UKE-Gesundheitsakademie

Medizinexperten geben Antworten auf Gesundheitsfragen

Lesedauer: 4 Minuten
Marc Hasse
In der aktuellen Folge der UKE-Gesundheitsakademie ging es um die Folgen einer Corona-Infektion für Kinder.

In der aktuellen Folge der UKE-Gesundheitsakademie ging es um die Folgen einer Corona-Infektion für Kinder.

Foto: TestKids

Bei der UKE-Gesundheitsakademie halten Hamburger Mediziner Vorträge zu aktuellen Themen auch jenseits von Corona.

Hamburg.  Die Mehrzahl der mit Sars-CoV-2 infizierten Kinder zeigen nach bisherigen Studien einen asymptomatischen oder milden Krankheitsverlauf, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) im März mitteilte. Einige wenige Kinder und Jugendliche erkranken jedoch schwer – und seit dem Frühjahr 2020 berichten Experten von einem noch sehr seltenen Syndrom, das nach einer Corona-Infektion auftreten und eine intensivmedizinische Behandlung notwendig machen kann.

Laut RKI sind die Covid-19-Fallzahlen in allen Altersgruppen zuletzt gestiegen, besonders stark allerdings bei Kindern und Jugendlichen. Müssen wir deshalb mit mehr schweren Verläufen auch bei den Jüngsten rechnen? Wie bedrohlich ist Corona grundsätzlich für den Nachwuchs? Antworten auf diese und viele weitere Fragen soll es in den neuen Vorträgen an der Gesundheitsakademie des Uniklinikums Eppendorf (UKE) geben. Dabei widmen sich Forschende auch drängenden Gesundheitsthemen jenseits von Corona wie der Hautkrebsvorsorge und Gefäßerkrankungen.

Vorträge am UKE zu Corona-Fragen im Livestream

Die etwa einstündigen kostenlosen Abendvorträge beginnen um 18.30 Uhr und werden hier im Livestream übertragen. Zuschauer können während der Veranstaltung per E-Mail an gesundheitsakademie@uke.de Fragen schicken, die dann vor laufender Kamera beantworten werden sollen. Wer nicht möchte, dass sein Name genannt wird, schreibe bitte in die Betreffzeile „anonym“. Die UKE-Gesundheitsakademie findet in Kooperation mit dem Abendblatt statt. Das Programm im Überblick:

12. April: Hautkrebs vorbeugen, früh erkennen und behandeln

Endlich: Die dunkle Jahreszeit ist zu Ende, die Tage werden länger. Sonnenlicht kann die Stimmung aufhellen, und es ist unabdingbar, damit die Haut das für unsere Knochen wichtige Vitamin D bilden kann. Zu viel UV-Strahlung aber fördert das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. „Denn unsere Haut vergisst nichts“, sagt Prof. Christoffer Gebhardt, Leiter des Hauttumorzentrums am UKE. Er wird in seinem Vortrag darüber informieren, wie sich Hautkrebs früh erkennen lässt und welche neuen Therapien es gibt. Neben ihm wird Prof. Stefan W. Schneider, Direktor der Klinik für Dermatologie und Venerologie, erläutern, wie die Haut gesund bleibt und was es zu bedeuten haben kann, wenn sie juckt.

19. April: Gefäßerkrankungen vorbeugen, erkennen und behandeln

Durch unsere Arterien, Venen und die Kapillaren strömt beständig Blut, das den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Was die filigranen Gefäße brauchen, damit dieser Kreislauf reibungslos funktioniert, und was zu tun ist, wenn er ins Stocken gerät, erläutert Prof. Sebastian Debus. Der Chirurg leitet die Klinik für Gefäßmedizin im Universitären Herzzentrum. Er wird über neue Medikamente, katheterbasierte Behandlungsverfahren und neue Operationsmethoden sprechen.

26. April: Covid-19 aktuell – Welche Folgen hat das Virus für unsere Kinder?

Das noch sehr seltene Krankheitsbild trägt einen sperrigen Namen: Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome, kurz PIMS, nennen Mediziner eine Reaktion des Körpers, die bei Kindern und Jugendlichen nach einer Corona-Infektion festgestellt worden ist. Gemeint sind damit starke Entzündungen in diversen Organen, womöglich infolge eines fehlgeleiteten Immunsystems. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hat bisher 260 Kinder und Jugendliche hierzulande registriert, die mit ihren Symptome eine Falldefinition der Weltgesundheitsorganisation erfüllen.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Müssen wir uns auf eine Zunahme solcher Fälle einstellen? Was sind „normale“ Symptome bei Kindern und Jugendlichen bei einer Corona-Infektion? Welche Symptome deuten auf Komplikationen hin? Das erläutert Privatdozent Dr. Robin Kobbe in seinem Vortrag. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, der ein Diplom für pädiatrische Infektiologie an der Universität Oxford erworben hat, arbeitet in der Sektion Infektiologie am UKE.

3. Mai: Nasennebenhöhlen gesund erhalten & richtig behandeln

Die Nase spielt eine wichtige Rolle beim Atmen, sie lässt uns in Düften schwelgen, sie kann anhand eines Geruchs bestimmte Kindheitserinnerungen wecken und uns vor Gefahren warnen, sei es etwa durch faulen Fisch oder einen Brand. Doch all das funktioniert nur uneingeschränkt, wenn unser Riechorgan gesund ist. Was wir vorbeugend dafür tun können und was bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen zu tun ist, darüber spricht in seinem Vortrag Prof. Christian Betz, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am UKE.