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Hamburg eröffnet neuen Pop-Up-Radweg in der HafenCity

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Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) weihte am Sonntag den neuen Pop-Up-Radweg in der HafenCity ein.

Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) weihte am Sonntag den neuen Pop-Up-Radweg in der HafenCity ein.

Foto: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Ein bis zu 3,70 Meter breiter Radstreifen soll für mehr Sicherheit sorgen. Es ist bereits die dritte Pop-Up-Bikelane in Hamburg.

Hamburg. Erfreuliche Nachrichten für Radfahrer: In der HafenCity ist am Sonntagmittag ein neuer Pop-Up-Radweg eröffnet worden. Ab sofort können Radfahrer zwischen dem Sandtorkai und Brooktorkai auf einem eigenen Fahrstreifen mit einer Breite von 2,80 bis 3,70 Metern unterwegs sein – und mehr Sicherheit und Komfort genießen.

„Schon jetzt sind am Knotenpunkt zwischen Sandtorkai, Brooktorkai, bei St. Annen und Osakaallee täglich rund 3000 Radfahrende unterwegs", sagte Anjes Tjarks (Grüne), Senator für Verkehr und Mobilitätswende. "Das entspricht einem Anteil am Verkehrsaufkommen von über einem Drittel – und das auf einer bis heute auf der Nordseite nicht vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur an einem der schönsten Orte der Stadt."

Pop-Up-Radweg in der HafenCity bereits der dritte in Hamburg

Durch den neuen Pop-Up-Radweg könne die Sicherheit für Radfahrer mit vergleichsweise geringen Kosten erhöht werden. Zudem werde so eine gute Verbindung zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburger Südosten geschaffen. "Für Pendler, Fahrradlieferdienste, Ausflügler und Alltagsradler gleichermaßen", sagte Tjarks. "Mehr Radverkehr bedeutet für die Menschen vor Ort auch weniger Lärm und bessere Luft. Insofern zahlt die neue Pop-Up-Bikelane auf die Mobilitätswende, den Umweltverbund und eine verbesserte Lebensqualität ein.“

Der neue Pop-Up-Radweg in der HafenCity ist nach den bereits eröffneten Radstreifen Am Schlump und an der Max-Brauer-Allee die dritte Pop-Up-Bikelane der Stadt und wird zunächst für ein Jahr als zeitlich begrenzter Verkehrsversuch eingerichtet. Zudem wird die Pop-Up-Bikelane hinsichtlich der Auswirkungen auf Rad- und Kfz-Verkehr evaluiert.

Neuerung zwischen Baumwall und Mahatma-Gandhi-Brücke

Auch Kirsten Pfaue, Koordinatorin für die Mobilitätswende, betonte, dass der nördliche Abschnitt der HafenCity vor der Kulisse der historischen Speicherstadt einer der schönsten Orte Hamburgs sei. "Viele Radfahrerinnen und Radfahrer sind schon jetzt zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke täglich unterwegs – obwohl die Radverkehrsinfrastruktur bislang nur unzureichend vorhanden war", so Pfaue. Die neue Pop-Up-Bikelane biete nun ausreichend Platz, um sich sicher und bequem zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburgs Osten zu bewegen und schaffe zugleich den Anschluss ans Radwegenetz Richtung Hamburger Westen.

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"Mit dem neuen Radfahrstreifen verbessern wir nicht nur die Situation für Radfahrende entscheidend, wir trennen auch den Rad- und Fußverkehr zwischen Baumwall und Mahatma-Gandhi-Brücke voneinander und schaffen so mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an einer Stelle, die auch von Fußgängern und Fußgängerinnen stark genutzt wird, um Elbphilharmonie und Dalmannkai zu erreichen", so Pfaue.

Pop-Up-Radweg in der HafenCity kostet 182.000 Euro

Bisher war die Radverkehrsführung Am Sandtorkai (Südseite) zwischen der Wilhelminenbrücke und dem Kehrwiedersteg unterbrochen. Die Folge: Der Radverkehr kam vom Baumwall auf einem Radfahrstreifen an, der dann hinter der Wilhelminenbrücke ausgelaufen ist. Erst ab dem Kehrwiedersteg gab es wieder einen Radweg.

Die Baukosten für den neuen Pop-Up-Radweg betragen 182.000 Euro. In Fahrtrichtung Niederbaumbrücke wird eine Pop-Up-Bikelane in Form eines Radfahrstreifens in Gelbmarkierung auf dem äußeren (rechten) Fahrstreifen aufgebracht. Im Bereich des Kopfsteinpflasters vor der Niederbaumbrücke werden zur Trennung des Rad- und Autoverkehrs sogenannte Markierungsnägel verlegt.

Im Knotenpunkt Brooktorkai/Shanghaiallee wird eine der beiden Linksabbiegespuren in die Shanghaiallee dem Radverkehr zugeteilt, heißt es in der aktuellen Mitteilung der Verkehrsbehörde.

( coe )

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