Wetter in Norddeutschland

Umweltbehörde: Schlittschuhlaufen auf Alster in weiter Ferne

| Lesedauer: 20 Minuten
Die Hamburger Binnenalster friert langsam zu. An Schlittschuhfahren ist allerdings noch lange nicht zu denken.

Die Hamburger Binnenalster friert langsam zu. An Schlittschuhfahren ist allerdings noch lange nicht zu denken.

Foto: Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Schifffahrt teilweise eingestellt. Bis zu minus 20 Grad im Harz. Feuerwehr warnt vor Betreten der Eisflächen. Der Wetter-Blog.

Hamburg. Schnee, Frost und eisige Temperaturen: Tief "Tristan" sorgt in Hamburg und im Norden weiterhin für Winterwetter. Wegen des extremen Schneefalls in Niedersachsens kam etwa der Fernverkehr der Deutschen Bahn zum Erliegen. Die Schneemassen sorgen weiterhin für ein Verkehrschaos.

Auch in Hamburg schneit es seit der Nacht. Die Stadtreinigung ist bereits seit 1 Uhr in der Nacht im Einsatz, um Straßen, Rad- und Fußwege von Schnee und Glätte zu befreien.

Mehr zur Verkehrslage und weitere Meldungen zum Wetter im Norden finden Sie im Newsticker:

Bahnfahrgäste müssen weiter mit Einschränkungen rechnen

Schnee und Eis schränken den Regionalverkehr weiter ein. Der Zugverkehr im Harz-Weser-Netz könne am Dienstag voraussichtlich noch nicht wieder aufgenommen werden, teilte die Bahn auf ihrer Website mit. Die Räumung der Schneemassen auf den Gleisen dauere noch an. Auch im Fernverkehr kommt es weiter zu Verspätungen und Ausfällen.

Auch auf den Strecken der Bahnunternehmen Metronom, Enno und Erixx müssen Fahrgäste weiterhin mit Zugausfällen und Einschränkungen rechnen. Wie das Unternehmen am Abend mitteilte, "ist die Lage auf den Strecken unverändert angespannt und teilweise sind Zugfahrten nicht möglich." Beispielsweise musste für die Strecken Soltau/ Bremen und Soltau/Buchholz ein Busnotverkehr ab Soltau eingerichtet werden. Die Busse haben eine deutlich längere Fahrzeit.​

Auch auf den Enno-Linien Wolfsburg-Gifhorn-Hannover und Wolfsburg-Braunschweig-Hildesheim wurde ein Busnotverkehr eingerichtet. Auf den Erixx-Verbindungen etwa um Braunschweig und Goslar fielen am Dienstag alle Züge aus. Reisenden wird geraten, sich vor Fahrtantritten im Internet zu informieren.

DWD: Nach dem Schnee kommt der Frost

Auf die heftigen Schneefälle in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Niedersachsens folgt nun Dauerfrost. In der Nacht zum Mittwoch sollen die Temperaturen im Harz und rund um Göttingen bis minus 20 Grad zurückgehen. „Das kommt in Niedersachsen nicht so häufig vor“, sagte ein Meteorologe des DWD am Dienstag. Selbst an der Küsten und auf den Inseln wird es laut Prognose nachts mit bis zu minus 4 Grad frostig.

Tagsüber klettern die Temperaturen nicht über die Null-Grad-Marke. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 1 Grad an der Küste und minus 10 Grad im Oberharz. In der Nacht zum Mittwoch und auch tagsüber werden an der Küste und an der Elbmündung noch letzte Schneeschauer erwartet – allerdings fällt dort nicht mehr all zu viel Schnee.

Schifffahrt auf norddeutschen Kanälen teilweise eingestellt

Der massive Wintereinbruch hat auch Auswirkungen auf die norddeutsche Binnenschifffahrt: Von Mittwochabend an (18.00) werden der Mittellandkanal und der Elbe-Seitenkanal für die Schifffahrt gesperrt, wie das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt am Dienstag in Braunschweig mitteilte. Die Eisbrecher, die sonst auf diesen Kanälen unterwegs sind, werden vorsichtshalber auf die Weser abgezogen, um dort vor Wehren Eisschollen zu brechen. So solle der Druck, der durch das Eis auf diesen Anlagen laste, gemindert werden, sagte ein Sprecher.

Mit Blick auf die angekündigte Dauerfrostperiode mit bis zu minus 20 Grad, die mehrere Tage anhalten soll, könnten die Eisbrecher dem Sprecher zufolge den Mittellandkanal und den Elbe-Seitenkanal voraussichtlich ohnehin nur noch eingeschränkt frei halten. Sobald sich die Eissituation entspannt, sollen die Kanäle wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden.

