Newsblog für den Norden

Verschärfte Maskenpflicht gilt in Hamburg ab Sonnabend

| Lesedauer: 24 Minuten
Ähnlich wie in der Spitaler Straße, wo bereits eine Maskenpflicht zeitweise gilt, sollen auf weiteren öffentlichen Plätzen in Hamburg Einschränkungen folgen (Archivbild).

Ähnlich wie in der Spitaler Straße, wo bereits eine Maskenpflicht zeitweise gilt, sollen auf weiteren öffentlichen Plätzen in Hamburg Einschränkungen folgen (Archivbild).

Foto: dpa/Bodo Marks

Der Überblick: Lehrer und Erzieher im Norden werden ab März geimpft. Weitere Coronavirus-Mutanten in Hamburg nachgewiesen.

Hamburg. "Die Lage ist weiter kritisch. Die Zahlen gehen nicht runter, sondern wieder hoch", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer, Sprecher des Senats, am Dienstag in der Landespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Hamburg. Die Sieben-Tage-Inzidenz war am Dienstag auf 71,4 und am Mittwoch weiter auf 71,9 gestiegen.

Über Lockerungen könne daher nicht gesprochen werden, im Gegenteil: Hamburg verschärft ab Sonnabend die Maskenpflicht. "Überall dort, wo der Abstand von 1,5 Metern auf öffentlichen Plätzen nicht eingehalten werden kann, gilt nun die Maskenpflicht", so Schweitzer. "Erwachsene müssen nun auf Spielplätzen eine Maske tragen." Auch rund um die Alster, an der Elbe, an den Landungsbrücken, am Jungfernstieg und im Stadtpark müsse zukünftig ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Hier geht es zu den aktuellen Corona-Nachrichten für Hamburg und den Norden.

Die wichtigsten Corona-Nachrichten für Hamburg und den Norden am 24. Februar:

Die aktuellen Corona-Fallzahlen aus ganz Norddeutschland:

  • Hamburg: 2311 neue Corona-Fälle (gesamt seit Pandemie-Beginn: 430.228), 465 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (davon auf Intensivstationen: 44), 2373 Todesfälle (+2). Sieben-Tage-Wert: 1435,3 (Stand: Sonntag).
  • Schleswig-Holstein: 1362 Corona-Fälle (477.682), 623 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 39). 2263 Todesfälle (+5). Sieben-Tage-Wert: 1453,0; Hospitalisierungsinzidenz: 7,32 (Stand: Sonntag).
  • Niedersachsen: 12.208 neue Corona-Fälle (1.594.135), 168 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, 7952 Todesfälle (+2). Sieben-Tage-Wert: 1977,6; Hospitalisierungsinzidenz: 16,3 (Stand: Sonntag).
  • Mecklenburg-Vorpommern: 700 neue Corona-Fälle (381.843), 768 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 76), 1957 Todesfälle (+2), Sieben-Tage-Wert: 2366,5; Hospitalisierungsinzidenz: 11,9 (Stand: Sonntag).
  • Bremen: 1107 neue Corona-Fälle (145.481), 172 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 14), 704 Todesfälle (+0). Sieben-Tage-Wert Stadt Bremen: 1422,6; Bremerhaven: 2146,1; Hospitalisierungsinzidenz (wegen Corona) Bremen: 3,88; Bremerhaven: 7,04 (Stand: Sonntag; Bremen gibt die Inzidenzen getrennt nach beiden Städten an).

Gartenmärkte und Zoos öffnen in Mecklenburg-Vorpommern

Neben Friseursalons dürfen in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. März an auch Gartenbaucenter wieder öffnen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 und darunter dürfen auch Kosmetiker, Fußpfleger und Nagelstudios wieder Kunden empfangen. In den übrigen Regionen treten diese Regelungen eine Woche später in Kraft.

Dann dürfen Besucher auch wieder in die Außenbereiche der Zoos kommen. Darauf verständigten sich bei einem weiteren Corona-Gipfel am Mittwoch Landesregierung und Vertreter von Wirtschafts- und Kommunalverbänden. Der Übereinkunft waren mehr als achtstündige zähe Verhandlungen vorausgegangen.

