Wandsbek

Keine Lösung für Sanierungsstau im Ortsamt Bramfeld

Axel Ritscher
Luftig und von gestern: Die teils maroden öffentlichen Gebäude auf der Südseite des Bramfelder Marktplatzes stammen aus den 1960er Jahren.

Luftig und von gestern: Die teils maroden öffentlichen Gebäude auf der Südseite des Bramfelder Marktplatzes stammen aus den 1960er Jahren.

Foto: Privat

Rot-grüne Koalition lehnte erneut einen CDU-Antrag ab, der eine Neugestaltung auf der Südseite des Bramfelder Marktplatzes vorsieht.

Hamburg.  Die Sanierung der Randbebauung am Bramfelder Marktplatz muss weiter warten. Die rot-grüne Koalition in der Wandsbeker Bezirksversammlung lehnte erneut einen CDU-Antrag ab, der die Neugestaltung der vier betagten, teilweise auch maroden städtischen Gebäude auf der Südseite des Platzes vorsieht. Obwohl die Regierungsfraktionen einen ähnlichen Vorstoß der CDU im November als „Schritt in die richtige Richtung“ gelobt hatten.

„Wir verstehen das nicht“, sagt der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe. „Denn Rot-Grün präsentiert keine Lösung für die offensichtlichen Pro­bleme.“ Haus der Jugend, Bücherhalle und Ortsamt leiden unter Sanierungsstaus, die Räume der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld platzen schon jetzt aus allen Nähten. Dabei wird in absehbarer Zeit noch die Ausrüstung für die Tunnelbrandbekämpfung der geplanten U 5 hinzukommen.

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Die CDU will einen großen Wurf in einer Gesamtlösung. Sie will prüfen lassen, ob eine koordinierte Sanierung erfolgen oder besser alle Gebäude neu gebaut werden sollten. Rot-Grün aber sieht keinen akuten Handlungsbedarf. Dabei schafft das städtische Wohnungsbauunternehmen Saga bereits Fakten: Sie will als Eigentümerin das Haus der Jugend für zwei Millionen Euro sanieren, sodass das Jugendzentrum damit aus einer Gesamtlösung herausgebrochen wäre.

Ein weiteres Problem der Sanierung: Die Saga ist vertraglich berechtigt, die Modernisierungskosten auf die Miete umzulegen, die das Bezirksamt zahlen muss. Der Sprung um bis zu 6300 Euro im Monat wäre so drastisch, dass er den Jugendhilfe-Etat sprengen würde.

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