Norddeutschland: Winterwetter bleibt – Sonne ab Donnerstag

Mindestens bis zum Wochenende wird sich nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes an dem Winterwetter nichts grundsätzlich ändern. Besonders in Ostseenähe soll immer wieder Schnee fallen, weiterhin sind Schneeverwehungen möglich. Dabei ziehen die Schneefälle auf schmalen "Schauerstraßen" von der Ostsee ins Land, sagte Meteorologe Frank Böttcher. Am Mittwoch könnte das exakt den Verlauf der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Lübeck treffen.

Ab Donnerstag soll sich die Sonne zeitweise sehen lassen. Die Temperaturen werden der Prognose zufolge in den kommenden Tagen zwischen leichtem Frost und eisiger Nachtkälte mit Werten von weniger als minus zehn Grad schwanken.

Winterwetter in Hamburg und dem Norden:

ADAC hat gut zu tun: 50 Prozent mehr Einsätze in Hamburg

Frostige Temperaturen haben etliche Autos im Norden außer Gefecht gesetzt. Der ADAC berichtete am Dienstag für Hamburg von etwa 50 Prozent mehr Hilfseinsätzen als normal. Hauptgrund waren schlappe Batterien. Allerdings habe schon das zurückliegende Frostwochenende einen großen Teil der schwachen Autobatterien zur Strecke gebracht.

Grundsätzlich mache sich der wegen Corona reduzierte Verkehr bemerkbar, sagte ein Sprecher. In Schleswig-Holstein habe es etwas mehr Einsätze zur Bergung von Fahrzeugen gegeben. In Teilen des nördlichsten Bundeslandes liegt eine Schneedecke, besonders in Ostseenähe wurden Straßen auch von Schnee zugeweht.

Kreis Ostholstein: Dichtes Schneetreiben behindert Verkehr

Dichtes Schneetreiben im östlichen Schleswig-Holstein hat am Dienstag den Verkehr auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Norden beeinträchtigt. Von der Raststätte Neustädter Bucht an kämen Autofahrer nur noch langsam voran, sagte ein Polizeisprecher. Der Verkehr fließe aber, es gebe keine Staus und auch Unfälle seien zunächst nicht gemeldet worden. Die Autofahrer hätten ihre Fahrweise den winterlichen Wetterverhältnissen angepasst.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet noch bis in die Nacht zum Mittwoch besonders für den Kreis Ostholstein mit teils kräftigen Schneeschauern. Bis zum Abend könnten örtlich bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fallen. Am Mittwoch sei vor allem an der Lübecker Bucht mit bis 15 Zentimetern Neuschnee zu rechnen, sagte ein DWD-Sprecher. Im direkten Küstenumfeld seien weiter Schneeverwehungen möglich.

Umweltbehörde: Schlittschuhlaufen auf Alster in weiter Ferne

Auch die Hamburger Umweltbehörde warnt am Dienstag vor dem Betreten der Eisflächen. "In Hamburg herrscht erst seit wenigen Tagen Dauerfrost. Durch den starken Ostwind der letzten Tage hat sich auf vielen Gewässern noch nicht einmal eine geschlossene Eisdecke gebildet", so Behördensprecher Jan Dube. Das Betreten des Eises sei deshalb sehr gefährlich.

"Gerade unter Brücken oder an Gewässereinmündungen oder dort, wo Pflanzen ins Gewässer hineinragen besteht Lebensgefahr. Eine Schneedecke auf Eisflächen hat eine isolierende Wirkung und bremst das Wachstum des Eises. Das Betreten geschieht immer auf eigenes Risiko", so der Sprecher. "An Schlittschuhlaufen auf der Außenalster ist noch lange nicht zu denken. Dafür bräuchte es eine 20 Zentimeter dicke geschlossene Eisdecke."

Als Faustregel für zugefrorene Gewässer gelte laut Dube: "Bei 10 Grad minus nachts und Frost auch tagsüber wächst das Eis um etwa einen Zentimeter pro Tag. Wir bräuchten also 20 Dauerfrosttage hintereinander mit sehr kalten Nächten."

Im Harz sinkt die Temperatur auf bis zu minus 20 Grad ab

In der Nacht zum Mittwoch kann es in Niedersachsen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) nahe der Küste und der Elbmündung zu Schneeschauern kommen. Die Temperaturen sinken auf minus 18 im Südosten des Landes und minus vier Grad auf den niedersächsischen Inseln. Im Harz kann es in der Nacht sogar bis zu minus 20 Grad kalt werden.