Zudem wurde ein Stufenplan zur Beendigung des Lockdowns vereinbart. Demnach soll der Einzelhandel mit begrenzter Kundenzahl wieder öffnen, sobald landesweit der Inzidenzwert stabil unter 35 liegt. Öffentliche und private Schulen sollen dann generell wieder zum Regelbetrieb übergehen. Etwas später können auch Museen öffnen und Märkte abgehalten werden.

Hamburger Sozialbehörde erläutert schärfere Maskenpflicht

Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde soll die nochmals erweiterte Maskenpflicht an belebten öffentlichen Orten wie der Alster, im Stadtpark sowie auf Spielplätzen ab Sonnabend gelten. Auf Abendblatt-Nachfrage sagte Pressesprecher Martin Helfrich, die entsprechende Verfügung werde noch erstellt und sei „differenzierter“ als eine pauschale Pflicht. So soll das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch an den weiteren öffentlichen Orten ähnlich wie bereits in der Spitalerstraße nur zu bestimmten Zeiten verpflichtend sein.

„Im Kern bedeutet die Regelung vor allem einen Appell, den gesunden Menschenverstand zu nutzen und eine Maske zu tragen, wenn die Abstände nicht mehr eingehalten werden können“, so Helfrich. Dennoch könnten mittelfristig auch Bußgelder drohen, wenn die Regeln missachtet werden.

Hamburger Bürgerschaft beschließt Sondersitzung

Die Hamburgische Bürgerschaft wird am 10. März zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Ergebnisse der anstehenden Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage zu beraten. Einem Antrag von SPD und Grünen sowie CDU stimmte das Parlament am Mittwoch mit großer Mehrheit zu. Ein Antrag der AfD, die die Sondersitzung vor der für Mittwoch (3. März) geplanten Konferenz abhalten wollte, wurde abgelehnt.

Lesen Sie auch:

In der Debatte zuvor verteidigte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard die Zurückhaltung des rot-grünen Senats hinsichtlich einer Lockerung der Corona-Maßnahmen. Auch Stufenpläne brächten wenig, wenn sie aufgrund aktueller Entwicklungen in der Pandemie zurückgenommen werden müssten, sagte sie. Zuvor hatte unter anderem die CDU einen mit den anderen norddeutschen Ländern abgestimmten Lockerungsplan gefordert, um Planbarkeit für die Wirtschaft zu schaffen.

In Kiel geht es am Freitag um Corona-Lockerungen

Schleswig-Holsteins Landesregierung will am Freitag bereits angekündigte weitere vorsichtige Corona-Lockerungen beschließen. So sollen ab 1. März Blumenläden, Gärtnereien sowie Gartenbaucenter wieder öffnen, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Mit entsprechenden Hygienekonzepten dürfen dann auch wieder Friseure und Anbieter anderer körpernaher Dienstleistungen wie Bart- und Nagelpflege ihre Läden aufsperren.

Sportanlagen dürfen den Plänen zufolge von Montag an bei Einhaltung der Kontaktregeln für Individualsport öffnen. Darunter fällt beispielsweise auch ein Tennismatch im Einzel. Außerdem sollen die Tierparks, Wildparks, Aquarien und Zoos ihre Außenbereiche wieder öffnen können.

FC St. Pauli sammelt 67.500 Euro Spenden für Obdachlose

Der FC St. Pauli rief wegen des anstehenden Winters und der besonderen Situation durch Corona im November 2020 dazu auf, für obdachlose Menschen rund um das Millerntor Stadion und auf St. Pauli zu spenden. Bei der Aktion kamen insgesamt 67.500 Euro zusammen, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

Interview zur Hotelunterbringung von Obdachlosen

"50.000 Euro ermöglichen zehn Personen im Hotelprojekt von Alimaus, Hinz & Kunzt, Diakonie und Caritas seit Dezember bis Ende April einen sicheren Winter – inklusive Verpflegung und professioneller Beratung und Betreuung", heißt es in der Mitteilung des Vereins. Die restlichen 17.500 Euro gehen an den Verein "Leben im Abseits", der Obdachlose in psychischen und physischen Krisen ebenfalls eine Unterbringung in einem Hotel ermöglicht.

