Aktionsbündnis

Politiker werben für Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Carola Veit (SPD) bewerben die Aktion "Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzsynagoge".

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Carola Veit (SPD) bewerben die Aktion "Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzsynagoge".

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Unterschriften vorm Rathaus in Hamburg: Prominente unterstützen das Aktionsbündnis zur Wiederbelebung des einstiges Kulturzentrums.

Hamburg. Prominente Politiker unterstützen den Wiederaufbau der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge am Bornplatz (heute: Joseph-Carlebach-Platz). Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) unterzeichneten am Mittwoch auf dem Rathausmarkt den Aufruf des Aktionsbündnisses „Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzsynagoge“ (unter www. bornplatzsynagoge.org)

„Hamburg hat keinen Zentimeter Platz für Antisemitismus“, sagte der Bürgermeister. „Diese Unterschriftenaktion setzt ein starkes Zeichen für unser Zusammenleben in Hamburg“, betonte die Bürgerschaftspräsidentin.

Tschentscher: Eine Machbarkeitsstudie wird jetzt umgesetzt

Wie Tschentscher sagte, gebe es in der Hansestadt eine große Begeisterung für den Wiederaufbau der Synagoge. Eine Machbarkeitsstudie werde jetzt umgesetzt. „Die Jüdische Gemeinde soll sich federführend einbringen.“ Alle notwendigen Rahmenbedingungen seien sichergestellt, so Tschentscher.

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Die Organisatoren der Aktion wollen bis zum Januar nächsten Jahres 100.000 Unterstützer finden. Wie Daniel Sheffer, Initiator der Kampagne „Nein zu Antisemitimus. Ja zur Bornplatzsynagoge“, dem Abendblatt sagte, sind es seit dem Start inzwischen 15.000 Unterstützer aus Hamburg. Ein Erfolg der Initiative würde eines der größten Solidaritätszeichen für die Juden markieren, so Sheffer.

Er rechnet damit, dass die Bornplatzsynagoge in drei bis fünf Jahren wieder aufgebaut sein könnte. Für die Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau hatte der Bund im vergangenen Jahr 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Vorbereitungen für die Studie waren ins Stocken geraten.

( esh )

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