Hamburger Kulturdenkmal

Lässt Hamburg die Mellingburger Schleuse verfallen?

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Die Mellingburger Schleuse muss dringend saniert werden.

Die Mellingburger Schleuse muss dringend saniert werden.

Foto: Andreas Laible

Denkmalverein warnt vor einem Verfall des Hamburger Kulturdenkmals und unterstützt die CDU-Forderung nach Sanierung. Woran es hakt.

Poppenbüttel.  Die Mellingburger Schleuse ist in einem desolaten Zustand. Die seit Jahren aufgeschobene Instandsetzung führt dazu, dass der denkmalgeschützte Holzbau immer weiter verfällt. Nun unterstützt auch der Denkmalverein Hamburg e. V. die Forderung der CDU Alstertal nach einer schnellen Restaurierung. Der Verein hat die Schleuse auf seine Liste „Gefährdete Denkmäler“ gesetzt.

„Die Stadt hat eine Vorbildfunktion im Umgang mit ihren Baudenkmälern. Wenn so bekannte Denkmäler wie die Schleuse vor aller Augen verfallen, hat das eine negative Signalwirkung“, sagt Kristina Sassenscheidt, Geschäftsführerin des Denkmalvereins.

Mellingburger Schleuse ist sanierungsbedürftig

„Mit dem Denkmalverein an unserer Seite steigen die Chancen, dass die geplante Schleusensanierung nun auch mal Wirklichkeit wird“, sagt Wolfgang Kühl von der CDU Alstertal, die sich schon seit Jahren für die Sanierung einsetzt. Die Holzkonstruktion der Wehranlage ist vom permanenten Kontakt mit dem Wasser brüchig und verwittert, etliche Teile sind schon vor längerer Zeit abgestürzt.

Eigentlich sollte die Sanierung der Schleusenanlage am Fuß des gleichnamigen traditionsreichen Ausflugslokals in Poppenbüttel in diesem Frühjahr beginnen, doch sie verzögert sich.

Dennis Thering, der Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Kreisvorsitzende der CDU Wandsbek, hatte erst kürzlich eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt mit der Frage, wie es um die Sanierung steht. Der Senat verwies darauf, dass die Mellingburger Schleuse in einem geschützten Biotop mit hochsensiblem Feuchtbiotop und Auwald und im Überschwemmungsgebiet Alster liege.

Auf Grundlage gesetzlicher Rahmenbedingungen seien umfangreiche Untersuchungen mit entsprechenden Zeitbedarfen erforderlich. „Diese Untersuchungen und die damit verbundenen Abstimmungsprozesse führten dazu, dass sich der Baubeginn verzögert“, hieß es. Der Beginn der Arbeiten sei für Anfang 2023 vorgesehen.

( jes )

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