Am Mittwoch sind bei wechselnder Bewölkung nahe der Küste einzelne Schneeschauer möglich, teilte der DWD am Dienstag mit. Die Höchsttemperatur liege derweil zwischen minus 1 Grad auf den Inseln und minus 10 Grad im Oberharz.

A1: Lastwagenfahrer bei Schneeunfall schwer verletzt

Bei einem Glätteunfall auf der Autobahn A1 ist der Fahrer eines Lastwagens am Dienstag schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben war der 54-Jährige nahe Cappeln (Kreis Cloppenburg) in Richtung Bremen unterwegs, als sein Fahrzeug auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern geriet. Der Sattelzug kollidierte mit der Mittelplanke. Dabei wurde das Führerhaus fast völlig zerstört. Der verletzte Fahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Weil die Fahrbahn von ausgelaufenem Diesel gereinigt werden musste, war die A1 Richtung Norden ab Anschlussstelle Vechta über Stunden voll gesperrt.

Schnee und Glätte sorgten auch auf anderen Straßen in Niedersachsen für Probleme, so auf den Autobahnen A2 und A7. Im Emsland und der Grafschaft Bentheim zählte die Polizei seit Montag 90 Einsätze. Viele Fahrzeuge fuhren sich im Schnee fest oder kamen bei Glätte von der Straße ab.

Nächtlicher Stromausfall in Teilen Ostholsteins

In einer Reihe von Haushalten im nördlichen Kreis Ostholstein ist am Dienstag vorübergehend der Strom ausgefallen. Zwischen 3.15 Uhr und 4.40 Uhr waren nach Angaben des Netzbetreibers SH Netz Teile der Ortschaften Weissenhaus, Johannisdorf, Grammdorf, Wangels, Lübbersdorf und Döhnsdorf von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie viele Haushalte von dem Ausfall betroffen waren, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die genaue Ursache sei noch unklar, doch das Wetter könnte eine Rolle gespielt haben, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Wegen des für Teile Schleswig-Holsteins vorhergesagten Schneefalls sei man jedoch darauf vorbereitet, auftretende Störungen der Stromversorgung so schnell wie möglich zu beheben, sagte der Sprecher. Zuvor hatte der NDR berichtet.

"Lake-Effekt": Meteorologe warnt vor 50 Zentimetern Schnee

Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net warnt im Bezug auf den "Lake-Effekt", der sich bis nach Kiel und Hamburg auswirkt, vor bis zu möglichen 50 Zentimetern Schnee. Der Effekt halte noch bis mindestens morgen Nachmittag an, währenddessen bilden sich Schneeschauer und ziehen über Stunden hinweg immer wieder über die gleichen Landstriche. Schneewehen könnten sich sogar bis zu einem Meter hoch auftürmen, so Jung.

Wetter-Experte Dominik Jung erklärt den "Lake-Effekt"

Der Winter sei laut dem Wetter-Experten jedoch nicht besonders kalt. Der Dezember war nach Angaben des Meteorologen sogar 2,3 Grad und der Januar um 1,1 Grad wärmer als im Klimamittel. "Aktuell befinden wir uns im Februar. Dieser ist bis einschließlich gestern ebenfalls immer noch zu warm. Die Temperaturen liegen aktuell im Mittel 0,8 Grad über dem Klimamittel", sagt Jung.

Nach Schneefall: Etwa 20 Glätteunfälle im Nordosten

Bei teils kräftigem Schneefall ist es in Mecklenburg-Vorpommern zu etwa 20 Verkehrsunfällen gekommen. Eine Frau sei verletzt worden, sonst sei es meist bei Blechschäden an den Autos geblieben, teilten Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Dienstagmorgen mit.

Auf einigen Straßen kam es dadurch den Angaben zufolge zu Verkehrsbehinderungen. Betroffen sind unter anderem die Autobahn 11 Berlin-Stettin bei Penkun, die A14 nördlich von Schwerin und die Bundesstraßen 105 bei Niepars (Vorpommern-Rügen) und 198 bei Stuer (Mecklenburgische Seenplatte). Im Nordosten waren regional unterschiedlich zwischen 10 und 20 Zentimeter Pulverschnee gefallen.

Hamburg: Feuerwehr warnt vor Betreten der Eisflächen

"Die Eisflächen in Hamburg sind aktuell nicht tragfähig", teilte die Hamburger Feuerwehr am Dienstag auf Twitter mit. Es bestehe Lebensgefahr, sollten Personen das Eis betreten. "Gehen Sie nicht auf das Eis. Erklären Sie auch Kindern die Gefahren."