Wegen Corona: Sitzenbleiben ist in Hamburg wieder möglich

Die Hamburger Schulbehörde erleichtert die freiwillige Wiederholung der Jahrsgangsstufe und hebt damit in diesem Jahr das sogenannte "Verbot des Sitzenbleibens" auf. „Nach den langen Schulschließungen wird es nicht immer gelingen, dass Schülerinnen und Schüler wieder Anschluss an ihre Lerngruppe finden", sagt Schulsenator Ties Rabe (SPD). Die Rückstände könnten so groß sein, dass die Klassenwiederholung bessere Möglichkeiten biete, um Lernrückstände aufzuholen und die Leistungen dauerhaft zu verbessern.

"Daher sollen freiwillige Klassenwiederholungen im kommenden Schuljahr großzügig zugelassen werden, wenn sie pädagogisch sinnvoll und erforderlich sind", so Rabe. Bisher war die Wiederholung einer Jahrgangsstufe nur im Ausnahmefall möglich. Etwa wenn ein Kind wegen besonderer Belastung, beispielsweise von der Scheidung der Eltern oder einer monatelangen Krankheit so sehr betroffen war, dass es nicht lernen konnte.

Dutzende kiribatische Seeleute können ausreisen

Für rund 170 Seeleute von der Südseeinsel Kiribati, die seit Monaten in Hamburg festsitzen, zeichnet sich eine Lösung ab. Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin sagte, hat die Republik Fidschi eine Einreisegenehmigung für zunächst 70 Betroffene zugesagt, damit diese von dort nach Kiribati weiterreisen können. „Wir hoffen, dass jetzt schnell eine gestaffelte Ausreise der kiribatischen Seeleute erfolgt.“

Kiribati gilt als eines der wenigen coronafreien Länder. Wegen der Pandemie hatte der pazifische Inselstaat seine Grenzen allerdings auch für eigene Landsleute geschlossen, um ein Einschleppen des Coronavirus zu verhindern. Die Republik Fidschi, wo es im vergangenen Juli den ersten Corona-Todesfall gab, gestattet derzeit grundsätzlich nur eigenen Staatsangehörigen die Einreise.

Lesen Sie auch: Reeder fordern priorisierte Corona-Impfung für Seeleute

„Spiegel“ kommt mit leichter Umsatz-Delle durch Corona-Jahr 2020

Die „Spiegel“-Gruppe hat das Corona-Jahr 2020 mit einer leichten Umsatz-Delle und zugleich besser als zunächst erwartet hinter sich gebracht. Dem befürchteten Umsatzausfall von etwa 20 Millionen Euro steuerte das Hamburger Medienhaus mit einem Sparkurs entgegen, auch eine Erholung der Werbemärkte zum Jahresende hin sowie steigende Abo-Zahlen vor allem im Digitalen trugen dazu bei.

Wie der Verlag am Mittwoch mitteilte, lagen die Erlöse der Gruppe 2020 etwa 7 Millionen Euro unter der eigentlichen Jahresplanung und zugleich um rund 3 Prozent unter dem Umsatz des Vorjahres 2019. Der Gesamtumsatz des Medienhauses mit rund 1100 Beschäftigten lag 2019 bei 267,3 Millionen Euro. Genaue Zahlen zum Jahresabschluss und damit auch für den Gewinn werden für April und Mai erwartet.

Bioinformatiker sieht Gefahr für dritte Corona-Welle

Der Greifswalder Bioinformatiker Lars Kaderali sieht eine große Gefahr, dass Mecklenburg-Vorpommern auf eine dritte Corona-Welle zusteuert. Das hieße, "dass die Zahlen wieder auf Inzidenzen um 200, vielleicht sogar noch höher, hochschießen können innerhalb von wenigen Wochen", sagte der Leiter der Bioinformatik der Universitätsmedizin Greifswald, der mit seinen Simulationen die Landesregierung berät.

