Carsharing

Neue HafenCity-Bewohner müssen sich Autos teilen

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Cambio-Chef Joachim Schwarz, Senator Anjes Tjarks, Senatorin Dorothee Stapelfeldt, Jürgen Bruns-Berentelg.

Cambio-Chef Joachim Schwarz, Senator Anjes Tjarks, Senatorin Dorothee Stapelfeldt, Jürgen Bruns-Berentelg.

Foto: Laszlo Quast / HA

In Garagen am Baakenhafen und an den Elbbrücken sollen zahlreiche Carsharing-Fahrzeuge platziert werden.

Hamburg. „Für uns als Gesellschaft ist dies ein besonderer Tag“, sagt Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt und dem Geschäftsführer des Mobilitätsservices Cambio stellte er das Konzept für ein quartiersübergreifendes Carsharing-Angebot vor, angesiedelt in den östlichen Quartieren der HafenCity – am Baakenhafen und an den Elbbrücken. Hier hatte die Saga kürzlich erst 180 öffentlich geförderte Wohnungen fertiggestellt (das Abendblatt berichtete).

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dorothee Stapelfeldt besuchte das Baufeld am Donnerstag. Sie äußerte sich über beide Projekte positiv: „Das Wohnen und die Mobilität müssen immer zusammengedacht werden, und genau das tun wir.“

Geringe Kosten für Anwohner ohne eigenes Auto

So soll das Wohnen in den autoarmen Quartieren attraktiv für Menschen aus verschiedenen Einkommensgruppen sein, weil dort private Parkplätze anderen Dingen wie Radwegen und Grünflächen Platz machen werden – pro Wohneinheit sind im Quartier lediglich 0,4 Stellplätze erlaubt.

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Laut Joachim Schwarz, Geschäftsführer der Cambio Mobilitätsservice, wird ein Fahrzeug des Unternehmens jedoch bis zu 13 private Pkw ersetzen. Die Verantwortlichen des Innovationsprojekts versprechen Komfort und vergleichsweise geringe Kosten für Anwohner ohne eigenes Auto. Mit einer App könne man sich Zutritt zu den Tiefgaragen verschaffen, in denen die Fahrzeuge und entsprechende Ladestationen stehen, denn über die Hälfte der Cambio-Carsharing-Flotte wird bereits mit Ökostrom betrieben.

30 Cambio-Ladestationen bis 2028

In den kommenden Jahren sollen es 90 Prozent werden, verspricht das Unternehmen , das seit dem Gründungsjahr durchweg mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet wurde. Auch wird ein zeitweiser Ausbau des Projekts angestrebt. Bis 2028 sollen in der Stadt 30 Cambio-Ladestationen und 100 Fahrzeuge den zukünftig rund 8000 Anwohnern der östlichen Quartiere Baakenhafen und Elbbrücken zu Verfügung stehen.

Der Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Anjes Tjarks, sagte bei der Vorstellung des Projektes, dass er auch in anderen Stadtteilen autoarme Räume schaffen möchte, dies vor allem durch verlässliche ÖPNV-Anbindungen wie durch Carsharing.

Die Zusammenarbeit mit Cambio sieht er als einen Eckpfeiler des Projekts „Smart Mobility HafenCity“, welches sicher auch auf dem ITS Weltkongress im Oktober für viel Gesprächsstoff sorgen wird – dem weltweit größten Netzwerk-Event zu intelligenten Verkehrssystemen und -diensten. Es findet in diesem Jahr in Hamburg statt.

( hplq )

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