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S-Bahn Hamburg investiert in besseren Service

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Die digitalen Anzeigetafeln sollen deutlich mehr Informationen bieten als bisher.

Die digitalen Anzeigetafeln sollen deutlich mehr Informationen bieten als bisher.

Foto: Christian Charisius / dpa

Mit besseren Info-Angeboten und mehr Komfort soll Hamburg zur "digitalen Modellstadt Europas" werden, so der Verkehrssenator.

Hamburg.  Wäre es nicht praktisch, auf dem Weg zum Büro in der S-Bahn bequem arbeiten und den Laptop aufladen zu können? Oder unterwegs bei Fragen zu Verkehrsanschlüssen sofort eine Antwort zu erhalten? Für diese und weitere Anliegen der Fahrgäste hat die Hamburger S-Bahn Lösungen entwickelt.

Die technischen Neuerungen wurden in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit Fahrgästen erarbeitet. „Der am zweithäufigsten genannte Grund, weshalb manche nicht gerne S-Bahn fahren, ist, dass sie sich nicht auskennen und zum Beispiel nicht wissen, wo sie umsteigen sollen“, berichtet HVV-Chefin Anna-Theresa Korbutt.

HVV: Mit mehr digitalen Angeboten zu mehr Komfort

Nun sollen digitale Informationsangebote das Bahnfahren effizienter und komfortabler machen. Zum Beispiel mit einem sogenannten Chatbot, der mithilfe von künstlicher Intelligenz den Kunden bei Fragen, etwa zu Streiks oder Aufzügen, Antworten sofort auf ihr Smartphone liefert.

Auch die Anzeigetafeln in Bahnhofshallen, auf Bahnsteigen und in Zügen sollen mehr darstellen als nur Abfahrtszeiten. Nämlich wie lange es zum richtigen Gleis dauert, wie voll die Bahn sein wird, und auf welche Verbindungen man bei Betriebsstörungen wechseln kann. Die technische Ausstattung für diese Informationen besteht schon teilweise und wird Anfang 2022 ausgebaut – für 15 Millionen Euro.

HVV: „Ideenzug“ zeigt Zukunft der S-Bahn in Hamburg

„Wir wollen Hamburg zur digitalen Modellstadt Europas machen“, sagt Verkehrssenator Anjes Tjarks. Der öffentliche Nahverkehr müsse als „Rückgrat der Mobilitätswende“ inklusiv sein. Das heißt: Informationen zum Hören und Sehen. Ansagen aus der Betriebszentrale sollen nicht nur gesprochen sondern auch als Text auf Bildschirmen in den Zügen eingeblendet werden.

Korbutt, Tjarks und S-Bahn-Chef Kay Arnecke präsentierten den „Ideenzug“. Er zeige die Zukunft der S-Bahn: Stehlounges und zusätzliche Sitze in den Viererabteilen sollten mehr Platz in Stoßzeiten bieten. Außerdem macht eine Theke mit Stromanschluss und Internetzugang es möglich, während der Fahrt zu arbeiten. Bildschirme über den Türen zeigen abhängig von der Position des Abteils den schnellsten Weg zu Ausgängen und Verbindungen an. Der Ideenzug wird während des ITS Mobilitätskongress vom 11. bis 15. Oktober durch Hamburg Probe fahren. Ab Dezember soll er in Betrieb gehen.

( hpmj )

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