Aktuell sehe es danach aus, dass die Inzidenzwerte auf einem Plateau verharrten. Die Lage sei "sehr, sehr wackelig". Kleinere Anpassungen würden in seinen Berechnungen das Ergebnis "radikal" ändern, sagte er vor allem mit Blick auf die mutierten Coronaviren. "Wenn wir annehmen, 10 Prozent der Infektionen sind mutiertes Virus, dann gehen die Zahlen weiter runter nach den Simulationen. Wenn wir annehmen, wir sind bei 30, 40 Prozent, dann sind wir voll auf dem Trip in die dritte Welle." Dass die Inzidenzen derzeit nicht weiter heruntergehen, spreche entweder dafür, dass die Varianten viel infektiöser seien oder bereits deutlich mehr von ihnen im Umlauf seien als bisher angenommen.

Corona bringt Deutscher Messe erheblichen Verlust

Das in weiten Teilen ausgefallene Geschäft im Corona-Jahr 2020 hat die Deutsche Messe AG wieder in die roten Zahlen gedrückt. Nachdem 2019 noch rund 14,5 Millionen Euro übrig geblieben waren, meldete das Unternehmen am Mittwoch laut vorläufigen Zahlen ein Minus von 83 Millionen Euro. Wegen der Pandemie hatten mehrere Großveranstaltungen in Hannover abgesagt werden müssen – darunter die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe und die IAA Nutzfahrzeuge.

Für das laufende Jahr hofft man auf die Wiederaufnahme wichtiger Bereiche, auch mit Hilfe neuer Digitalmessen und Mischkonzepte. Zugleich fährt die Messegesellschaft einen umstrittenen Sparkurs. Der zweite Vorstand Andreas Gruchow werde das Unternehmen Ende März verlassen, hieß es nun. Berichten zufolge hatten Betriebsräte und Gewerkschafter dem Management jüngst ihr Misstrauen ausgesprochen. Bis 2027 soll die Zahl der Beschäftigten von 730 auf 480 sinken.

Schleswig-Holstein rutscht bei der Impfquote ab

Gegen das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein mittlerweile knapp 129.000 Erst-Impfungen verabreicht worden. Mit Stand Dienstag fiel das nördlichste Bundesland nach den Daten des Robert Koch-Instituts mit einer Impfquote von 4,4 Prozent auf den achten Platz zurück.

An der Spitze der Bundesländer lagen demnach Hamburg und Thüringen mit einer Impfquote von jeweils 4,7 Prozent. Bundesweit betrug die Impfquote 4,2 Prozent. Schleswig-Holstein hatte Anfang Februar mit damals 3,1 Prozent im Ländervergleich noch auf Rang drei gelegen. Geimpft werden derzeit ganz überwiegend alte Menschen und medizinisches Personal.

Corona: Lehrer und Erzieher im Norden werden ab März geimpft

Neben Menschen mit Vorerkrankungen und aus medizinischen Bereichen sollen im März Grundschullehrer, Kita-Erzieher und Personal der Einrichtungen im Norden den Impfstoff von AstraZeneca erhalten. Voraussichtlich Anfang bis Mitte des Monats könne mit der sogenannten Prioritätsgruppe zwei begonnen werden, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch NDR 1 Welle Nord. Beschäftigte in Kitas und Schulen würden nicht angeschrieben, sondern müssten sich nach Freischaltung über das Internetportal des Landes für Termine anmelden. Dies betrifft Menschen unter 65, die mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft werden können.

Bis Ende Februar sollen alle Schleswig-Holsteiner ab 80 Jahren ein Impfangebot erhalten. Die aus 77.600 Personen bestehende letzte Gruppe erhalte im Laufe dieser Woche einen Brief, sagte Garg. Wie schnell diese Impfungen erhielten, hänge von den tatsächlichen Lieferungen der Impfstoffhersteller Biontech und Moderna ab. Menschen über 80 haben bei diesen Impfstoffen laut Ministerium weiter Priorität.

