Verpflegung an Schulen

Schulessen: Was wird aus der Bezuschussung?

In Hamburg läuft die Förderung für das Essen an Schulen aus (Symbolbild).

In Hamburg läuft die Förderung für das Essen an Schulen aus (Symbolbild).

Foto: picture alliance/Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB

Die Förderung der Mahlzeiten durch die Stadt läuft zum Jahresende aus. Was die Essenslieferanten jetzt befürchten.

Hamburg.  Hamburgs Schulcaterer fürchten um das kostengünstige Essen an den Schulen und sorgen sich um Kinder aus einkommensschwachen Kindern. Denn die Förderung von 40 Cent pro Essen durch die Stadt Hamburg läuft zum Ende des Jahres aus .

„Wir, die Hamburger Schulcaterer, blicken mit großer Sorge in das nächste Jahr. Wenn der Senat das Schulessen mit 40 Cent pro Mahlzeit nicht wie bislang weiter fördert, rechnen wir mit vielen Abmeldungen gerade einkommensschwacher Schüler“, sagt Anton Senner, Sprecher der IHC Initiative Hamburger Schulcaterer. Er und seine Kollegen appellieren an die Schulbehörde und den Senat, das Schulessen auch im kommenden Schuljahr weiter zu bezuschussen.

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Kinder aus armen Familien bekommen das Schulessen kostenfrei

Wie berichtet gibt es für Hamburgs Schulessen seit 2012 pro Kind und Tag unverändert 3,50 Euro. Kinder aus armen Familien bekommen es kostenfrei. Die Caterer hatten geklagt, kaum noch kostendeckend kochen zu können. Nach Diskussionen über die Essenspreise und die notwendige Anhebung der Preise Anfang des Jahres hatte sich die Schulbehörde mit den Caterern geeinigt: Der Preis für ein Mittagessen wurde im August von 3,50 Euro auf 3,90 Euro angehoben. Die Schulbehörde hatte die Preissteigerung von 40 Cent pro Essen ausgeglichen. Ob das auch 2021 fortgeführt wird, steht nicht fest. „Dazu gibt es noch keine Entscheidung“, sagt Peter Albrecht­, Sprecher der Schulbehörde.

Es ist aus Sicht der Essenslieferanten aber dringend erforderlich: „Ein Wegfall der Förderung würde dazu führen, dass viele Schüler aus der Essensversorgung abgemeldet werden“, so Senner. Dann seien auch die Schulcaterer in ihrer Existenz bedroht. Die Corona-Krise erschwert die Lage zusätzlich: Weil coronabedingt Klassen oder Jahrgänge zu Hause in Quarantäne bleiben, brechen ihnen die Einnahmen aus dem Verkauf von Mittagessen und Snacks weg.