Pella Sietas

Hamburger Werftmitarbeiter fordern Lösung gegen Schlick

Die Hamburger Pella-Sietas-Werft: Mitarbeiter sind in Sorge um die Zukunft der Werft und haben Tausende Unterschriften für den Erhalt an den Wirtschaftsstaatsrat überreicht (Archivbild).

Die Hamburger Pella-Sietas-Werft: Mitarbeiter sind in Sorge um die Zukunft der Werft und haben Tausende Unterschriften für den Erhalt an den Wirtschaftsstaatsrat überreicht (Archivbild).

Foto: dpa

Sie haben am Freitag 5335 Unterschriften an Hamburgs Wirtschaftsstaatsrat übergeben. Es geht um die Zukunft der Pella-Sietas-Werft.

Hamburg. Die Gewerkschaft IG Metall und Mitarbeiter der Hamburger Pella-Sietas-Werft haben am Freitag mehrere Tausend Unterschriften für den Erhalt der Werft an Wirtschaftsstaatsrat Andreas Riekhof (SPD) überreicht. "Es sind exakt 5335 Unterschriften, die wir heute Morgen weitergegeben haben", sagte ein IG-Metall-Sprecher.

Die Übergabe hatten rund 200 der insgesamt 350 Werftmitarbeiter begleitet. Sie hatten sich den Angaben zufolge auf dem Rathausmarkt hinter einem rund 30 Meter langen Transparent mit der Aufschrift "Der Schlick muss weg! Sichere Arbeitsplätze bei Pella Sietas!" aufgestellt.

Schlickproblem: Zukunft der Pella-Sietas-Werft steht auf dem Spiel

Hintergrund der Aktion ist, dass die fertigen Spezialschiffe die Traditionswerft wegen der Verschlickung des Hafenbeckens in Hamburg-Neuenfelde ohne Baggerarbeiten oder regelmäßige Spülungen nicht mehr verlassen können. Spülmaßnahmen seien nun ganzjährig untersagt.

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Zwar habe es Mitte September eine Ausnahmegenehmigung gegeben, ohne eine dauerhafte Lösung des Schlickproblems stehe die Zukunft der Werft jedoch auf dem Spiel, hieß es. "Die Werft kommt aus einer schwierigen Lage, und jetzt sind die Auftragsbücher endlich voll und man hat Zukunftsperspektiven und jetzt hapert es daran, dass das Hafenbecken verschlickt", sagte der Gewerkschaftssprecher.

Pella Sietas gehört zur russischen Werftengruppe Pella aus St. Petersburg, die 2014 die traditionsreiche Sietas-Werft aus einer Insolvenz übernommen hatte.