Hamburg: Betrunkener betritt vereiste Alster und bricht ein

Ein betrunkener Mann ist am Montagabend gegen 22.22 Uhr in der Alster eingebrochen. Er hatte das Eis in der Nähe des Hamburger Rathauses freiwillig betreten, dieses brach jedoch unter seinem Gewicht zusammen. Der Mann konnte sich anschließend selbst auf einen Balken retten. Gerufene Einsatzkräfte der Feuerwehr zogen ihn dann aus dem Wasser. Ersten Erkenntnissen nach hatte er sich bei dem Vorfall nicht verletzt. Zur Kontrolle wurde der Mann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Niedersachsen: Impfstofflieferungen wetterbedingt abgesagt

Die Schneedecke in Niedersachsen führt weiter zu Verzögerungen bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, wurden auch die für Dienstag geplanten Transporte abgesagt. Betroffen seien 20 der 50 Impfzentren. Schon am Montag hatten zwölf Impfzentren anders als geplant keinen Impfstoff erhalten. Wann die Lieferungen nachgeholt werden können, ist offen.

Sollten die Impfzentren wegen der Lieferengpässe Termine absagen müssen, sollen diese dem Ministerium zufolge schnell nachgeholt werden. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder das Internetportal sei dafür nicht nötig. Die Abstimmung laufe über die Kommunen.

>> Lesen Sie hier unseren aktuellen Corona-Newsblog für Hamburg und den Norden

Bezirksamt warnt vor Glatteis – besonders in Grünanlagen

Das Bezirksamt Hamburg-Nord warnt auf Twitter vor Glatteis und bittet Hamburger um Vorsicht "Festgetretener Schnee und Kälte sorgen für akute Rutschgefahr auf Hamburgs Wegen – vor allem in den Grünanlagen, da dort nicht geräumt wird", so das Bezirksamt.

Metronom: Zugverkehr läuft überwiegend stabil

Die Lage auf den Strecken des Metronoms und des Erixx ist auch am Dienstagmorgen weiterhin angespannt, teilte Björn Pamperin, Sprecher des Unternehmens mit. Der Zugverkehr des Metronoms laufe überwiegend stabil, besonders auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen müsse jedoch weiterhin mit Verspätungen und Einschränkungen gerechnet werden.

Der Zugverkehr des Erixx ist derweil bis auf die Verbindung zwischen Lüneburg und Dannenberg komplett eingestellt. Auch ein Busnotverkehr kann zurzeit nicht eingerichtet werden, so Pamperin.

"Lake-Effekt" für Schnee in Hamburg verantwortlich

Zwischen Kiel und Hamburg wirkt sich der sogenannte "Lake-Effekt" auf das Wetter aus und brachte in der Nacht bereits mehrere Zentimeter Neuschnee. "Der Schwerpunkt liegt in der holsteinischen Schweiz. Hier bestehen auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes vor starkem Schneefall und starken Schneeverwehungen", teilte Meteorologe Alexander König am Dienstagmorgen mit.

Der meiste Schnee sei bisher zwischen Heiligenhafen, Plön und Neumünster gefallen – etwa 5 bis 8 Zentimeter. Als nördliche Grenze des Schneefallgebietes zeichnet sich die Linie zwischen Kiel und Barsbüttel ab, die südliche Grenze liegt in Höhe Hamburg und Lübeck. Der "Lake-Effekt", bei dem durch starke Wind über die Ostsee Feuchtigkeit herangeführt wird, die über Land als Schnee fällt , soll laut Wetterexperte König noch den ganzen Tag aktiv bleiben.

Schnee in Hamburg: Stadtreinigung seit 1 Uhr im Einsatz

In Hamburg schneit es seit Mitternacht leicht, daher ist auch der Winterdienst der Hamburger Stadtreinigung seit 1 Uhr in der Nacht im Einsatz. „Wir sind jetzt mit den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen durch“, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung Hamburg gegen 6.30 Uhr.

Trotz des Einsatzes müssen Hamburger am Morgen und Vormittag mit Glätte auf Straßen, Rad- und Fußwegen rechnen, teilte die Stadtreinigung mit. Der Schneefall könne noch bis zum Vormittag andauern. Hamburger können glatte Stellen in der App der Stadtreinigung unter dem Menüpunkt "Müllecke melden" mitteilen.

