Verkehr

Grün-Rot will neue Pop-up-Radwege in Eppendorf einrichten

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Thorsten Schmidt, Sprecher der Grünen-Fraktion für Mobilität, an der Kreuzung zwischen Eppendorf und Hoheluft-Ost. Hier soll ein zusätzlicher Radstreifen entstehen.

Thorsten Schmidt, Sprecher der Grünen-Fraktion für Mobilität, an der Kreuzung zwischen Eppendorf und Hoheluft-Ost. Hier soll ein zusätzlicher Radstreifen entstehen.

Foto: Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord

Damit möchte die Bezirkskoalition auch die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. 2011 gab es dort einen schrecklichen Unfall.

Hamburg. Fahrradfahrer sollen bald noch sicherer durch Eppendorf rollen können: Die Koalition aus Grünen und SPD in Hamburg-Nord setzt sich für zusätzliche, von der Fahrbahn abgetrennte Radfahrstreifen – sogenannte Pop-up-Bikelanes – ein.

Auch Fußgänger sollen von den Fahrradstreifen profitieren. An der großen Kreuzung zwischen Eppendorf und Hoheluft-Ost müssten Radelnde regelmäßig vom schmalen Radweg auf den Gehweg ausweichen und gefährdeten auf diese Weise Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Auf dem Weg zur Ampel kreuze der Gehweg zudem den Radweg.

Wie die Grünen-Fraktion Hamburg-Nord am Mittwochabend mitteilte, soll an den folgenden Abschnitten mehr Platz für Radler geschaffen werden:

  • Lehmweg zwischen Löwenstraße und Eppendorfer Baum
  • Eppendorfer Baum zwischen Hegestraße und Eppendorfer Landstraße
  • Eppendorfer Landstraße zwischen Eppendorfer Baum und Haynstraße
  • Lenhartzstraße zwischen Eppendorfer Landstraße und Breitenfelder Straße

Grüne und SPD fordern Pop-up-Radwege in Eppendorf

Thorsten Schmidt, Sprecher der Grünen-Fraktion für Mobilität im Regionalausschuss, bemängelt, dass den Autos sehr viel mehr Platz eingeräumt wird. "Das muss nicht so sein!", sagt er. „Heute geben wir den Menschen den Raum zurück und bringen den Radverkehr in Eppendorf auf die Fahrbahn. So werden die Gehwege endlich fahrradfrei, und vor allem Seniorinnen und Senioren, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich dort wieder sicher fühlen!“

Die Kreuzung am Eppendorfer Baum erlangte 2011 traurige Berühmtheit: Ein Epileptiker hatte hinter dem Steuer einen Anfall erlitten, die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war in eine Fußgängergruppe gerast. Der Sozialforscher Günter Amendt, der Schauspieler Dietmar Mues, seine Frau Sibylle und die Künstlerin Angela Kurrer starben, drei weitere Personen wurden verletzt.

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Über den entsprechenden Antrag der Fraktionen soll am kommenden Montag im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude beraten werden. Die Sitzung findet digital und öffentlich statt.

( cjl )

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