Sollten Hamburger Lehrer vorzeitig geimpft werden?

Es wurden bisher 3491 Stimmen abgegeben.

OVG: Schließung von Fitnessstudios in Niedersachsen rechtens

Die derzeitige Schließung von Fitnessstudios in Niedersachsen ist rechtens. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden. In Eilbeschlüssen lehnten die Richter des 13. Senats zwei Anträge gegen die Corona-Verordnung ab, wie es in einer Mitteilung am Mittwoch hieß. Die Beschlüsse sind unanfechtbar. In einem Verfahren hatte sich ein Antragsteller, der im Großraum Hannover mehrere Fitnessstudios betreibt, an das Gericht gewandt (Az.: 13 MN 58/21).

In dem anderen Fall machte ein Mitglied eines im Emsland gelegenen Fitnessstudios geltend, aus gesundheitlichen Gründen auf den Besuch angewiesen zu sein (Az.: 13 MN 54/21). Das OVG lehnte die Anträge nach einer sogenannten Folgenabwägung ab. Für den Senat sei derzeit jedoch offen, ob die Schließung in einem möglichen Hauptsacheverfahren zu halten sei. Einerseits seien beschränkende Maßnahmen unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens weiterhin zulässig. Es sei aber zweifelhaft, ob die Betriebsschließungen in Gänze noch erforderlich seien.

Video: Wie bekomme ich einen Termin für die Corona-Impfung?

Corona: Wie bekomme ich einen Termin fürs Impfen?
Corona: Wie bekomme ich einen Termin fürs Impfen?

Wieder mehr als 1000 Corona-Ansteckungen in Niedersachsen

Die Zahl der Corona-Ansteckungen in Niedersachsen bleibt hoch. Das Landesgesundheitsamt meldete am Mittwoch 1068 Neuinfektionen, eine Woche zuvor waren es mit 1057 ähnlich viele neue Fälle. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezeichnete die Entwicklung als „stagnierendes Infektionsgeschehen“.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 37 auf 4210. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ging im Vergleich zum Vortag leicht zurück: von 66,5 auf 66,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Regional betrachtet verzeichnete der Landkreis Wesermarsch weiterhin den höchsten Sieben-Tage-Wert (178,4). Es folgen die Landkreise Cloppenburg (131,2), Vechta (113,4) und Peine (112,0), die Stadt Salzgitter (111,2) und die Region Hannover (109,3).

Corona in Hamburg: Inzidenz steigt – elf neue Todesfälle

Die für das Ressort Gesundheit zuständige Hamburger Sozialbehörde hat am Mittwoch 246 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am vergangenen Mittwoch waren es mit 237 etwas weniger Fälle. Somit steigt der Inzidenzwert weiter an und liegt nun bei 71,9 (Vortag: 71,4) Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Hansestadt 50.931 Covid-19-Infektionen registriert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 45.900 als genesen.

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern liegt bei 311 (Stand: 23. Februar). 88 Menschen sind so schwer erkrankt, dass sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen, 74 von ihnen kommen aus Hamburg. Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der Todesfälle in Hamburg bei 1235 – es sind elf weitere Tote hinzugekommen (Stand: 23. Februar).

Hamburg: Neue Maskenpflicht tritt am Sonnabend in Kraft

Die vom rot-grünen Hamburger Senat beschlossene Verschärfung der Maskenpflicht soll ab Sonnabend gelten. Die entsprechende Verordnung werde derzeit vorbereitet und am Freitag veröffentlicht, so dass sie am Sonnabend in Kraft treten kann, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Mittwoch.

Der Senat reagiert mit der Verschärfung der Maskenpflicht auf große Menschenansammlungen, wie sie am vergangenen Wochenende bei gutem Wetter rund um die Alster, an der Elbe und in den Parks der Stadt zu sehen waren. Künftig sollen beispielsweise auch Erwachsene auf Spielplätzen Maske tragen müssen.