Winterwetter bremst Fern- und Regionalverkehr aus

Bei der Bahn gibt es auch am Dienstag wegen des Winterwetters Verspätungen und Zugausfälle. Zwar arbeiteten Einsatzkräfte mit Hochdruck daran, insbesondere die Hauptstrecken von Schnee und Eis zu befreien. Vielerorts erschwerten starke Schneefälle, Schneeverwehungen und Frost aber die Arbeiten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Besonders betroffen seien im Fernverkehr die Verkehrsknoten Dortmund, Hannover, Kassel, Erfurt und Halle/Leipzig.

Auf mehreren Strecken fahren keine Fernzüge, etwa zwischen Hannover und Köln, von Hamburg in Richtung München, Dortmund, Köln, Kiel, Lübeck und Westerland sowie von Dresden in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln. Auf anderen Abschnitten ist das Angebot stark eingeschränkt, etwa zwischen Berlin und Hannover, zwischen Berlin und München sowie zwischen Hamburg und Frankfurt.

Im Regionalverkehr gibt es laut Bahn starke Einschränkungen im Großraum Hannover und Bremen sowie in Schleswig-Holstein. Dort kann es zu witterungsbedingten Verspätungen und Zugausfällen. Hier finden Sie die aktuellen Verkehrsmeldungen der Deutschen Bahn.

Polizei Hamburg: "Bitte überall vorsichtig fahren!"

Am Dienstagmorgen muss auch auf den Autobahnen A7 und A23 in und um Hamburg mit Verkehrsbehinderungen wegen des Wetters gerechnet werden, teilte die Polizei Hamburg auf Twitter mit. "Bitte mehr Zeit auf dem Weg zur Arbeit einplanen und überall vorsichtig fahren!", heißt es weiter.

Schnee im Norden – Unwetterwarnung für Ostholstein

Die Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich auf Schnee und glatte Straßen einstellen. Der Dienstag beginnt überwiegend bewölkt, besonders in Ostholstein sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kräftige Schneefälle zu erwarten. Dort vermeldet der DWD eine Unwetterwarnung für Dienstag. Die Temperaturen liegen bei minus zwei Grad. Besonders an der Ostsee sei zudem mit stürmischen Böen zu rechnen.

In Schleswig-Holstein sei es am frühen Morgen und in der Nacht zu insgesamt sieben wetterbedingten Unfällen gekommen, sagte die Polizei. Bei allen Unfällen seien Blechschäden die Folge, Menschen seien nicht verletzt worden. Die Nacht zum Mittwoch soll laut DWD weiterhin bewölkt bleiben, in Ostholstein kommt es zu kräftigen Schneeschauern. Die Temperaturen liegen bei minus fünf Grad, im Herzogtum Lauenburg bei minus elf Grad. Der Mittwoch beginnt wechselhaft bewölkt. Die Temperaturen liegen bei minus drei Grad. An der Küste ist erneut ein frischer Wind zu erwarten.

Niedersachsen: Die meisten Schulen bleiben geschlossen

Wegen Schnee und Frost ist an den meisten Schulen in Niedersachsen der Präsenzunterricht für Dienstag abgesagt worden. Das teilten die Landkreise nahezu flächendeckend mit, ausgenommen war nur der Norden des Landes mit dem Elbe-Weser-Dreieck und Ostfriesland.

Der Ausfall betreffe die allgemeinbildenden Schulen und die Berufsschulen, hieß es. Eine Notbetreuung werde aber gewährleistet. Auch bedeute die Schließung der Schulen nicht unterrichtsfrei. Homeschooling finde statt.

Bei Göttingen: Schnee auf der A7 löste Lastwagenstau aus

Das strenge Winterwetter hält Niedersachsen weiter fest im Griff. Schnee und Frost beeinträchtigten auch am Dienstagmorgen den Verkehr auf den Straßen und bei der Bahn. Morgens um 5 Uhr herrschten nach Angaben des DWD in Hannover Temperaturen von minus zehn Grad, in Bremen waren es minus fünf Grad. Für den Tag wurden nur noch einzelne Schneeschauer mit Glättegefahr erwartet, dazu mäßiger Frost um minus sieben Grad.

Im Schnee auf der Autobahn 7 bei Göttingen löste sich ein stundenlanger Lastwagenstau am Morgen nur allmählich auf. Die Verkehrsmanagementzentrale warnte vor Gefahr durch abgestellte Lastwagen zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg. Die Autobahnpolizei musste Fahrer wecken, die sich wegen der langen Wartezeit schlafen gelegt hatten.

Lesen Sie hier den Wetter-Blog für Norddeutschland vom Vortag

( lag/dpa )

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