Stadtentwicklung

Umbau des Jungfernstiegs erneut verschoben

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So soll der Junfernstieg nach dem Umbau  aussehen.

So soll der Junfernstieg nach dem Umbau aussehen.

Foto: BSW

Bis der Umbau der Flaniermeile abgeschlossen ist, vergeht mehr Zeit als geplant. Warum das Citymanagement die Verzögerung begrüßt.

Hamburg.  Der rot-grüne Senat will den Jungfernstieg weiter umbauen und zu einem autoarmen Boulevard gestalten. Jetzt steht der Zeitplan dafür fest. So sollen die Arbeiten bis 2023 gebündelt werden, um insbesondere die Belastungen für Handel und Gastronomie und die Behinderungen für den Verkehr möglichst zu reduzieren, wie der Senat am Mittwoch mitteilte.

Darauf haben sich der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) mit Akteuren der Hamburger Innenstadt, wie dem Trägerverbund Projekt Innenstadt, den Business Improvement Districts (BIDs) und dem City Management geeinigt.

Endgültiger Umbau des Jungfernstiegs passiert 2023

Aus sechs einzelnen Maßnahmen wie beispielsweise Arbeiten an den Sielen, der Sanierung des Strom- und Gasnetzes oder dem Ausbau der Velorouten werden „zwei Maßnahmenpakete“ geschnürt. So will Hamburg Wasser zunächst von Frühjahr bis Herbst 2022 die Siele am Gänsemarkt und am Jungfernstieg erneuern.

Im „zweiten Maßnahmenpaket“, wie es heißt, werden dann die restlichen Arbeiten (Gas- und Stromleitungen, Veloroutenausbau) zusammengefasst und mit der endgültigen Umgestaltung des Jungfernstiegs zum autoarmen Boulevard im Jahr 2023 kombiniert. Im Zuge dessen werden auch Teile des Neuen Walls und der Großen Bleichen neu gestaltet, heißt es vom Senat. Zuletzt war der Beginn des gesamten "zweiten Maßnahmenpakets" für 2022 geplant worden.

Jungfernstieg ist bereits weitgehende autofrei

Das Citymanagement begrüße den neuen Zeitplan. Der Jungfernstieg wird die ganze Zeit weiter durch Busse, Taxis und Moias, mit dem Rad sowie über das Schnellbahnangebot erreichbar sein. Noch bis zum 31. Mai hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich unter https://beteiligung.hamburg/jungfernstieg über das Projekt zu informieren sowie Anregungen zur Gestaltung des Jungfernstiegs einzubringen. Mehr als 1000 Beiträge sind dort bereits eingegangen.

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Seit einem guten halben Jahr ist der Jungfernstieg weitgehend autofrei und mit temporären Gestaltungselementen versehen. „Wir wollen die Aufenthaltsqualität dieses besonderen Ortes, der identitätsstiftend für Hamburgs Zen­trum an der Binnenalster gelegen ist, deutlich erhöhen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD).

( inga )

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