki äußerte sich zu einem ernsten Thema. „Ein Krieg tobt vor unserer Tür. Nur zwei Flugstunden von uns entfernt sterben Hunderte, ja Tausende Menschen täglich in einem fürchterlichen Angriffskrieg. Auch wenn es in der Sache unterschiedliche Meinungen gibt, so eint uns doch die Feststellung, dass das Sterben, das Verschleppen, das menschenverachtende Treiben der russischen Truppen in der Ukraine ein schnelles Ende haben muss.“

In Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl an diesem Sonntag in Schleswig-Holstein sagte er: „Es wird ein spannendes Rennen, mehrere Konstellationen sind denkbar.“

Wiedersehensfreude beim Blankeneser Neujahrsempfang

Ansonsten war der Abend geprägt von Wiedersehensfreude. Der Neustartempfang war eine der ersten großen Veranstaltungen nach der Corona-Zwangspause. Netzwerken stand auf dem Programm. Extra aus Bad Aibling war Jost Deitmar angereist. Der langjährige Louis-C.-Jacob-Direktor betreibt dort seit 2018 das Romantik Hotel Das Lindner. Der Wahlbayer kam nicht alleine, er wurde von seinem neuen Lebenspartner Robert Kirchhelle begleitet. Den Privatsekretär hatte der Unternehmer in einem Wirtshaus in München kennengelernt. „Wir sind seit einem Dreivierteljahr zusammen und sehr glücklich“, verriet Deitmar, der auch seinen Sohn Moritz mitgebracht hatte.

Umweltfreundlich mit dem Fahrrad reiste Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg an, die am Sonntag auf eine Delegationsreise nach Tallinn in Estland aufbricht. Stararchitekt André Poitiers wurde von PR-Unternehmerin Friederike Beyer begleitet. Charitylady Hannelore Lay von der Stiftung Kinderjahre berichtete von ihren regelmäßigen Kurztrips mit Hündin Leni nach St. Peter-Ording und freut sich auf ihre nächste eigene Wohltätigkeitsveranstaltung nach den Sommerferien.

Auch gesehen: Justizsenatorin Anna Gallina, Kaffeeunternehmer Albert Darboven, Elysée-Hausherr Eugen Block und Tochter Christina sowie Gastronom Dirk Kowalke.

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