Weitere Coronavirus-Mutanten in Hamburg nachgewiesen

In Hamburg sind weitere Corona-Fälle mit mutierten Virusvarianten festgestellt worden. So sei die Zahl der in sogenannten Sequenzierungen nachgewiesenen Fälle mit der britischen Variante seit Dienstag um 7 auf insgesamt 18 gestiegen, die der südafrikanischen Variante um einen Fall auf 3, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Mittwoch.

Die brasilianische Virusmutante sei in der Hansestadt noch nicht nachgewiesen worden. Alle Varianten gelten als infektiöser als das ursprüngliche Virus. Auch die Zahl der Verdachtsfälle stieg laut Helfrich seit Dienstag deutlich um 79 auf nunmehr 390.

Corona-Krise: Kieler Landtag debattiert über Haushalt

Mit einer Debatte über den Landeshaushalt dieses Jahres hat der Landtag in Kiel am Mittwoch seine Sitzung begonnen. Der Etat ist von der Corona-Krise geprägt. Rund eine Milliarde Euro sind aus dem Notkredit von 5,5 Milliarden eingeplant, den das Parlament 2020 für die nächsten Jahre beschlossen hatte. Dazu kommen noch rund 260 Millionen Euro an konjunkturell bedingten Schulden und 287 Millionen an Altlasten aus der HSH Nordbank.

Zum Auftakt sagte CDU-Fraktionschef Tobias Koch, die Schuldenbremse sei weiter in Kraft, lasse aber Kreditaufnahmen unter bestimmten Bedingungen zu. Im Gegensatz zu einer früheren leichtfertigen Ausgabenpolitik halte das Land in der Haushaltspolitik Maß und Mitte. Insgesamt beinhaltet der Haushaltsentwurf laut Finanzministerium Ausgaben von 14,4 Milliarden Euro. Trotz der Belastungen aus der Corona-Krise ist die Schaffung von 800 neuen Stellen vorgesehen, unter anderem für Bildung, Digitalisierung, Polizeinachwuchs und in der allgemeinen Verwaltung.

Trotz Ferien bleibt Zahl der Flüge ab Hamburg gering

Normalerweise gehören die Frühjahrsferien zu den Hauptreisezeiten am Hamburger Flughafen. In diesem Jahr dürfte sich das Ende der Schulzeit am Freitag kaum bemerkbar machen. „Wir gehen aktuell davon aus, dass sich die Passagierzahlen aufgrund der weiter bestehenden Reisebeschränkungen nicht signifikant ändern werden“, sagte Airport-Sprecherin Janet Niemeyer auf Abendblatt-Anfrage.

Aktuell würden täglich zwischen 2000 und 4000 Fluggäste in Fuhlsbüttel gezählt, die abfliegen oder ankommen. Das seien fünf bis acht Prozent des Vorjahresaufkommens. Durchschnittlich gebe es 20 Starts und 20 Landungen pro Tag. „Das Niveau wird nach dem jetzigen Planungsstand in den ersten beiden Märzwochen nur leicht ansteigen auf durchschnittlich 23 Starts und 23 Landungen“, so Niemeyer. Belastbare Prognosen zu den Passagierzahlen seien derzeit nicht möglich. Vor einem Jahr waren es noch 95.000 Menschen, die an den ersten vier Ferientagen in den Urlaub starteten, also knapp 24.000 pro Tag.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Corona-Blues: Digitale Angebote helfen Kindern im Lockdown

Die Pandemie trifft junge Menschen hart. Sie dürfen ihre Freunde nicht treffen, keine Partys feiern, nicht die Welt entdecken oder in ihren Sportmannschaften trainieren. Sie müssen auf vieles verzichten, was das Jungsein eigentlich ausmacht. Zu Hause rumzuhängen kann nicht nur ganz schön langweilig sein, sondern auch auf die Psyche schlagen und schon in jungen Jahren sehr belastend sein.

