Winter in Norddeutschland

Wetter in Hamburg: Im Norden ist der erste Schnee möglich

Winterliche Stimmung am Hamburger Hafen: Für die kommende Woche sagen Meteorologen Schnee voraus.

Winterliche Stimmung am Hamburger Hafen: Für die kommende Woche sagen Meteorologen Schnee voraus.

Foto: Funke/Marcelo Hernandez

Höhentief könnte in der kommenden Woche über Norddeutschland ziehen. Bleiben die Temperaturen so, gibt's erste Schneeflocken.

Hamburg. Wer es gerne winterlich mag, für den sind diese Aussichten gute Nachrichten. Denn nach den vielen eher trüb-nebligen Vorhersagen stellt sich pünktlich mit dem Dezember das Wetter um. Die Meteorologen sehen sogar eine gute Chance, dass es erste Schneeflocken in Hamburg geben könnte.

Soviel ist schon einmal klar: Ein Höhentief macht sich aus Osteuropa zu uns auf den Weg. Laut den derzeitigen Wetterprognosen zieht dieses noch namenlose Tief in rund 5000 Meter Höhe in der kommenden Woche über Norddeutschland hinweg. Im Gepäck hat es Schnee. Der könnte je nach Temperaturen am Mittwoch oder Donnerstag als Schneeregen oder Schneeflocken herunterkommen.

Schnee in Hamburg? Wahrscheinlichkeit bei 60 Prozent

Da es sich um eine Sieben-Tage-Vorhersage handelt, gibt es noch einige Fragezeichen. Doch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net schätzt die Wahrscheinlichkeit bei 60 Prozent ein. "Wir reden jetzt nicht von einem dramatischen Wintereinbruch", stellt Jung klar. Schneepflüge können drinnen bleiben. Aber man könnte eben erste Flocken sehen und genießen.

"Die genaue Entwicklung müssen wir natürlich weiterhin verfolgen“, sagt Jung. So könnten die Temperaturen widererwartend steigen. Dann käme der Schnee als Regen herunter. Oder das Höhentief nimmt doch einen anderen Weg, zieht weiter südlich über Deutschland.

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Leichter als in die Zukunft lässt es sich in die Vergangenheit blicken. Wettertechnisch gesehen fällt das Fazit für den November auch eher trüb aus. Der Monat sei viel zu trocken gewesen, so Jung.

Im November fiel deutlich weniger Regen als üblich

Der Wetterexperte verzeichnete nur 23 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen. "Das ist ein Minus von über 75 Prozent. Zudem war der Monat deutlich wärmer als normal und auch deutlich sonniger als üblich", so Jung. Auch für den Dezember sind derzeit keine großen Niederschläge in Sicht.

Für die kommenden Tage sagen die Wetterexperten höchstens mal etwas Sprühregen bei Temperaturen bis maximal zehn Grad voraus. Ansonsten bleibt es meistens kühl, grau und nebelig. Am Adventssonntag kann es auch mal sonnig bei bis zu sechs Grad werden. Am Wochenende sinken die Temperaturen im Norden nachts teilweise bis zum Gefrierpunkt. Es kann also Bodenfrost geben.