Sozialbehörde

Winternotprogramm startet im November mit neuem Standort

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Immer wieder erfrieren Obdachlose in Hamburg im Winter (Symbolbild).

Immer wieder erfrieren Obdachlose in Hamburg im Winter (Symbolbild).

Foto: Imago/ Chris Emil Janßen

Die Stadt stellt obdachlosen Menschen in Hamburg circa 1000 Übernachtungsplätze zur Verfügung – diesmal auch in einem Hotel.

Hamburg.  Am 1. November beginnt wieder das Winternotprogramm für obdachlose Personen in Hamburg. Wie die Sozialbehörde am Montag mitteilte, sollen etwas mehr als 1000 Übernachtungsplätze zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch 300 an einem neuen Standort, dem Hotel Plaza Inn Moorfleet an der Halskestraße.

400 barrierefreie Plätze gibt es am Standort an der Friesenstraße 22, rund 100 weitere Schlafmöglichkeiten werden in Containern an Kirchen und Hochschulen eingerichtet. Bis zu 224 Plätze sollen optional in der Schmiedekoppel zur Verfügung stehen, um bei hoher Auslastung eine pandemiegerechte Unterbringung zu ermöglichen. Im Juni dieses Jahres war die Obdachlosenunterkunft an der Kollaustraße in Lokstedt geschlossen worden, die bis dahin für das Winternotprogramm genutzt wurde.

Schutz für obdachlose Hamburger

Das Programm soll obdachlose Menschen vor der Witterung und dem Erfrieren schützen, die Standorte werden im Auftrag der Stadt von Fördern & Wohnen betrieben. In der Regel stehen Zwei- und Dreibettzimmer zur Verfügung.

Für besonders gefährdete, gesundheitlich eingeschränkte und psychisch beeinträchtigte Menschen sollen insgesamt 80 Einzelzimmer vorgehalten werden. Tagsüber werden die Unterkünfte gelüftet und gereinigt. Bis Ende März 2022 sollen die Standorte des Winternotprogramms die ganzjährig geöffneten Übernachtungsstätten ergänzen: Im „Pik As“ gibt es 330 Plätze für Männer, an der Hinrichsenstraße können sich bis zu 60 obdachlose Frauen aufhalten.

1900 Menschen in Hamburg obdachlos

In Hamburg leben schätzungsweise etwa 1900 Menschen ohne Obdach. Im vergangenen Winter sind nach Angaben von Obdachlosenorganisationen mindestens zwölf Personen auf Hamburgs Straßen verstorben. Wegen der anhaltend niedrigen Temperaturen war auch das Notprogramm zeitweise ausgeweitet und die Unterkünfte auch tagsüber geöffnet worden.

( kwr )

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