In Norderstedt gibt es eine Reihe von Online-Angeboten, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Zeit ohne viele soziale Kontakte zu erleichtern. Das Abendblatt stellt einige von ihnen vor.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht aus Norderstedt

Video: So funktioniert die Corona-Impfung in Hamburg

So funktioniert die Corona-Impfung in Hamburg
So funktioniert die Corona-Impfung in Hamburg

CDU-Fraktionschef fordert Debatte über Freiheiten für Geimpfte

Der Fraktionschef der CDU im niedersächsischen Landtag, Dirk Toepffer, regt eine Debatte über den künftigen Umgang mit Geimpften und Nicht-Geimpften in der Corona-Pandemie an. „Man sollte darüber nachdenken, ob man Menschen, die einen Impfstatus haben und das Virus nicht mehr weiter verbreiten, den Besuch der Gastronomie, von Geschäften und anderen Einrichtungen ermöglicht“, sagte der CDU-Politiker der „Nordwest-Zeitung“.

Er forderte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf, das Thema bei den Bund-Länder-Gesprächen in der kommenden Woche anzusprechen. Es brauche eine bundesgesetzliche Lösung dazu. „Wenn für einen bestimmten Teil der Bevölkerung die Rechtsgrundlage für Einschränkungen entfällt, warum soll man dieser Gruppe dann die Rückkehr zum normalen Leben nicht gestatten“, fragte Toepffer in dem Interview mit Blick auf die fortlaufenden Impfungen.

Corona-Lockerung: Gartencenter machen gute Geschäfte

Der Frühling hat Einzug gehalten, in Gärten, in der Natur und im Gartencenter Bellandris Matthies in Seevetal. „Die Öffnung kommt zum optimalen Zeitpunkt, besser hätte es nicht laufen können“, sagt Carsten Matthies, Geschäftsführer des 17.000 Quadratmeter großen Gartenmarkts in Emmelndorf bei Hittfeld.

Und so sehen es wohl auch die zahlreichen Kunden, die mit Primeln, Hornveilchen und Blumenerde, mit einem Grill oder Terrassenmöbeln das Center verlassen. Die Kundschaft komme ein wenig zögerlicher als in pandemiefreien Zeiten, sagt Matthies und führt das auf das weiterhin geschlossene Café und die fehlenden Veranstaltungen im und am Gartencenter zurück.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht über die Gartencenter im Landkreis Harburg

Die aktuellen Corona-Regeln für Hamburg im Überblick

  • Alle Regeln, die im Rahmen der Eindämmungsverordnung bis zum 10. Januar gelten sollten, werden grundsätzlich bis zum 14. Februar verlängert – ein Großteil des Einzelhandels bleibt geschlossen, bestellte Waren dürfen aber abgeholt werden. "Körpernahe Dienstleistungen" wie Friseure, Nagel-, Massage- und Tattoo-Studios dürfen nicht angeboten werden. Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit bleibt verboten.
  • Kontaktregeln Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Ausnahmen für Kinder gibt es nicht.
  • Die Maskenpflicht wird angepasst: Stoffmasken reichen in den meisten Fällen nicht mehr aus. Stattdessen müssen medizinische Masken (mindestens OP-Masken, auch FFP2- oder KN95-Masken sind möglich) getragen werden. Bis zum 1. Februar gilt eine Übergangsphase, danach werden Verstöße mit Bußgeldern geahndet.
  • Kitas und Schulen: Die Präsenzpflicht an den Schulen bleibt aufgehoben, stattdessen soll so weit wie möglich Distanzunterricht gegeben werden. Kinder sollen – wann immer möglich – zu Hause betreut werden. Die Kitas wechseln in die "erweiterte Notbetreuung". Die privat organisierte Kinderbetreuung in Kleingruppen bleibt gestattet.
  • Arbeitgeber sind angehalten, so weit wie möglich ein Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. Zusätzlich soll eine neue Bundesverordnung Arbeitgeber dazu verpflichten, Homeoffice anzubieten, so weit das möglich ist. Betriebskantinen dürfen nur öffnen, wenn sie für den Arbeitsablauf zwingend erforderlich sind.
  • Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert über 200 steigen, müsste eine Ausgangsbeschränkung erlassen werden, die den Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um den Wohnort einschränkt. Wie genau diese Regel in Hamburg angewandt würde, ist noch nicht bekannt – der Senat will darüber entscheiden, sollte sich die Inzidenz dem Grenzwert annähern.
  • Senioren- und Pflegeeinrichtungen sollen mehrmals pro Woche Personal und Besucher testen. Das war in Hamburg schon verpflichtend und gilt nun bundesweit.
  • Zwei-Test-Strategie bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten: Ein Corona-Test direkt nach der Einreise ist verpflichtend, die zehntägige Quarantäne kann frühestens fünf Tage nach der Einreise durch einen weiteren Test verkürzt werden. Die Kosten für die Tests werden nicht übernommen.

