Verkehr

Fahrradstadt Hamburg? Ärger um Parkverbot in Blankenese

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Wiebke Lehner
Mit dem Rad durch Blankenese? An einigen Straßen in Hamburgs feinem Stadtteil gilt nun ein Parkverbot für Fahrräder.

Mit dem Rad durch Blankenese? An einigen Straßen in Hamburgs feinem Stadtteil gilt nun ein Parkverbot für Fahrräder.

Foto: imago/Westend61

An mehreren Straßen im Westen der Stadt ist das Anschließen von Fahrrädern nun untersagt. Und was ist mit den Autos?

Hamburg. Neue Parkverbotsschilder in Blankenese sorgen im Netz für Ärger. Denn sie gelten nicht für die vielen Autos in Hamburgs feinem Stadtteil – sondern für Fahrräder. Wie Mike Schlink vom Bezirksamt Altona dem Abendblatt sagte, hatten sich Anwohner zuvor über viele am Gehweg abgestellte Räder beschwert. Da diese ein Hindernis darstellten, ließ das Amt die Schilder installieren.

Wer nun den Baurs Weg, Elbgang, Osterweg, die Strandtreppe oder die Blankeneser Haupstraße entlangradelt, muss beim Abstellen des umweltfreundlichen Gefährts aufpassen. Wo der Gehweg besonders schmal wird, ist das Abstellen der Räder untersagt.

Parkverbot für Fahrräder in Blankeneser Straßen

Der Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ist nicht begeistert: "Das Bezirksamt Altona stellt in Blankenese Parkverbotsschilder für Fahrräder auf, während Autos aber offenbar weiterhin auf dem schmalen Gehweg geparkt werden dürfen", teilte der ADFC via Twitter mit und dokumentierte die Maßnahme mit Fotos.

Auch Nutzerinnen und Nutzer des Kurznachrichtendienstes sind empört. "Wenn, dann sollte man so konsequent sein und nicht nur das Parken von Fahrrädern verbieten, sondern auch dafür sorgen, dass keine Autos auf dem Gehweg stehen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", kommentiert einer. "In der Tat irritierend", bemerkt ein anderer.

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Das Bezirksamt Altona reagierte auf die Kritik, um den Sachverhalt zu klären: "Richtig ist, dass die größeren Einschränkungen durch falsch parkende KfZ ausgehen." Für deren Kontrolle sowie die Einhaltung der StVO sei jedoch die Polizei Hamburg zuständig. Für die Zukunft stellte der Bezirk Alternativen in Aussicht: "Für Fahrräder prüfen wir aktuell Parkmöglichkeiten in der Umgebung, um dem offensichtlichen Bedarf gerecht zu werden."

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