Jubiläum

Wie die „Zeit“-Stiftung ihren 50. Geburtstag feierte

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Burkhard Schwenker (l.) und Michael Göring.

Burkhard Schwenker (l.) und Michael Göring.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Zu Ehren der Hamburger Stiftung gab es einen Senatsempfang im Rathaus. Ihr Wirken orientiert sich an den hanseatischen Werten.

Hamburg. Die von Gerd Bucerius vor 50 Jahren gegründete „Zeit“-Stiftung hat mehr als 2500 Projekte umgesetzt und finanziert – darunter die Gründung der Bucerius Law School und des Bucerius Kunst-Forums. Seit 1971 seien rund 450 Millionen Euro direkt in die Förderung von Projekten geflossen, sagte eine Sprecherin am Montag in Hamburg. Die milliardenschwere Hamburger Stiftung setzt sich dabei vor allem für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie Bildung, Erziehung und demokratische Presse ein. Am Montagabend wurde die „Zeit“-Stiftung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums mit einem Senatsempfang geehrt.

Das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern für das Gemeinwohl hat in der Hansestadt eine lange Tradition, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) laut Mitteilung sagte. „Mit mehr als 1400 Stiftungen sind wir die Stiftungshauptstadt in Deutschland. Dazu gehört seit 50 Jahren die „Zeit“-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Jubiläum: Stiftung leistet Beitrag für moderne Gesellschaft

Die „Zeit“-Stiftung leistet damit einen großen Beitrag für eine moderne, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Ihr Wirken orientiert sich bis heute an den hanseatischen Werten der beiden Stifter Ebelin und Gerd Bucerius: liberal, weltoffen und dem Gemeinwohl verpflichtet“, so Tschentscher.

Zu den aktuellen Projekten der Stiftung gehört auch das Mentorenprogramm Weichenstellung, bei dem Kinder aus meist bildungsfernen Familien bis zu drei Jahre lang begleitet werden. „Was glauben Sie, wie beglückend es ist, wenn man sieht, wie diese Kinder und Jugendlichen oft schon nach wenigen Monaten aufblühen“, sagte Michael Göring Vorstandsvorsitzender der „Zeit“-Stiftung am Montag laut Mitteilung.

Vermögen der Stiftung liegt bei 1,08 Milliarden Euro

Er ist davon überzeugt, dass Stiftungen gerade außerhalb des Mainstreams, an den jeweiligen Rändern, fördern sollten. „Auf diese Weise tragen Stiftungen dazu bei, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt gelingt. Dieser Zusammenhalt erscheint derzeit stärker gefährdet als je zuvor. Die Mitte, das ist eine alte dialektische Erfahrung, wird stark, wenn an den Rändern investiert wird.“

Das Vermögen der Stiftung beträgt eigenen Angaben zufolge derzeit 1,08 Milliarden Euro. Bei der Gründung der Stiftung hatte Bucerius 100.000 Mark hineingesteckt, später immer wieder gespendet und mit seinem Tod 1995 sein gesamtes Erbe der Stiftung vermacht.

( HA )

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