262 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

In Schleswig-Holstein sind am Dienstag 262 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Abend veröffentlichte (Datenstand: 23. Februar, 22.11 Uhr). Sieben Tage zuvor waren es 251 gewesen, am Montag nur 93. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (RKI) 41 468 Menschen mit dem Virus. Rund 36 900 gelten als genesen.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg landesweit leicht auf 50,0 (Montag 49,3). Am höchsten war diese Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Flensburg mit 164,1. In Dithmarschen wurde mit 11,3 der niedrigste Wert verzeichnet. Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte gelten maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die AHAL-Regeln gegen Corona: So verringern sie das Ansteckungsrisiko

  • Abstand halten: Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Hygiene: Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund, waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Im Alltag Maske tragen: Auch wo die (erweiterte) Maskenpflicht nicht gilt, ist es empfehlenswert, sich und andere vor Ansteckung zu schützen. FFP2-Masken oder OP-Masken bieten Schutz vor Ansteckung
  • Lüften: Wenn Sie sich mit anderen Personen in einem Raum aufhalten, lüften Sie regelmäßig, um das Risiko einer erhöhten Viruskonzentration in der Raumluft zu verringen
  • Außerdem: Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Senat über aktuelle Corona-Lage: Maskenpflicht wird verschärft

Am Dienstagmittag hat der Hamburger Senat auf einer Landespressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Hamburg informiert. Die aktuellen Inzidenz betrage 71,4, sagte Senatsprecher Marcel Schweitzer. Der Wert sei damit 4,3 Punkte höher als vergangene Woche. "Der geglättete R-Wert beträgt 1,01."

"Die Lage ist weiter kritisch. Die Zahlen gehen nicht runter, sondern wieder hoch", so Schweitzer. Wie seit Wochen angedeutet breite sich die Mutation aus. "Es gibt 13 amtlich bestätige Mutationsfälle", sagte Schweitzer. "Und die Fälle werden zunehmen." In Hamburg gebe es am Dienstag 311 Verdachtsfälle an Mutationen, am Sonntag waren es noch 263 gewesen, am Montag bereits 275.

Erwachsene müssen auf Spielplätzen Masken tragen

Über Lockerungen könne daher nicht gesprochen werden, im Gegenteil: Hamburg verschärft die Maskenpflicht. "Überall dort, wo der Abstand von 1,5 Metern auf öffentlichen Plätzen nicht eingehalten werden kann, gilt nun die Maskenpflicht", so Schweitzer. "Erwachsene müssen nun auf Spielplätzen eine Maske tragen."

Es wird auch wieder eine Maskenpflicht auf besonderen Straßenplätzen geben, so Schweitzer. "Rund um die Alster, an der Elbe, an den Landungsbrücken." Die Rechtsverordnung werde spätestens am Wochenende in Kraft treten. "Nehmen Sie ihre Maske mit, wenn Sie das Haus verlassen", rät der Senatssprecher. Auch Jogger an der Alster müssen laut Schweitzer künftig eine Maske tragen. Ebenso zählen Jungfernstieg und Stadtpark nun zu den Hotspots, an denen künftig Maske getragen werden muss. "Wer in Hamburg Maske trägt, macht alles richtig."

Lesen Sie hier die Corona-News für Hamburg und den Norden vom Vortag

( lag/woh/dpa/krk/crh )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg