Verkehrswende

Hamburg bietet allen 40.000 Beamten Dienstfahrräder an

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Andreas Dey
Tschüs Dienstwagen: Das Unternehmen JobRad will mehr Menschen weg vom Auto hin zum Dienstfahrrad bringen. Jetzt kooperiert die Stadt Hamburg mit JobRad.

Tschüs Dienstwagen: Das Unternehmen JobRad will mehr Menschen weg vom Auto hin zum Dienstfahrrad bringen. Jetzt kooperiert die Stadt Hamburg mit JobRad.

Foto: picture alliance

Neues Angebot startet im Mai. Gratis ist es allerdings nicht – die Leasingrate wird direkt von der Besoldung einbehalten.

Hamburg. Die „Verkehrswende“ steht auf der Agenda des rot-grünen Senats weit oben. In diesem Sinn geht die Stadt mit gutem Beispiel voran und macht ihren rund 40.000 Beamten ein neues Angebot: Dienstfahrräder. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit startet das Projekt am 17. Mai, teilte der Senat mit. Dann könnten sich die Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter, die derzeit in einem aktiven Dienstverhältnis stehen, ein für sie passendes Rad aussuchen und leasen.

Die Stadt arbeitet dabei mit dem Freiburger Dienstleister JobRad zusammen, der nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Arbeitgeber mit über drei Millionen Beschäftigten zu seinen Kunden zählt. In der Praxis sehe das Modell vor, dass die Beamten sich in einem von mehr als 6000 Fachgeschäften und Online-Shops, die mit JobRad kooperieren, ein Rad aussuchen – das kann ein Treckingbike für 600 Euro oder aber ein Pedelec für einige Tausend Euro sein.

Dienstfahrräder: Hamburg kooperiert mit JobRad

In jedem Fall dürfte es aufgrund der großen Mengen, die über JobRad abgenommen werden, deutlich günstiger werden. Die Stadt least das Rad für drei Jahre und überlässt es dem Beamten. Die monatliche Nutzungsrate – deren Höhe vom Wert des Rades abhängt – werde im Rahmen einer Besoldungsumwandlung direkt von den Bezügen einbehalten, so der Senat. Das biete neben einem Beitrag zum Klimaschutz und der Gesundheitsförderung auch steuerliche Vorteile. Versicherung und Wartung sind in der Leasingrate schon enthalten.

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„Mit FHH-Bike haben wir die Möglichkeit für die Bediensteten der Freien und Hansestadt Hamburg geschaffen, ihr Wunschfahrrad oder -pedelec dienstlich und privat zu nutzen“, sagte Jan Pörksen, Chef der Senatskanzlei. „Es ist uns ein Anliegen, das Radfahren als Beitrag zum Klimaschutz noch stärker in das Bewusstsein und den Alltag der Mitarbeitenden zu rücken und damit gleichzeitig zu ihrer Gesundheit beizutragen.“ Pörksen betonte: „Hamburg gehört unter den Bundesländern mit diesem Angebot zu den Vorreitern – auch als Arbeitgeber.“

Schätzung: Bis zu 2000 Beamte machen Gebrauch von Dienstbike

Wie stark das Angebot genutzt wird, sei derzeit schwer vorherzusagen, heißt es im Personalamt. Man schätze, dass etwa 1000 bis 2000 Beamte davon Gebrauch machen werden. Ob das Angebot auch auf die rund 30.000 Tarifbeschäftigten ausgeweitet wird, hängt von den im Herbst anstehenden Verhandlungen zum Tarifvertrag der Länder ab.

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